Schnelles Internet: Das Warten hat ein Ende

Netz soll nächste Woche in Königshain-Wiederau in Betrieb gehen

Königshain-Wiederau.

Topfseifersdorf, Königshain und Wiederau sind im vergangenen Jahr in Regie der Firma Inexio fit gemacht worden für das schnelle Internet. Laut Bauamtsleiter Rico Anker wurden Leerrohre verlegt und in diese Glasfaserkabel geschoben. Auch die Verteiler stehen. "Wir waren guter Dinge, alles verlief reibungslos. Trotzdem ist noch kein Bewohner der drei Ortsteile angeschlossen. Die Beschwerden häufen sich", so Anker. Denn eigentlich sollte der Netzausbau Ende 2017 abgeschlossen sein und Internet mit Übertragungsraten bis zu 100 Mbit pro Sekunde zur Verfügung stehen.

Darauf warten die Bewohner noch immer. "Bei jeder Nachfrage werde ich weiter vertröstet", sagte ein Einwohner zur jüngsten Gemeinderatssitzung. Mehrere weitere Gäste stimmten ihm zu. Im Gespräch mit der "Freien Presse" hatte ein Wiederauer schon zuvor gesagt, dass das Gebaren der Firma für ihn an Unseriösität grenze.

Thomas Schommer, Unternehmenssprecher von Inexio, bestätigt den Verzug. Der Ausbau bis zur Straßenkante sei erledigt, das Netz stehe also, sagte er bereits Ende Februar. Damals fehlte jedoch die Anbindung an die "Außenwelt". Während der Bauausführung habe sich herausgestellt, dass das erstellte Ortsnetz nicht wie geplant an eine überregionale Trasse angeschlossen werden kann. Doch er habe eine positive Nachricht: "Die Kopplung an die überregionale Trasse ist Mitte September erfolgt, sodass wir das Netz bis Ende Oktober spätestens in Betrieb nehmen können", sagte er Anfang des Monats. Gestern räumte er ein, dass es zu einer weiteren Woche Verschiebung gekommen sei. Grund für die Verzögerung sei die knappe Baukapazität. "Dann sind wir aber online", betonte er.

Dennoch, so Schommer, sollten sich die Kunden noch auf Wartezeiten einstellen. Denn auch wenn das schnelle Internet anliege, brauche es noch, tatsächlich im heimischen PC anzukommen. "Sobald wir das Netz komplett in Betrieb haben, gehen von uns die Umzugsanfragen der bestehenden Verträge an die bisherigen Anbieter raus. Denn der Neuanschluss ist abhängig von den Restlaufzeiten der Altverträge", erklärt Schommer. Indem man diese abfrage und erst anschließe, wenn der Altvertrag beendet ist, vermeide man Doppelzahlungen.

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