Telekom verspricht schnelles Internet

Der Telefon-Konzern verlegt in Burgstädt Leitungen und rüstet Verteilerschränke mit moderner Technik aus. Doch hohe Übertragungsgeschwindigkeiten bietet auch eine andere Firma im Ort an.

Burgstädt.

Dieses Jahr soll jeder Burgstädter, der in der Innenstadt wohnt, über schnelles Internet verfügen. Das versprach Regionalmanager Sten Pinkert von der Deutschen Telekom-Technik Anfang Mai den Stadträten. Inzwischen hat der Telefonkonzern begonnen, auf einer Länge von 20 Kilometern Leitungen zu verlegen und 28 Verteilerschränke neu aufzustellen und mit moderner Technik auszurüsten.

Und es geht weiter, verspricht Sprecher Georg von Wagner. Die Telekom erweitert ihr Netz in den Ortsteilen Helsdorf, Heiersdorf, Mohsdorf, Burkersdorf, dem nördlichen Teil von Burgstädt sowie in der Innenstadt. Das neue Netz soll so leistungsstark sein, dass Telefonieren, Surfen und Fernsehen gleichzeitig möglich sind, erläutert er. Auch das Streamen von Musik und Videos oder das Speichern in der Cloud soll schneller werden, verspricht er. Das maximale Tempo beim Herunterladen steige auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) und beim Hochladen auf bis zu 40 MBit/s.

"Ein schneller Internetanschluss ist heute ein Muss", sagt Bürgermeister Lars Naumann. "Nur die Kommune, die eine moderne digitale Infrastruktur besitzt, ist attraktiv für Familien und Unternehmen." Pinkert sagt: "Unser Ziel lautet: Breitband für alle. Deshalb investieren wir jährlich bis zu 4 Milliarden Euro." Mit mehr als 455.000 Kilometern habe das Unternehmen das größte Glasfasernetz in Deutschland. Zum Vergleich: Das deutsche Autobahnnetz ist 13.000 Kilometer lang.

Und so ist die Vorgehensweise: Auf Strecken, wo zwischen der örtlichen Betriebsstelle, die sich neben dem ehemaligen Postgebäude an der Goethestraße befindet, und dem Verteiler noch Kupferkabel liegt, wird dieses durch Glasfaserkabel ersetzt. "Das sorgt für erheblich höhere Übertragungsgeschwindigkeiten", erläutert Pinkert. Die Verteiler werden mit sogenannten Multifunktionsgehäusen (MFG) ausgerüstet. Die großen grauen Kästen am Straßenrand erhalten zusätzlich noch einen Stromanschluss, damit die neue Technik betrieben werden kann. Im MFG wird das Lichtsignal von der Glasfaser in ein elektrisches Signal umgewandelt und von dort über das bestehende Kupferkabel zum Anschluss des Kunden übertragen. Um die Kupferleitung schneller zu machen, kommt Vectoring-Technologie zum Einsatz. Diese Technik mindert die sonst auftretenden elektromagnetischen Störungen zwischen den Kupferdrähten. Höhere Bandbreiten sind erreichbar, so Sprecher von Wagner.

Bereits im Mai hatten Stadträte darauf verwiesen, dass es noch weitere Anbieter für schnelles Internet gibt. Das bestätigt Bürgermeister Naumann: "Burgstädt war schon immer ein Leuchtturm, denn die Großantennengemeinschaft (GAG) Burgstädt hat bereits einen Versorgungsgrad erreicht, den sich andere Gemeinden wünschen." Seit mehr als 30 Jahren versorge die GAG ihre Mitglieder mit hochwertigen Rundfunk- und Fernsehsignalen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...