Treibsand-Festival trotzt der Hitze

In der Sandgrube in Hartha hat es gebrodelt: Zahlreiche Bands und DJs boten einen Mix durch alle Rockrichtungen an.

Hartha.

Der Beginn war eher traurig: Aufgrund der Trockenheit und der damit verbundenen hohen Brandgefahr fiel der erste Tag des diesjährigen Treibsand-Festivals in der Sandgrube im Wechselburger Ortsteil Hartha aus.

"Das war schade, ist aber höhere Gewalt" sagte gestern Axel Günther. Bei dem 52-Jährigen liefen die Fäden der Organisation zusammen. Um so mehr habe man sich gefreut, dass durch eine Sondergenehmigung noch am Sonntag - und dann also doch zwei Tage lang - gefeiert werden durfte.

"Es war ein sehr schönes Fest, trotz der Hitze sind viele Besucher gekommen", resümierte Axel Günther. Die Gäste seien im Alter zwischen 5und 60 Jahren gewesen, denn am Samstag fand nachmittags ein Kinderfest mit Schminken, einer Malstraße und einem Siebdruckstand statt. "Wir wollen doch auch etwas für Familien bieten", sagte er. Auf der Bühne spielten am Samstag bis in die Morgenstunden des Sonntags Bands, und auf drei über das Gelände verteilten Floors legten DJs auf. Am Sonntag wurde bis gegen 21Uhr gefeiert. Die Besucher kamen aus der Umgebung, aber auch aus Berlin, Frankfurt/Oder, Darmstadt und Saarbrücken. "Sie sind mit den Bands mitgekommen", erklärte das Mitglied des Organisationsteams. Sogar eine Band aus den Niederladen habe gespielt.

Doch nicht nur Musik wurde geboten, es gab auch Orte der Ruhe, wo man sich austauschen und zudem außergewöhnlich essen konnte. "Unsere Freunde aus Afghanistan und aus Syrien hatten einen Stand und haben dort landestypisches Essen angeboten. Es wurde gegrillt und es gab Vegetarisches und Veganes", lobte Günther und freute sich über den Zuspruch von den Gästen. Diese hätten ihre Übernachtungsplätze in einem ordentlichen Zustand verlassen und während des Festes auch sensibel die Brandschutzauflagen eingehalten. "Wir freuen uns, dass alle ihren Spaß hatten und es keine Vorkommnisse gab", sagte der Hauptorganisator.

Für ihn und seine Mitstreiter ist nun noch bis morgen Abend straff zu tun. Denn alles, was in die Sandgrube gebracht wurde, muss wieder weggeräumt werden. Das betreffe nicht nur die Bühnenaufbauten, Stände und Technik plus der entsprechenden Verkabelung, sondern auch die Brandschutzmaßnahmen, für die unter anderem 1000-Liter-Tanks bereitstanden.

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