Vom Kraftwerk zur Verkündigung

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Religionslehrer Thomas Hentschel ist weit über Rochlitzer Grenzen hinaus bekannt. Dabei hatte sein Weg an ganz anderer Stelle begonnen. Nach über 26Jahren für die evangelische Kirche beginnt für den Gemeindepädagogen jetzt eine neue Etappe.

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33 Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 5
    1
    Jemand
    11.03.2021

    Deluxe: "Religionsunterricht ist eben nicht vorrangig Wissensvermittlung, sondern aktive Religionsausübung. Und MIssionierung."

    Genau. Es ist immer wieder bemerkenswert, wie dreist Befürworter von konfessionsgebundenen Unterricht das immer wieder leugnen.

    Wikipedia: "Religionsunterricht wird in der Regel aus der bekennenden Warte einer Lehrkraft erteilt, die der betreffenden Religionsgemeinschaft angehört. Somit gibt der Religionsunterricht von vornherein nicht vor, von einem neutralen Standpunkt aus erteilt zu werden."

    In Bayern nimmt das krampfhafte Festhalten vom unzeitgemäßen RU schon absurde Züge an. Weil kein geeigneter islamischer Ansprechpartner da ist, übernimmt der Staat die islamische Glaubensvermittlung:

    https://hpd.de/artikel/islamunterricht-an-bayerischen-schulen-beschlossen-19038

  • 8
    1
    Deluxe
    11.03.2021

    Gottesdienste, Bibelkreise und praktizierte Religionsausübung haben unter dem Dach von Schulen nichts, aber auch gar nichts zu suchen! Und schon gar nicht an staatlichen Schulen!

    Religionsunterricht ist eben nicht vorrangig Wissensvermittlung, sondern aktive Religionsausübung. Und MIssionierung.

    Ich finde es furchtbar, daß diese Religionsvertreter in den letzten 30 Jahren wieder Zugriff auf unsere Kinder bekommen haben und das staatlich auch noch unterstützt wird. Über die sozialistische Erziehung haben sie sich aufgeregt - selbst vermitteln sie ihre Ideologie nun aber in ganz ähnlicher Weise.

    Wer Religion nicht will, muß Ethik wählen - und auch dieses Fach steht bei mir mittlerweile stark im Verdacht, daß es vorrangig um Indoktrinierung geht anstatt um Wissensvermittlung. Ich verstehe nicht, warum Kinder der Klasse 4 sich mit islamischen Feiertagen und Riten auskennen müssen, während es an Heimatkunde fehlt.

    Ich möchte keine religiösen Bezüge im Unterricht. Nirgendwo.

  • 9
    2
    inoino
    11.03.2021

    >"Ich hatte bei den Schulleitern immer eine Lobby." Gemeinsame Projekte seien entstanden, die Ethik- mit Religionsunterricht verknüpften,"

    Noch in den Ethikunterricht eingreifen zu können - das hätten sicher alle Religonsvertreter gern.

    > "Es geht schließlich nicht um Missionierung, sondern in erster Linie um Wissensvermittlung, Sinn- und Glaubensfragen."

    Das ist gelogen. Im konfessionellem RU geht es in erster Linie um Glaubensvermittlung - und zwar um den Glauben der entsprechenden Konfession.


    >"Und Hentschel hofft, dass der kleine Schüler-Bibelkreis am Mathesius-Gymnasium wieder aufleben und es auch wieder Gottesdienste unter dem Dach der Bildungseinrichtung geben möge."

    Das hoffe ich nicht. Hier geht es doch nur wieder um Macht und Einfluss von religion in nichtreligiösen Bereichen. "Schüler-Bibelkreise" darf es an einer Bildungseinrichtung genau so wenig geben wie "Schüler-Korankreise" o.ä. - und Gottesdienste schon gar nicht.