Prügelei endet mit Geldstrafe für Rochlitzer

Nach dem Streit von zwei Männern muss der Angeklagte zahlen

Döbeln/Rochlitz.

Zu einer Geldstrafe ist ein 32-jähriger Rochlitzer am Montagmorgen vor dem Amtsgericht Döbeln verurteilt worden. Insgesamt 80 Tagessätze à 20 Euro muss der Angeklagte an die Staatskasse zahlen. Er war wegen Körperverletzung und Beleidigung angeklagt worden. Der Rochlitzer soll einen 45-Jährigen, ebenfalls aus Rochlitz, zuerst als "Zeckenschwein" beschimpft und dann angegriffen haben. Infolge dessen brach sich dieser die Mittelhand und zog sich mehrere Abschürfungen und Prellungen an Brust, Hüfte, Bein und im Gesicht zu.

Mit der Geldstrafe blieb die Richterin Nancy Weiß unter der geforderten Freiheitsstrafe der Staatsanwaltschaft. Diese hatte in ihrem Plädoyer eine Haftstrafe von sechs Monaten, ausgesetzt zur Bewährung, für den bereits vorbestraften Angeklagten gefordert.

Die Fehde, die die beiden Männer vor Gericht ausgefochten haben, ist nicht neu. Seit Jahren geraten beide immer wieder aneinander, wie der Angeklagte bereits am ersten Tag der Verhandlung sagte. Im vergangenen Jahr am 19. Oktober gegen Mitternacht eskalierte der Streit zwischen den Männern jedoch. Der jüngere der Männer war in jener Nacht mit seiner Freundin nach Hause gelaufen, wie er vor Gericht sagte, vorbei am Wohnhaus des späteren Opfers. Dort soll er eine Fahne, die an der Fassade des Hauses in Kopfhöhe hing, heruntergeschlagen haben. "Ich habe es draußen klappern hören. Da war mir schon klar, dass die Fahne zu Boden ging", erklärte der Geschädigte. "Ich bin raus und den Leuten hinterher gegangen. Ich wollte wissen, was da los ist." Dabei folgten dem Mann zwei Bekannte. Den langjährigen Kontrahenten habe er erst erkannt, als er ihn nach kurzer Distanz eingeholt habe. Sofort sei der Angeklagte aggressiv auf ihn losgegangen, habe ihn als "Zeckenschwein" bezeichnet und massiv gestoßen, sodass er über einen Bordstein und gegen einen Zaun gefallen sei. Dabei zog er sich eine Fraktur am Mittelhandknochen zu, so Rochlitzer weiter. Sowohl die Freundin des Angeklagten als auch die beiden Bekannten des Opfers und eine Passantin hatten als Zeugen vor dem Amtsgericht ausgesagt.

Rechtsanwalt Manuel Tripp hatte einen Freispruch für den Angeklagten gefordert. Gegen das Urteil kann er innerhalb einer Woche in Berufung gehen.

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