Zwischen den Absolventen liegen 37 Lebensjahre

An der Hochschule haben 1211 Studierende jetzt ihren Abschluss gefeiert: Paul Heiber ist erst 20, Ines Oschem 57 Jahre alt.

Mittweida.

Auf dem Technikumplatz vor dem Haupthaus der Hochschule sind am Donnerstag und Freitag wieder die Hüte geflogen. Etwa 370 Absolventen nahmen an zwei Exmatrikulationsfeiern teil. Laut Hochschulsprecher Helmut Hammer konnten insgesamt 1211 Studierende ihr Studium in Mittweida erfolgreich abschließen.

Der jüngste Absolvent ist im April erst 20 Jahre alt geworden. Er heißt Paul Heiber und stammt aus Fürth. Er hat Sportjournalismus und Sportmanagement an der Partnerakademie Campus M21 in Nürnberg studiert, seinen Abschluss als Bachelor in Mittweida gemacht. Sein Abiturzeugnis hatte er als 17-Jähriger in den Händen, weil er die erste Klasse überspringen durfte. Die Studienwahl war für ihn früh klar - sein Vater ist Sportjournalist beim Fußballfachblatt "kicker". Heiber spielte selbst Eishockey, die sportliche Karriere endete aber mit 18 Jahren wegen einer Knieverletzung.

"In Mittweida war ich nur für etwa sechs Wochen", erzählt er. "Es ist hier sehr, sehr ruhig, aber doch ein schönes Städtchen." Die Entscheidung für die private Hochschule habe er nie bereut, die 750 Euro Studiengebühr pro Monat seien gut angelegtes Geld. "Wir hatten eine sehr individuelle Betreuung, viele namhafte Dozenten", blickt Heiber zurück.

Mit 57 Jahren ist Ines Oschem die älteste Absolventin. Sie habe sich sehr spät für ein Studium der sozialen Arbeit entschieden, berufsbegleitend. In der DDR hatte sie ihren Abschluss nach der zehnten Klasse, wurde dann Heilerzieherin. In dem Beruf arbeitet sie in Crimmitschau bis heute und will es auch weiterhin tun. Sie kümmert sich dort um Alleinerziehende. Ein Studium habe sie einfach noch gereizt. "Ich bin halt so ein Typ, der immer etwas am Laufen hat", erläutert sie ihr Lebensmotto. Manchmal habe sie sich schon gefragt, ab das Studium das Richtige sei. Die Bestätigung gab es am Freitag mit der Exmatrikulationsfeier. Das Alter hat für sie keine Rolle gespielt. "Ich arbeite ja auch mit jungen Leuten zusammen", erklärt die Crimmitschauerin.

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