Zettlitzer Krippenkinder ziehen um

Mit dem Gebäudekomplex "An der Kirche" verwaltet die Gemeinde ein schwieriges Erbe. Der Leerstand ist erheblich. Die Pläne, das zu ändern, nehmen aber Gestalt an.

Zettlitz.

Bürgermeister Steffen Dathe (parteilos) hat gute Nachrichten zu Beginn des Jahres: "Die Planung für den Umbau der Kindereinrichtung 'Sonnenschein' steht." Kosten: etwa 278.000 Euro. Was die Zettlitzer vor haben, läuft darauf hinaus, die jetzige Immobilie, die zum Gebäudekomplex "An der Kirche" gehört, komplett für die Nutzung als Kindertagesstätte herzurichten. Denn nach dem Umzug der Förderschule nach Rochlitz ins Berufliche Schulzentrum sind im Kita-Haus die ehemals von den Förderschülern genutzten Räume der sogenannten Lehr-Wohnung im Erdgeschoss frei geworden. Darin soll nach Plänen der Gemeinde nun der gesamte Krippenbereich untergebracht werden. Dieser befindet derzeit im Gebäude der einstigen Mittelschule. Das hat Nachteile. "Am Gebäude ist keinerlei Sonnenschutz installiert", sagt Kita-Chefin Katrin Zimmermann. Zudem sei es für Eltern und Erzieherinnen mühsam, die Jüngsten über zwei Stockwerke auf dem Arm hoch- und wieder herunterzutragen. So habe die Lösung mit Krippenbereich im Untergeschoss des Kita-Hauses Charme. Sie böte zudem die Möglichkeit, einen der Räume der ehemaligen Lehr-Wohnung etwa für Werken und Basteln zu nutzen oder ein Kinder-Restaurant einzurichten, in dem dann alle gemeinsam essen. "Wir freuen uns riesig auf all die Neuerungen", sagt Katrin Zimmermann.

Während des Umbaus erhält das Haus zudem einen zweiten Rettungsweg. Den mahnt etwa Udo Tilch als Gemeinderat und Chef der Gemeindefeuerwehr schon lange an. "Geplant ist, die Treppe an der Nordseite des Gebäudes anzubringen", erklärt Steffen Dathe. Der Bau hätte zur Folge, dass der angrenzende Spielplatz der Kita umgestaltet werden muss. "Doch das dürfte kein Problem sein. Wir haben ausreichend Platz." Steht die Rettungstreppe, kann zudem der vorhandene Turnraum im Gebäude wieder benutzt werden. "Aus Gründen der Sicherheit mussten wir den Raum vor längerer Zeit sperren. Seitdem steht er leer, und das ist schade", erläutert Dathe.

Und man denkt noch ein Stück weiter in Zettlitz. Zieht die Krippe in das Kita-Haus um, dann steht das einstige Mittelschulgebäude komplett leer. Damit wäre dort Platz für die Einrichtung einer neuen Grundschule. Dies schwebt den Gemeindeentscheidern seit Bekanntwerden der Anzahl an Grundschülern vor, die in Rochlitz in den kommenden Jahren eingeschult werden sollen. Statt Enge in Rochlitzer Klassenzimmern, würde diese Grundschule auf dem Land viel Platz bieten und außerdem wieder mehr Leben in den Ort bringen. Die Kita-Chefin steht dem Vorhaben, eine Grundschule einzurichten, aufgeschlossen gegenüber. "Zum Beispiel für die Vorschularbeit wäre eine Symbiose zwischen Kita und Grundschule ideal."

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