Wendejubiläum mit Beethovens Neunter

Mein Penig: Wenn die ganze Republik am 3. Oktober nächsten Jahres 30 Jahre deutsche Einheit feiert, will Penig dabei sein. Doch statt einer großen Party gibt es klassische Musik von der Vogtland Philharmonie.

Penig.

Das 30. Jubiläum des Tages der Deutschen Einheit soll in Penig kommendes Jahr groß gefeiert werden. Deshalb laufen die Vorbereitungen für die Festlichkeiten ein reichliches Jahr vorher bereits an. Dabei setzt Penig auf alte Bekannte: Die Musiker der Vogtland Philharmonie sollen erneut in der Stadt auftreten. Geplant ist ein Konzert in der Stadtkirche, bei dem die neunte Sinfonie von Ludwig van Beethoven erklingt.

"Der Vorschlag kam von mir", erklärt Manuela Tschök-Engelhardt, Pressesprecherin der Stadt. "Wir hatten bereits vor zehn Jahren, zum 20. Jubiläum des Nationalfeiertages, ein Orchester eingeladen, das die Sinfonie spielte. Die Resonanz der Besucher war sehr gut. Es ist Musik, die das Herz ein bisschen weitet." Auch Peniger, die nicht die Möglichkeit hätten, größere Konzerthäuser in der Region zu besuchen, könnten so einmal die neunte Sinfonie, live von einem Orchester gespielt, erleben, so Tschök-Engelhardt.


Doch die Organisation sei anspruchsvoll. "Wir haben für das Jahr 2020 so viele Termine, das bindet all unsere Kräfte. Da muss man gut vorausplanen", sagt die Pressesprecherin. Das Jahr 2020 startet mit dem Neujahrskonzert im Januar, es folgen die Bürgermeisterwahl, die dritte Auflage des Open-Air-Konzerts Philharmonic Rock, das traditionelle Stadtfest und dann eben das Jubiläum der Deutschen Wiedervereinigung.

Die Vogtland Philharmonie ist in Penig nicht unbekannt. Die zweite Auflage von Philharmonic Rock, die im Juni stattfand, haben mehr als 800 Gäste besucht, und die Stadt habe viele positive Rückmeldungen erhalten, sagt die Pressesprecherin.

Die Peniger Stadträte stimmten den Konzertplänen für das Wendejubiläum bei ihrer Sitzung vergangene Woche zu. Für die Veranstaltungskosten von rund 17.000 Euro werde die Stadt Fördermittel in Höhe von 4250 Euro beim Kulturraum Erzgebirge-Mittelsachsen beantragen.


Penig punktet durch die Lage

Inmitten von Wiesen und Feldern und nicht weit entfernt von den Großstädten Chemnitz und Leipzig - mit ihrer Lage punktet Penig bei Zugezogenen, die in der knapp 9000 Einwohner zählenden Stadt eine neue Heimat gefunden haben. Die "Freie Presse" hat drei Peniger gefragt, was sie an der Stadt besonders schätzen.

Susann Hartmann: Die 31-Jährige ist vor zwei Jahren nach Penig gezogen. Ursprünglich stammt sie aus Lunzenau, doch sie ist aufgrund ihrer Arbeit im Nagelstudio umgezogen. Besonders schön an Penig, findet sie den Ausgleich zwischen Wohnfläche und Landschaft.

Manuela Köhler: Die 50-Jährige wohnt gerne in Arnsdorf - einem Ortsteil von Penig - weil sie die ruhige und familiäre Gegend sehr mag. Sie ist von Chemnitz nach Penig gezogen, hat dort zwei Jahre gewohnt und ist dann nach Arnsdorf umgezogen. Sie wohnt dort, weil ihre Familie in der Nähe ist. Da sie selbst auch auf dem Land aufgewachsen ist, wollte sie ihrem Kind das Gleiche ermöglichen.

Ulrich Kästner: Er lebe gern in Penig, da man alles, was man braucht in Nähe habe. Zum Beispiel die Autobahnanbindungen, durch die man schnell nach Chemnitz oder Leipzig kommt. Für die Kinder gibt es genug Schulen und Kindergärten, und in der Freizeit kann man die Köbe und das Freibad besuchen oder einen Spaziergang durch das Muldental machen. Man findet auch genügend Einkaufsmöglichkeiten, wie Lidl, Rewe oder Penny. (cbo)

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