Wasserreserven aktuell bei 80 Prozent - Versorgung stabil

Aufgrund der Hitze registrieren die Zweckverbände Hainichen und Freiberg einen erhöhten Wasserverbrauch. Engpässe sind derzeit aber nicht zu befürchten, versichern beide Versorger.

ZWA-Mitarbeiter Sandro Uhlig betreut die Filteranlage im Wasserwerk Schwarzbach. Es wird aus Tiefbrunnen gespeist.

Für Sie berichtet: Uwe Lemke

Trockenheit und heiße Temperaturen über Wochen, da werden die Wasserhähne viel öfter als gewöhnlich aufgedreht. Obwohl es, örtlich begrenzt, hin und wieder mal einen Mini-Regenschauer gegeben hat, bleiben die Gewässerpegel niedrig. Der in Hainichen ansässige Wasserzweckverband ZWA kann dennoch aktuell die Haushalte des Verbandsgebietes zuverlässig versorgen, sagt Technikchef Ulrich Pötzsch. Möglich macht das die Speisung des Trinkwassernetzes aus verschiedenen Quellen.

"Den Großteil unseres Wassers beziehen wir aus Talsperren im Erzgebirge. Noch passiert nichts, denn die sind noch zu etwa 80 Prozent gefüllt." Schwankungen im Verbrauch könne man über den Fernwasserverbund Südwestsachsen ausgleichen. Und diese Schwankungen gebe es. Bei normaler Witterung liege die Wasserentnahme bei 17.000 bis 18.000 Kubikmetern pro Tag. Doch am letzten Juliwochenende etwa seien es zwischen 22.500 und 23.800Kubikmeter gewesen. An den Wochenenden liege der Verbrauch ohnehin etwa zwölf Prozent höher als in der Woche. Sollte die Hitze anhalten, dann rechnet Pötzsch nach dem Ende der Ferien mit weiter steigendem Verbrauch. Der ZWA arbeite intensiv daran, die Kunden auch dann stabil zu versorgen. Momentan gebe es keine Kapazitätsengpässe in den Wasserwerken.

"Die Werke Arnsdorf, Penig und Lunzenau laufen sehr stabil", so Pötzsch. In Tauscha und Schwarzbach, wo das Wasser aus Tiefbrunnen bezogen werde, gebe es ebenfalls keine Einschnitte. Probleme gebe es aktuell im Wasserwerk Geringswalde-Böhmbach, da es mit oberflächennahem Grundwasser gespeist werde und der Pegel zurückgegangen sei. "Ohne Fernwasser würde die Versorgung in diesem Bereich nicht ausreichen."

Auch im Gebiet des Wasserzweckverbandes Freiberg ist die aktuelle Trinkwasserversorgung stabil und abgesichert, sagt Geschäftsleiterin Silvia Braune. Freiberg und die Region Freiberg Nord werde aus dem eigenen Wasserwerk in der Stadt versorgt. "Das südliche Verbandsgebiet erhält Trinkwasser aus dem Wasserwerk Lichtenberg des Zweckverbandes Fernwasser Südsachsen Chemnitz, die Regionen Frauenstein, Sayda, Cämmerswalde aus Quellen oder Tiefbrunnen."

Im Normalbetrieb werden durchschnittlich reichlich 15.000 Kubikmeter Trinkwasser am Tag an Kunden abgegeben. Im Moment seien es knapp 18.000 Kubikmeter. Der Spitzentag sei der 2. August mit rund 18.500 Kubikmetern gewesen. Engpässe - wenn sie denn auftreten sollten - könnten auch in der Region zum Teil durch Mehrbezug vom Fernwasserzweckverband Südsachsen ausgeglichen werden. Natürlich stünden auch Wasserwagen und Tankwagen für außergewöhnliche Ereignisse bereit, so Braune. Einen größeren Anstieg des Wasserverbrauchs nach den Ferien hält sie für unwahrscheinlich. Im übrigen sei dann auch Regen vorhergesagt.

Lebensmittel Nummer 1

Deutsches Trinkwasser ist eines der am besten kontrollierten Lebensmittel und von erstklassiger Qualität, sagt der Verein Forum Trinkwasser (Frankfurt/Main). Zudem biete das Trinken von Leitungswasser viele Vorteile. Es sei nicht nur ein kalorienfreier Durstlöscher, sondern preiswert, umweltschonend und jederzeit und nahezu überall verfügbar. Institutionen empfehlen es als geeigneten Durstlöscher, so die Deutsche Gesellschaft für Ernährung oder der Bund für Umwelt und Naturschutz. (ule)

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