"Wir brauchen keine teuren Entertainer"

In rund acht Wochen öffnet der Geringswalder Weihnachtsmarkt seine Türen - Der Heimat- und Kulturverein setzt auf Lokalkolorit

Geringswalde.

Zum Stand der Vorbereitungen und darüber, was die Besucher in diesem Jahr erwartet, sprach Marion Gründler mit Birgit Lietz, der Chefin des Heimat- und Kulturvereins (HKV).

Freie Presse: Frau Lietz, der erste Advent scheint noch weit weg. Tut sich überhaupt schon etwas hinter den Kulissen?

Birgit Lietz: Wir haben uns mit unserem Bürgermeister, Vertreterinnen der hiesigen Kitas und einem Teil der Geringswalder Vereine zum wiederholten Mal getroffen. Die Vorzeichen für die Neuauflage des Weihnachtsmarktes sind sehr gute. Die gilt es jetzt auszubauen.

Wie genau soll das aussehen?

Wir wollen das gesamte Ambiente erweitern. So wird es das Kaffestübchen im Ratskeller wieder geben, das viele Geringswalder in den vergangenen zwei Jahren vermisst hatten. Im Zusammenhang mit der Interimslösung für die Schulspeisung hatte die Stadt die Innenräume auffrischen lassen. Das kommt uns natürlich entgegen. Das Lokal ist dadurch wieder vorzeigbar.

Das Programm für Samstagabend gilt jeweils als Höhepunkt des ersten Wochenendes im Advent. Womit können die Besucher rechnen?

Wir setzen auf Lokalkolorit. Konkret sieht es so aus, dass etliche künstlerisch talentierte Mitglieder aus Vereinen ein Programm aus eigener Kraft stemmen. Wir brauchen keine teuren Entertainer.

Die Geringswalder Kirchgemeinde wird auch eingebunden sein?

Auf jeden Fall! Der Weihnachtsmarkt kann atmosphärisch nur gewinnen. So wird etwa der Posaunenchor vom Balkon des Rathauses das Fest eröffnen, und im Rahmen der "Offenen Kirchentür" trägt die Gemeinde mit einer Weihnachtsgeschichte am alten Taufstein, dem beliebten Adventsliedersingen und festlicher Außenbeleuchtung zum schlüssigen Gesamtkonzept bei. Denn neben Markt und Kirche sind die Grundschule am Lutherplatz und deren Außengelände genauso mit eingebunden.

Und woran halten Sie fest?

Unbedingt an unserer Tombola. Die ist tatsächlich zu einer Art Selbstläufer geworden. Neben Handwerk und Industrie kommen auch Geringswalder Einwohner auf uns zu und füllen den Spendentopf mit Sach- oder Geldspenden. Das finde ich genauso beeindruckend wie die Tatsache, dass fleißige Frauen unseren Kuchenbasar an beiden Tagen bestücken werden. Oder Vereine und Unternehmen, die uns ihre Hausmeister schicken, damit die Vorbereitungen gestemmt und hinterher alles wieder abgebaut werden kann.

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