Ritter, Elfen und Feuerspucker im Schloss

Rochsburger Rochade entführt die Gäste in frühere Zeiten

Für Sie berichtet: Babette Philipp

Auf Schloss Rochsburg wird das Rad der Zeit zurückgedreht. Kommendes Wochenende öffnet das Schloss die Tore für alle kleinen und großen Ritter und Hoffräuleins zum gebürtigen Feiern der bereits dritten Rochsburger Rochade. Mit ihr wird das beliebte Ritterfest in einer anderen Art und Weise weitergeführt. Es war 2015 vom Verein "Mittelsächsischer Kultursommer" von seiner Festival-Liste 2016 gestrichen worden, weil es aus Sicht des Vereins zu unrentabel war. Schlossherr Lutz Hennig fand eine Lösung. Das Schlossteam stellte in Zusammenarbeit mit der Bertholdin-Produktion 2016 die erste "Rochsburger Rochade" auf die Beine. "Im Unterschied zu den Ritterfesten ist sie auf keine spezielle Zeit festgelegt, sondern geht über das Mittelalter hinaus bis zum Barock", erklärt Hennig. Dabei sollen alle Generationen auf ihre Kosten kommen.

Zu entdecken gibt es am Wochenende laut Hennig uralte Historie mit Rittern unter dem Kommando Runkels von Rübenstein, Fantasiewelten, die Burgelfen namens Melusina und Zwölfelf sowie heute noch real existierende Spiele wie Tauziehen und Schach. Mit dabei sind unter anderem das Fleapittheatre aus Wales, Feuerschaukunst von Patres et Filii aus Berlin und Kanada, Ritter de Fisch aus Thüringen.

"Junge Ritter und Hoffräulein, deren Eltern und wiederum deren Altvordere können sich an unterschiedlichsten Varianten vergangener Spielgenüsse erproben" kündigt Hennig an. Zu erleben sein würden aber auch Theater, Eulenspiegeleien und Schabernack - nicht nur dargeboten, sondern auch zum Mitmachen. Die Gäste könnten sich auch auf altes Handwerk zum Kennen- und Erlernen freuen.

"Mittelalterfeste gibt es heutzutage überall und sie ähneln sich sehr. Wir wollen uns abheben. Deshalb beschränken wir uns nicht auf das Mittelalter, sondern sind auch offen für Renaissance und Biedermeier", erklärt Hennig. Das werde gut angenommen, wobei man das Profil aber noch weiter schärfen wolle. "Wir arbeiten daran. Auch, dass sich der Unterschied zu Mittelalterfesten noch mehr herumspricht", sagt der Schlossherr.

Die Rochsburger Rochade findet am Samstag von 10 bis 20 Uhr und am Sonntag von 10 bis 18 Uhr statt. Das Tagesticket kostet 7 Euro, ermäßigt 4 Euro, die Familienkarte 18 Euro. Die Karten können während der Veranstaltung direkt am Eingang zur Rochsburg erworben werden.

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