Reiche Zeche gibt es seit 100 Jahren

Feierstunde für Freiberger Bergwerk

Freiberg.

Liebevoll nannte Helmut Mischo, Professor für Rohstoffabbau und Spezialverfahren unter Tage, das Forschungs- und Lehrbergwerk auf der "Reichen Zeche" eine alte Dame. Bei den Gästen, die am Freitag zum Festakt nach Freiberg an den Fuchsmühlenweg gekommen waren, gab es dagegen keinen Widerspruch, denn immerhin wurde der 100. Geburtstag dieser Anlage in Diensten der TU Bergakademie Freiberg begangen.

Als Ehrengäste wurden die chilenische Botschafterin in Deutschland, Cecilia Mackenna Echourren, und Sachsens Umweltminister Thomas Schmidt von Rektor Klaus-Dieter Barbknecht begrüßt. "Mit Chile und seiner Botschafterin verbinden uns lange und intensive Beziehungen", erklärte Barbknecht.


Das Bergwerk, das am 1. Mai 1919 als Lehr- und Forschungsbergwerk eröffnet worden war, nachdem 1916 die Gruben Alt-Elisabeth und Reiche Zeche vom sächsischen Finanzministerium in das Vermögen der Bergakademie überwiesen worden waren, stand im Mittelpunkt der Festreden. Mit dem Bergwerk habe die Uni ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland, betonte Oberberghauptmann Bernhard Cramer, Leiter des Oberbergamtes. Die untertägige Anlage verfügt über 129 Kilometer Streckennetz. 33 untertägige Labore betreiben Forschung entlang der Rohstoff- und Ressourcenkette, es gibt internationale und nationale Großforschungsprojekte und 48 externe Forschungspartner aus 26 Ländern.

Keinesfalls unterschlagen wurde bei den Ansprachen die hohe touristische Bedeutung der Anlage, für die der Förderverein "Himmelfahrt Fundgrube" verantwortlich zeichnet. Im nächsten Jahr, wenn Freiberg externer Standort der Landesschau zur Industriekultur ist, hoffen die Verantwortlichen auf noch mehr Besucher.

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