Wenn Ortsgeschichte greifbar wird

Chursdorf hat wieder eine Heimatstube. Für die Präsentation der Zeitzeugen hat der Heimatverein ein besonderes Konzept. Ende nächster Woche wird Eröffnung gefeiert.

Chursdorf.

Die Zeit, in der Raumprobleme geklärt werden und Zeitzeugen der Chursdorfer Ortsgeschichte in irgendwelchen Kisten lagern mussten, ist nun vorbei. Nach Monaten Aufbauarbeit kann der im März 2018 gegründete Heimatverein am Freitag nächster Woche im Bürgerhaus seine Heimatstube eröffnen. Das kleine Museum, das zahlreiche Exponate der Dorfgeschichte, darunter viele Dauerleihgaben von Einwohnern des Ortes, beherbergt, verfügt nunmehr über drei Räume. Im großen und in einem Nebenraum werden die Ausstellungsstücke gezeigt, ein dritter Raum wird zum Büro.

"Die Monate nach dem unfreiwilligen Wechsel in diese Räume haben wir als Chance begriffen und das Projekt Heimatstube zum Laufen gebracht", sagt Maik Otto, der Vorsitzende des Heimatvereins. Die Chursdorfer Popys, die als Sportverein den Hauptraum genutzt hatten, haben im vorigen Jahr im hinteren Teil des Gebäudes ihren Sportraum bezogen, sodass der leergezogene Raum nun die Heimatstube beherbergen kann.


Es gebe trotzdem noch viel zu tun. Denn jede Menge historisches Material, das sich zurzeit noch in Kisten und Ordnern befindet, müsse gesichtet, geordnet, katalogisiert und digitalisiert werden. Dieser Aufgabe, so erklärt Vereinschef Otto, werde sich Ortschronist Klaus Oehmig annehmen. Für ihn werde daher in einem der drei Räume ein Büro eingerichtet.

Für dessen Ausstattung werde noch einiges an Technik, so beispielsweise für das Archivieren, benötigt. "Da würden wir uns über Spenden freuen", fährt Otto fort. Außerdem benötige der Heimatverein für Vorträge und Präsentationen entsprechende Ausrüstung. Der Hauptraum, in dem große Teile der Ausstellung stehen, soll nach der Eröffnung auch als Raum für Vorträge zur Heimatgeschichte genutzt werden. Zudem tagen dort der Ortschaftsrat und der Kirchenkreis.

Der knapp 15 Mitglieder zählende Heimatverein, den die Stadt Penig mit Geld aus dem Vereinsfördertopf unterstützt hat, hat das Konzept für die Heimatstube etwas verändert. "Wir wollen nicht, wie vorher, hier eine Dauerausstellung etablieren, in der ständig alle Exponate gezeigt werden", erläutert Otto. "Vielmehr wollen wir, themenbezogen oder zu verschiedenen Anlässen, kleinere Ausstellungen mit Exponaten, die zum jeweiligen Thema passen, zeitlich begrenzt durchführen." Festgelegt werde noch, an welchen Tagen und zu welchen Zeiten die Heimatstube besichtigt werden kann. Auch außerhalb werde es Termine geben.

Eröffnung der Chursdorfer Heimatstube am Freitag, dem 17. Mai, 17 Uhr im Bürgerhaus, Landgutweg 16. Gestaltet wird die Feier mit geladenen Gästen von den fröhlichen Sängern aus Rochsburg. Der Heimatverein wird über seine Ziele und Aufgaben informieren. Interessierte können sich per E-Mail noch für die Eröffnungsfeier anmelden unter: heimatvereinchursdorf@gmx.de

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