Surfen im Bus: Einführung auf Prüfstand

An- und Abfahrtzeiten in Echtzeit auf dem Handy abrufen - das ist bald möglich. Doch ob ein weiteres Angebot kommt, ist bislang unklar.

Rochlitz.

Im ICE ist es Standort, im Bus eine Seltenheit: Kostenlos im Internet surfen. Allerdings rüsten immer mehr Betriebe auf und setzen Wlan-Technik in ihren Fahrzeugen ein. Ab dem Fahrplanwechsel am Sonntag kann dieser Service auch in den Bussen des Verkehrsunternehmens Thüsac, die im Süden des Landkreises Leipzig verkehren und somit Geithain, Narsdorf und Obergräfenhain bedienen, genutzt werden. Fahrzeuge der Regionalverkehr Erzgebirge GmbH (RVE) sind schon seit 2018 mit drahtlosen Internetzugängen ausgestattet.

Fahrgäste von Regiobus müssen sich aber in Geduld üben. Aktuell sind keine Busse mit Wlan ausgerüstet, wie Geschäftsführer Michael Tanne erläutert. Zudem muss zuerst ein Großprojekt gestemmt werden. Gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Mittelsachsen wird ein neues Betriebsleitsystem 2020 eingeführt. Regiobus investiert dafür rund drei Millionen Euro. Das sichtbarste Zeichen für die Fahrgäste: digitale Anzeigetafeln. Anhand deren ist auf die Minute genau zu sehen, wann Busse an den Haltestellen eintreffen. Auch mit dem Smartphone können sich dann Nutzer über die Ankunft des nächsten Busses informieren. "Eine eigene App-Lösung werden wir aber nicht anbieten, sondern wir werden Angebote des Verkehrsverbunds Mittelsachsen nutzen", so der Regiobus-Chef. Während dieser Service in der ersten Jahreshälfte eingeführt werden soll, ist bisher unklar, ob und wann Wlan-Technik in Busse eingebaut wird. Erst nachdem das Betriebsleitsystem läuft, soll laut Tanne geprüft werden, ob kostenlos surfen eingeführt wird. (acr)

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