Wissenschaftliche Hilfe für Heimatstube

Um die Exponate zur Chursdorfer Heimatgeschichte wieder öffentlich präsentieren zu können, holt sich der Heimatverein Unterstützung von einer Leipziger Hochschule.

Maik Otto - Vorsitzender des Heimatvereins Chursdorf

Für Sie berichtet: Uwe Lemke

Maik Otto weiß, dass dieses Vorhaben nicht von heute auf morgen zu stemmen ist. Doch der Chef des Heimatvereins Chursdorf und seine Mitstreiter sind fest entschlossen, die zurzeit in einem Raum des Bürgerhauses lagernden Exponate wieder für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen und eine Ausstellung zu etablieren. In das Projekt Heimatstube einbezogen werden soll auch die Leipziger Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK).

"Eine Professorin hat sich drei Stunden lang bei uns umgeschaut, um sich ein Bild von der Örtlichkeit und den Exponaten zu machen", berichtet Maik Otto und ist zuversichtlich, dass eine Zusammenarbeit zustande kommt. Beide Seiten könnten sich vorstellen, dass Studenten innerhalb einer Master- oder Bachelor-Arbeit das Thema betreuen. "Es geht erst einmal darum, das Vorhandene zu sichten, zu katalogisieren und eine Konzeption zu erarbeiten, nach der die Heimatstube dann aufgebaut werden kann", so Maik Otto. Entstehen müsse kein klassisches Museum mit Regalen, in denen die Exponate ständig ausgestellt werden, sagt der Vereinschef. Denn dazu reiche der Platz in der Heimatstube nicht aus. Denkbar wäre, dass nur ein kleiner Teil der Ausstellungsstücke, die symbolisch für die Entwicklung Chursdorfs seien, gezeigt werden. Hin und wieder, beispielsweise zu verschiedenen Anlässen, könnten auch Ausstellungen stattfinden. Vordergründig gehe es bei der Zusammenarbeit mit der HTWK aber darum, den Bestand an Exponaten zu katalogisieren und zu ordnen. Mit der Stadtverwaltung Penig sollen nun Gespräche wegen des Mietvertrages geführt werden. Der Heimatverein plane, die Gemeinnützigkeit zu erlangen.

Ziel sei, dass die Heimatstube ihr Schattendasein beendet und aus dem jetzigen Lagerraum des Bürgerhauses wieder in den größeren Raum daneben umziehen kann. "Diese Dinge sind zu wertvoll, um sie in Kisten verrotten zu lassen", sagt Maik Otto.

Die Chursdorfer Popys, die als Sportverein den Raum genutzt hatten, haben inzwischen weiter hinten im Gebäude ihren Sportraum bezogen, sodass der leergezogene Raum nun wieder die Heimatstube beherbergen könnte. In der Peniger Stadtverwaltung stoßen die Pläne des Heimatvereins auf offene Ohren,

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