Trauerhalle in Wiederau wird saniert

Ein weiterer großer Posten im diesjährigen Haushalt ist der Ausbau der Gartenstraße. Insgesamt will Königshain-Wiederau rund 425.000 Euro investieren.

Königshain-Wiederau.

Die Trauerhalle auf dem Friedhof in Wiederau ist Ende der 1960er-Jahre erbaut worden. "Und so sieht sie heute auch noch aus", sagt Bürgermeister Johannes Voigt (CDU). Hinzu komme, dass der Innenraum verbaut ist und mehr Sitzgelegenheiten gebraucht würden. Auch Dach, Fassade, Fenster und Türen sowie die komplette Haustechnik seien unansehnlich beziehungsweise veraltet. Das soll sich bald ändern, denn die Sanierung der Trauerhalle ist mit 168.000 Euro Kosten eines der größten Projekte im diesjährigen Haushalt. Er ist in der jüngsten Gemeinderatssitzung beraten worden und soll Ende August beschlossen werden.

Der zweite Abschnitt des Ausbaus der Gartenstraße in Wiederau schlägt laut Kämmerin Petra Ludewig mit rund 197.000 Euro zu Buche - wie die Sanierung der Trauerhalle zu 70 Prozent gefördert. Rund 45.000 Euro wird der Bau des Fest- und Freizeitplatzes in Königshain kosten. Hier fließen laut Ludewig Zuschüsse in Höhe von 75 Prozent. Insgesamt will die Gemeinde in diesem Jahr rund 425.000 Euro investieren. Das sind 125.000 Euro mehr als im vergangenen Jahr.

Neue Darlehen werden nicht aufgenommen. Durch eine regelmäßige Tilgung wird der Schuldenstand sinken: von 265 Euro pro Kopf Ende 2017 auf 249 Euro pro Kopf Ende 2018. Insgesamt wird die Gemeinde dann noch Schulden in Höhe von 658.000 Euro haben. Das Minus in der Kasse ist durch einen 1994 aufgenommenen Kredit für den Landkauf zur Einrichtung des Gewerbegebietes in Wiederau entstanden sowie durch einen weiteren Kredit über 500.000 Euro, der 2012 zur Finanzierung des Ausbaus der alten Mittelschule in Wiederau zur Grundschule sowie den dortigen Hortanbau gebraucht wurde.

In Sachen Steuern ändert sich laut Ludewig nichts. Der Hebesatz der Grundsteuer A (land- und forstwirtschaftlich genutzter Boden) liegt bei 310 Prozent, der der Grundsteuer B (Grund und Boden, der bebaut werden kann und nicht landwirtschaftlich genutzt wird) bei 415 Prozent, die Gewerbesteuer bei 390 Prozent.

"Ich freue mich, dass es gelungen ist, den Haushalt so zu gestalten, dass wir mit viel Fördermitteln gut investieren können, dass damit keine Neuverschuldung verbunden ist sondern im Gegenteil weiter Schulden abgebaut werden können", sagt Gemeindechef Voigt.

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