Wochenstart mit zwei neuen Buslinien

Auf Initiative der Stadt Penig werden ab Montag weitere Ortsteile per Bus mit der Kernstadt vernetzt. Ob das Angebot eine Zukunft hat, hängt von den Fahrgästen selbst ab.

Penig.

Für die Bewohner mehrerer Ortsteile wird ab Montag die Fahrt nach Penig leichter als bisher. Denn dann gehen die neuen Ortsbuslinien 651 Penig-Amerika-Arnsdorf-Penig und 653 Penig-Zinnberg-Tauscha-Chursdorf-Penig in Betrieb. Der erste Bus dieses neuen Nahverkehrsangebotes wird am Montag, 8.36 Uhr an der Haltestelle am Elysium in Zinnberg in Richtung Penig abfahren.

"Wir werden Kleinbusse auf diesen beiden Linien einsetzen. Das neue Angebot wird in bereits vorhandene Dienstabläufe eingebunden", sagt Henning Schmidt, Fachbereichsleiter bei Regiobus. Jeweils montags bis freitags, außer an Feiertagen, sollen die Busse fahren.

Rund 30.000 Euro pro Jahr lässt sich die Stadt Penig die neuen Linien kosten. Bürgermeister Thomas Eulenberger (CDU) hatte sich im Frühjahr dafür stark gemacht. Denn er wollte den sächsischen Ministerpräsidenten Michael Kretschmer (CDU) beim Wort nehmen. Dieser hatte kurz vorher bei einer Veranstaltung in Rochlitz erklärt: "Der öffentliche Personennahverkehr muss sich der Lebenswirklichkeit anpassen." Für Eulenberger gehört zur "Lebenswirklichkeit", dass der nördliche Bereich seiner Stadt unzureichend per Bus erschlossen ist. Stadt, Regiobus und Landkreis führten daraufhin Verhandlungen zur Finanzierung dieses neuen Angebotes.

Für ewig in Stein gemeißelt ist es allerdings nicht, wie Stadt und Regiobus bereits mehrfach betonten. "Nach einem halben Jahr werden wir ein Resümee ziehen. Dann wird sich zeigen, ob die Leute tatsächlich dieses Angebot gebraucht haben", so Henning Schmidt. Er und auch die Peniger Stadtverwaltung machten daraufhin deutlich, dass die zwei neuen Buslinien vorerst bis zum Jahr 2020 geplant sind. Bis dahin werde ständig geprüft, wie die Resonanz der Fahrgäste ausfällt und wie viele Fahrgäste die Busse am Ende tatsächlich nutzen.

In den vergangenen Wochen wurden zudem Haltstellen geschaffen beziehungsweise optimiert. Am früheren Bahnhof Amerika beispielsweise wurde für 2500Euro der Innenradius verbreitert, damit die Busse die dortige Haltstelle erreichen und ungehindert weiterfahren können. Erstmals wird am Montag ein Bus der Linie 651 die dortige Haltestelle ansteuern.

Trotz Freude über die beiden neuen Linien macht sich beispielsweise in der Ortslage Dittmannsdorf Enttäuschung breit, da sich Anwohner weiterhin abgehängt fühlen. Obwohl CDU-Stadtrat Marco Mädler dieses Problem mehrfach öffentlich angesprochen hatte, scheint eine Lösung für sie derzeit nicht in Sicht.

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