Städte lassen sich die Vorweihnachtszeit nicht vermiesen

Wegen Corona sind die Weihnachtsmärkte in ihrer gewohnten Form abgesagt worden. In den Orten wird trotzdem geschmückt. Und Rochlitz plant was Besonderes.

Rochlitz/Penig.

Kein Duft von Glühwein und Bratwurst, keine Bühnenprogramme, keine Weihnachtsmarktbuden. Damit die Vorweihnachtszeit unter Coronabedingungen nicht zur Tristesse wird, sorgen Städte wie Rochlitz und Penig auf eigene Weise für Adventsstimmung in den Ortszentren.

"Wir werden auch in diesem Jahr unseren Baum schmücken, zum ersten Advent soll alles fertig sein", sagt Jörg Richter von der Rochlitzer Stadtverwaltung. Die Weihnachtsbeleuchtung sei übers Jahr geprüft und repariert worden. Mitarbeiter des Bauhofs haben sie bereits auf dem Markt montiert. Um die Händler zu unterstützen, sei ein gemeinsames Projekt mit dem Gewerbeverein und dem Rochlitzer Deko-Unternehmen World of Mall in Arbeit. Mit 30 Tannenbäumen und Weihnachtsdekoration sollen die Hauptstraße, der Markt, die Rathausstraße und die Burgstraße weihnachtlich gestaltet werden.

Auch in Penig wird seit Freitag geschmückt. "Denn wir lassen uns durch Corona die Weihnachtsstimmung nicht vermiesen", sagt Bauamtsleiterin Manuela Tschök-Engelhardt. Die Mitarbeiter des Bauhofs haben in diesen Tagen mit der Weihnachtsvorbereitung alle Hände voll zu tun. Am Freitag wurde der Weihnachtsbaum - eine etwa neun Meter hohe Douglasie - in Obergräfenhain geschlagen, zum Peniger Markt transportiert und an gewohnter Stelle aufgestellt. "Der Baum kommt also auch in diesem Jahr wieder aus heimatlichen Gefilden." Nächste Woche soll dann die Lichterkette angebracht werden. Parallel dazu erfolge der Aufbau der Pyramide. Die Arbeiten gehen laut Tschök-Engelhardt in der nächsten Woche weiter. "Pünktlich zum ersten Adventswochenende, wenn unser Weihnachtsmarkt stattgefunden hätte, wird sie sich drehen." Die Rotdornbäume am Schloßplatz werden von den Bauhof-Mitarbeitern mit Lichterketten bestückt. Über der Brückenstraße bringen sie die weihnachtlichen Ornamente an. Wegen der Coronapandemie werde es in diesem Jahr keine Schlossweihnacht im Hof des Alten Peniger Schlosses geben, bedauert Schlossherr Alfred Prinz von Schönburg-Hartenstein. 2018 hatte die Adelsfamilie, die den Gebäudekomplex erwarb und sanierte, die Schlossweihnacht zum ersten Mal organisiert. "Wir haben leider alle Verträge stornieren müssen. Das ist sehr schade. Aber ohne Glühwein und Würstchen geht es nicht", sagt der Prinz und hofft auf nächstes Jahr.

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