Teichfest-Organisator rüstet technisch auf

Harald Hofmann will den Geringswaldern zum größten Volksfest der Stadt etwas bieten. Damit setzt er Maßstäbe. Eventuell führt er die Geschäfte aber zum letzten Mal.

Geringswalde.

Auch diesmal will es Harald Hofmann so richtig krachen lassen. Seit Wochen laufen die Vorbereitungen für das Teich- und Anlagenfest, das am letzten August-Wochenende auf dem Festplatz am Geringswalder Großteich über die Bühne gehen wird. "Wenn ich etwas mache, dann richtig", so sein Credo aus 13 Jahren Organisation des Events in Eigenregie.

Diesmal wartet Hofmann mit einer Besonderheit auf. In den vergangenen Tagen waren er und Mitarbeiter damit beschäftigt, fünf Schwerlasthaken in der Rückwand der Freilichtbühne zu verankern. Die tragen insgesamt anderthalb Tonnen Gewicht und dienen als Halterung einer Videowand mit einer Fläche von zehn Quadratmetern. Insgesamt übertragen 40 Module, die über einen Zentralcomputer gesteuert werden, dann ein Gesamtbild in gestochen scharfer Qualität. "Die Gäste sollen das erleben, was sie sonst nur aus dem Fernsehen kennen", beschreibt Hofmann den Effekt. Ihn habe die Qualität der Übertragung über Beamer und Leinwand aus den vergangenen Jahren schon lange gestört. "Bei Sonneneinstrahlung sah man fast nichts. Dabei bin ich es schon allein meinen Sponsoren schuldig, dass deren Präsentationen gut rüberkommen. Denn die bilden neben der Stadt und den Einnahmen durch die Schausteller die dritte tragende Säule, aus denen sich das Fest finanziert."


Hofmann weiß, dass er mit Blick auf den Trubel auf dem Festplatz am Geringswalder Großteich an einem Scheideweg steht. Mit einem Defizit von 3000 Euro aus dem vergangenen Jahr geht es dem Organisator um eine Zusicherung von Stadt und Stadträten, bei neuerlichen Verlusten finanziell hinter ihm zu stehen. "Verluste können sich ergeben, indem etwa ein Schausteller ausfällt und die Einnahmen fehlen", verdeutlicht Hofmann. Zu Buche schlügen zudem gegenüber den Vorjahren ein höherer Mindestlohn und gestiegene Kosten für Strom und Wasser. Was die Kommune davon abfangen kann, und ob das überhaupt gewollt ist, soll im Stadtrat am Dienstagabend entschieden werden. "Stehen die Stadträte nicht hinter mir, war's das für mich", kündigt Hofmann an. Er werde dann im September die Geschäfte an einen möglichen Nachfolger geordnet übergeben.

In den nächsten Tagen reisen die ersten Schausteller an, einer davon mit seiner "Black Pearl" - einer überdimensionalen Schiffschaukel. Der Startschuss des Festes fällt dann am 30. August mit dem Lichter- und Lampionumzug rund um den beleuchteten Großteich. Die fantasievollsten Selbstbauleuchten will Hofmann prämieren.

Mit ostdeutscher Mugge wird am Freitagabend die Gruppe Karussell das Festzelt rocken. Samstagabend heizt die Partyband Joe Eimer & die Skrupellosen aus Halle (Saale) den Geringswaldern ein. Zudem fiebern die Tänzerinnen von Eternity und den Kinderfunken ihrem Auftritt entgegen. Und wie jedes Jahr brennt Harald Hofmann darauf, dass es endlich losgeht. "Ich habe gerade mit Sicht auf das Programm schon jetzt jede Menge positive Resonanz. Die Geringswalder wollen das Fest." Und im Hintergrund zögen viele Beteiligte mit, etwa der kommunale Bauhof, oder heimische Baufirmen, die mit Bauzäunen, Traversen oder Material für die Elektroinstallation aushelfen würden.

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