Zweiter Anlauf gescheitert

Nach der Schließung des Jugendclubs gibt es in Geringswalde keinen Treffpunkt für junge Leute mehr.

Geringswalde.

Der für Samstagnachmittag im Geringswalder Freibad angesetzte Jugendstammtisch hat erneut keine Kinder und Jugendlichen der Stadt angelockt. "Der Widerhall war gleich Null", konstatierte Bürgermeister Thomas Arnold (parteilos), der dazu eingeladen hatte. "Wir wollten wissen, wo Geringswalder Kindern und Jugendlichen der Schuh drückt", sagte der Stadtchef. Gefragt wären Ideen oder fertige Projekte gewesen, die mit Unterstützung der Stadtverwaltung hätten umgesetzt werden können.

Der geplante Treff im Freibad war der nunmehr zweite seiner Art ohne Gäste. Bereits im Oktober hatte die Stadtverwaltung ein Termin im Ratssaal des Rathauses angesetzt, zu dem sich keine Gäste zeigten. Ob ein drittes Mal Anlauf genommen werden soll, ließ Arnold am Samstag offen.

Die Forderung nach einem Jugendstammtisch kommt regelmäßig etwa von Linke-Kommunalpolitiker Robert Sobolewski. Erst recht, seit im Herbst 2016 der Jugendfreizeittreff an der Erich-Zeigner-Straße schließen musste. Grund war fehlendes Fachpersonal, um den Club zu leiten. Der Verein Muldentaler Jugendhäuser als Träger hatte sich nach monatelangem Anstrengungen, die Stelle zu besetzen, aus der Kommune zurückgezogen.

Die Bemühungen der Linksfraktion, den Club in kommunale Regie zu nehmen, scheiterten bislang an bürokratischen Hürden. Bei einem frei gewählten Clubrat müsste wenigstens ein Mitglied die Qualifikation einer Jugendleiter-Card vorweisen sowie eine Person über 18 Jahre die Verbindung zur Stadt halten.

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