Startklar für den Aufbruch zur Schau

Der Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn lässt auf der Landesgartenschau in Frankenberg Blumen blühen. Die "Freie Presse" begleitet ihn und sein Team durch die Veranstaltung.

Frankenberg/Geringswalde.

Es sind noch sechs Wochen, bis sich auf dem Gelände der Landesgartenschau in Frankenberg die Tore für Besucher öffnen. Auch in der Gärtnerei Horn in Geringswalde herrscht im wahrsten Wortsinn Aufbruchstimmung. Derzeit ist Horns Tochter Jenny dabei, beim Bestücken des Bauwagens mitzuhelfen. Den hat der Gärtnermeister bis Anfang Oktober gemietet. "Darin verschwindet über Wasserschläuche, Hacken, Rechen und Schubkarren alles, was während der Zeit der Schau in Frankenberg gebraucht wird", erklärt die Studentin der Gartenbau-Wissenschaften.

Während sich die Spitzen von Narzissen und Tulpen weiter durch die noch kühle Erde in Frankenberg schieben, ist in Horns Gewächshäusern Hochbetrieb angesagt. Denn fast täglich treffen an der Waldstraße Pakete ein. Der Inhalt: Zwiebeln, Knollen und Jungpflanzen, die für den sogenannten Sommerflor gebraucht werden. Die müssen in Töpfen gedeihen, bis es soweit ist. Horns Sommerbepflanzung umfasst rund 15.000 Gewächse wie etwa drei Sorten Indisches Blumenrohr, das auch als Canna bekannt ist. "Ein großes Thema werden Begonien mit dekorativen dunkelbraunen Blättern sein", kündigt der Gärtnermeister an. Geplant sind zudem rotblättrige Zierbananen und Ziergräser, die mit ihren roten Ähren wahre Hingucker bilden würden.

Ab 18. März liefern die beteiligten Gärtnereien die Pflanzen auf dem Gelände der Gartenschau an, erklärt Falk Horn das weitere Prozedere. "Das Pflanzgut wird auf einem Lagerplatz stationiert und im Anschluss beetweise sortiert. Ab 25. März bringen wir die Jungpflanzen dann in die Erde."


Falk Horns Gartentipp

"Jeder gute Gärtner hat zu jeder Jahreszeit im Garten etwas zu tun." Davon ist der Geringswalder Gärtnermeister Falk Horn überzeugt. Für Hobby-Gärtner hat er viele Tipps parat. Im März: Nützlinge statt chemischer Keule.

Gärtnermeister Falk Horn setzt bei Schädlingen auf Hilfe aus der Natur. "Für jedes Lebewesen, das der Gärtner als Schädling bezeichnet, gibt es auch einen Gegenspieler", sagt er. Statt chemischer Keulen empfiehlt er sogenannte Nützlinge, die man bei ihm ordern kann. Die lebende Fracht kommt dann direkt beim Verbraucher an. Um Blattläuse zu vertreiben, sollten Larven des Marienkäfers eingesetzt werden. Die Larve frisst junge Blattläuse.

Spinnenmilben können Gurkenpflanzen zusetzen. Hier empfiehlt der Fachmann sogenannte Raubmilben. Auch unbeliebt bei Gärtnern: die Weiße Fliege. Die lässt sich laut Horn mit Schlupfwespen vertreiben. "Man sollte es den Nützlingen im Gewächshaus oder Zelt 'gemütlich' machen. Und wer Nützlinge einsetzt, sollte sich vorher gut informieren." (grün)


Tipp: Mit Pressekarte günstiger

Alle Veranstaltungen im Bereich der Landesgartenschau an zwei Bühnenstandorten sind im regulären Ticketpreis kostenfrei enthalten, so auch die Auftritte von Firebirds (22. April), Rudy Giovannini (12. Mai), Frank Schöbel (4. August) und Gerhard Schöne (11. August).

Einzige Ausnahme bildet die Sonderveranstaltung "Leuchtende Gärten" im Mühlbachtal vom 20. September bis 5. Oktober.

Der Eintritt für Erwachsene kostet 16 Euro, mit Pressekarte der "Freien Presse" 15 Euro. Erwachsene können damit eine beliebige Anzahl eigener Kinder oder Enkel bis einschließlich 17 Jahre kostenfrei mitnehmen. Tickets sind in allen "Freie Presse"-Shops erhältlich.

Weitere Beiträge im Internet. www.freiepresse.de/laga2019

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