Ziel: Ärztliche Versorgung vor Ort sichern

Wahlen 2019: Zwei Parteien und eine Vereinigung stellen sich am 26. Mai zur Wahl für den neuen Lunzenauer Stadtrat. "Freie Presse" hat sie befragt.

Lunzenau.

3547 Wahlberechtigte sind am 26. Mai aufgerufen, ihre Stimme für den neuen Lunzenauer Stadtrat, den Kreistag und das EU-Parlament abzugeben. Dies können sie in einem der acht Wahllokale oder einem Briefwahllokal tun, teilt Beate Steinert, die Vorsitzende des Gemeindewahlausschusses, mit.

Das kleinste Wahllokal befindet sich mit 138 Wahlberechtigten in der Muldental Agrargesellschaft im Ortsteil Cossen. Mit 853 Wahlberechtigten das größte Wahllokal ist in der Lunzenauer Kindertagesstätte "Spatzennest" untergebracht. Bislang seien rund 300 Wahlscheine für Briefwähler ausgestellt worden. "Wir rechnen mit etwa 400 Briefwählern", so Beate Steinert.


Für einen reibungslosen Ablauf der Wahl sollen 61 Wahlhelfer sorgen. Nicht nur erfahrene, sondern auch neue Mitstreiter seien dabei. "In diesem Jahr freute uns ganz besonders, dass sich Freiwillige zur Mitarbeit in den Wahlvorständen bereit erklärt haben, obwohl sie gar nicht angesprochen wurden", sagt die Wahlchefin. Etwa 30 Prozent der Helfer kämen aus der Verwaltung, der Rest setze sich aus Bürgerinnen und Bürgern der Stadt und der Ortsteile zusammen. "Die Vorbereitungen laufen planmäßig, und wir sind gut gerüstet. Die Auszählverfahren, insbesondere das Ausfüllen der Niederschriften, verlangt von den ehrenamtlichen Helfern wegen der Kompliziertheit einiges ab. Deshalb ist deren Einsatz nicht hoch genug zu würdigen", sagt Beate Steinert.

Wahlen: Eine Übersicht sämtlicher bisher erschienener Artikel zu den Wahlen 2019 in Mittelsachsen finden Sie im Internet. www.freiepresse.de/wahlmittel- sachsen

CDU

Straßen und Radwege: Sanierung und Ausbau von Straßen sind seit Jahren wichtige Aspekte unserer Kommunalpolitik. Hier erwarten wir mehr Unterstützung bei der Verbesserung der Kreis- und Staatsstraßen. In den nächsten Jahren haben wir mit dem Ausbau der Bergstraße in Rochsburg ein Mammutprojekt.

Kitas und Schulen: Unsere Kindergärten sind baulich in sehr gutem Zustand, lediglich Erhaltungsmaßnahmen sind notwendig. Es gibt auch keine Wartelisten! Mit dem geplanten Anbau an die Ev. Oberschule und weiterer Investitionen in die Grundschule werden die Lernbedingungen noch besser werden.

Einkaufen und Wirtschaft: Einkaufsmöglichkeiten im Rahmen einer Grundversorgung sind bei uns ausreichend. Natürlich würden wir uns mehr geöffnete Geschäfte wünschen, aber leider haben wir darauf nur wenig Einflussmöglichkeiten. Die großen Center sind für unsere kleinen Geschäfte eine große Konkurrenz.

Ärztliche Versorgung: Die ärztliche Grundversorgung ist mit drei Allgemeinmedizinern und drei Zahnärzten gegeben. Hier müssen wir sehen, wie wir diese gute Grundversorgung auf Dauer sichern können.

FWL 

Straßen und Radwege: Situation ist vollkommen unbefriedigend. Alles dauert viel zu lang! Die finanzielle Ausstattung der Stadt müsste viel besser sein, um eigenständig etwas bewirken zu können. Trotz ständiger Anmahnung gibt es in der Stadt immer noch keine "Wegekonzeption" (Analyse und Zielsetzung).

Kitas und Schulen: Genießen unsere oberste Priorität. Die geplante Erweiterung der "EOS" setzt richtige Zeichen. Das Ganztagsangebot muss unbedingt erweitert werden. Dabei denke ich besonders an Chor und Instrumentalausbildung.

Einkaufen und Wirtschaft: Die jetzige Verkaufsstruktur sollte dringend erhalten bleiben. Um unsere Unternehmer zu fördern, sind optimale Bedingungen zu schaffen. Dazu gehören neben dem schnellen Internet auch ein funktionierender Nahverkehr und an den Haltepunkten "Buswartehäuschen".

Ärztliche Versorgung: Hier sind wir ganz gut aufgestellt und ich hoffe sehr auf die Verantwortungsbereitschaft der Ärzteschaft, dass es so bleibt. Aus meiner Sicht können wir nur versuchen, günstige Bedingungen zu schaffen, um die Praxen dauerhaft zu erhalten.

Die Linke

Straßen und Radwege: Radwege für Schüler und Alltagsverkehr. Vorhandene Radwege ständig pflegen. Anschluss Chemnitztalradweg an Mulderadweg. Instandhaltung der Straßen in allen Ortsteilen, nicht nur in Berthelsdorf.

Kitas und Schulen: Kostengünstiges Essen für alle Schüler. Ausreichend Plätze zur Verfügung stellen. Kostenloser Transport der Schüler. Staatliche Mittelschule auch in Lunzenau und keine christliche "Bezahlschule".

Einkaufen und Wirtschaft: Keine Solaranlagen auf freie Flächen, sondern auf Dächer. Die willkürliche Regenwassersteuer abschaffen, dafür Versiegelung von Flächen besteuern. Öffentlichen Nahverkehr verbessern (Bahnhof Cossen).

Ärztliche Versorgung: An Nachwuchs für Ärzte denken, und nicht wie bei der Stadtverwaltung durch Sparen Personalmangel und Arbeitsüberlastung zu verursachen. Lange Wege und Wartezeiten bei Spezialärzten vermeiden. Gilt auch für Behördengänge.

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