Poststraße: Kaputtes Abwasserrohr sorgt für Ärger

Auf der Bundesstraße durch Rochlitz hat sich erneut der Boden gesenkt. Der Bereich wurde abgesperrt. Wie lange Autofahrer mit der Einschränkung zurecht kommen müssen, ist derzeit unklar.

Rochlitz.

Die Absperrung ist wieder da. Das Problem auch. Auf der Rochlitzer Poststraße kommt es erneut zu Verkehrsbehinderungen. Denn rund um einen Abwasserschacht musste die Straße erneut gesperrt werden, weil sich der Boden gesenkt hat. Grund ist ein kaputtes unterirdisch verlaufendes Rohr. Während die Sperrung für Autofahrer ein Ärgernis ist, diskutieren die Behörden, wann und von wem der Schaden repariert wird.

Rückblick: Im Juli hatte sich auf der Poststraße auf der Fahrbahn in stadtauswärtige Richtung der Boden gesenkt. Der Bereich wurde abgesperrt und begutachtet. Die Analyse hatte ergeben, dass in Höhe des Hauses mit der Nummer 16 ein Abwasserrohr zusammengebrochen war. Das Rohr leitet normalerweise Wasser, das von der Straße in einen Einlauf fließt, in eine Sammelleitung. "Die Straße hatte sich deswegen abgesenkt", so eine Sprecherin des Landesstraßenbauamtes. Da es sich bei der Posstraße um eine Bundesstraße handelt, ist eigentlich die Landesbehörde zuständig. Um kleine Reparaturen und Instandhaltungen kümmert sich allerdings die Straßenmeisterei, die zum mittelsächsischen Landratsamt gehört. Dort hatte man sich der Sache auch angenommen. Wie die Sprecherin weiter mitteilte, sei der Einlauf provisorisch aufgefüllt und verplombt worden - um zu verhindern, dass der Boden weiter nachgibt und dadurch möglicherweise weitere Schäden verursacht werden. Die Absenkung der Fahrbahn sei mit Flüssigasphalt aufgefüllt worden. Die Absperrung wurde abgebaut, der Verkehr konnte wieder rollen.

Doch diese provisorische Reparatur hat offenbar nicht funktioniert. "Im Rahmen der Straßenkontrollen wurden erneute Setzungen festgestellt, was zur Verkehrsgefährdung geführt hätte, darum die erneute Absperrung", teilte Landratsamtssprecher André Kaiser auf Nachfrage mit. Diese habe die Straßenmeisterei Rochlitz veranlasst. Wann und in welcher Form der Schaden repariert wird, steht allerdings noch nicht fest und folglich auch nicht, wie lange die Absperrung für Beeinträchtigungen für Autofahrer sorgen wird. Wie Kaiser sagte, werde es "in Kürze" einen Vororttermin mit Vertretern des Landesstraßenbauamtes geben, bevor entschieden wird.

Der Rochlitzer Oberbürgermeister Frank Dehne (parteilos) fordert von den zuständigen Behörden nun schnelles Handeln. Es müsse eine richtige Reparatur und nicht nur ein weiteres Provisorium erfolgen. "Für den Verkehr auf der Bundesstraße ist diese Absperrung extrem ungünstig. Denn es staut sich immer wieder", sagt er. Er plädiert dafür, dass der Schaden so schnell wie möglich repariert wird. "Wenn nicht, kommt es womöglich zu weiteren Ausspülungen und es geht noch mehr kaputt."

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