Stützwände marode - Erneuerung nötig

Der beabsichtigte Ausbau der Dittmannsdorfer Straße in Penig gestaltet sich schwierig. Denn noch ist unklar, wann sich die Stadt das finanziell leisten kann und ob die Fördermittel dafür fließen.

Penig.

Diskussion, Ortsbesichtigung, Entscheidung - die Peniger Stadträte und die Verwaltung haben es sich nicht leicht gemacht. Denn beim geplanten Ausbau der Dittmannsdorfer Straße ist vor allem bei der Neugestaltung der Ränder einiges zu beachten. Die Stützwände sind marode, müssen durch neue ersetzt werden. Der Stadtrat hat in seiner jüngsten Sitzung dafür die Weichen gestellt und die Vergabe von Planungsleistungen zu Kosten von rund 153.000 Euro an ein Chemnitzer Ingenieurbüro bestätigt. "Wir wollen diese aber stufenweise vergeben", hatte Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU) betont. Denn bis dahin müssen noch weitere Entscheidungen getroffen werden.

Wie Jörg Junghanns vom Bauamt der "Freien Presse" sagte, sei noch vieles zu klären, vor allem auch im Zusammenhang mit den Kosten. Insgesamt würden der Straßenbau, der zu 80 Prozent gefördert werde, und die Stützmauern, für die es 90 Prozent Fördergeld geben könnte, "eine Summe im unteren siebenstelligen Bereich" verschlingen. Da sich auch die Stadt Penig an den Kosten beteiligen muss, sollten in den nächsten Monaten noch wichtige Entscheidungen getroffen werden. Denn die Stadt habe noch weitere Projekte auf der Agenda. So seien die Straßen in Chursdorf und in Thierbach noch zu bauen. Und auch im Kita-Bereich stehe einiges im Plan. "Da müssen wir uns erst mal einig werden, was Vorrang hat", so Jörg Junghanns. Vom Planungsablauf und vom Prozedere um die Fördermittel her sei ohnehin nicht vor 2020/21 mit einem Baubeginn auf der Dittmannsdorfer Straße zu rechnen. Momentan stehe dieser also noch in den Sternen.

In den vergangenen Wochen hatte sich der Stadtrat dennoch intensiv damit beschäftigt, in welchem Umfang vor allem die Erneuerung der Stützwände erfolgen soll. Immerhin geht es laut Junghanns um eine Gesamtlänge von etwa 150 Metern - 70 Meter auf der einen, 80 Meter auf der anderen Seite der Straße. Und so mussten sich die Stadträte für eine von fünf Ausbauvarianten entscheiden. Zuvor hatten sich mehrere Stadträte und Vertreter der Stadtverwaltung bei einer Begehung vor Ort ein Bild von der Situation entlang der Dittmannsdorfer Straße gemacht.

Schließlich verständigte man sich auf Variante 5. Diese sieht einen durchgängigen Straßenquerschnitt von fünf Metern mit Verlängerung in südöstliche Richtung vor. Zur Verbesserung der Situation für Fußgänger werde auf der nördlichen Fahrbahnseite ein 1,50 Meter breiter Fußweg angelegt. Im Gegensatz zu anderen Varianten soll bei der nun beschlossenen der Bauanfang etwa 100 Meter in südöstliche Richtung verlagert werden. Start sei somit am bereits ausgebauten Straßenabschnitt bei Haus Nummer 64D. Ursprünglich hatte die Verwaltung Variante 3 als Vorzugsvariante ins Spiel gebracht - also ein Ausbau in etwas verkürzter Form.

Laut Stadtverwaltung seien keine Leerrohre für den Breitbandausbau vorgesehen, da dieser Bereich nicht im Ausbaugebiet liege und die Kosten auch nicht gefördert würden. Zur jüngsten Stadtratssitzung regte Stadtrat Mario Stein (Freie Wählergemeinschaft) an, darauf zu achten, dass keine Oberleitungen, sondern Erdkabel im Zuge der Erneuerung der Netzkabel verlegt werden. "Ob Oberleitung oder Erdkabel verlegt wird - das hängt vom Netzbetreiber ab", erklärte die Leiterin der Finanz- und Bauverwaltung, Manuela Tschök-Engelhardt.

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