Museumsverein kauft Gemälde zu Görlitzer Malerwinkel an

Görlitz (dpa/sn) - Das Kulturhistorische Museum Görlitz hat mit dem Gemälde eines lokalen Künstlers aus Privatbesitz auch ein Stück Kulturgeschichte der Stadt erhalten. Der Freundeskreis der Sammlungen kaufte das Bild vom Görlitzer Malerwinkel von Moritz Werner, wie die Stadt am Mittwoch mitteilte. Der von ihm 1914 festgehaltene Blick von der Bäckerstraße über die heute verschwundene Hinterhofbebauung zum Rathausturm sei ein bei Künstlern beliebtes, pittoreskes Motiv gewesen.

Das Werk in spätromantischem Stil porträtiert den Angaben nach auch den Kohlenhändler Moritz Roeder vor seiner Hofeinfahrt, Fuhrwerk und Handwagen im Hintergrund sowie der Firmenname verweisen auf dessen Geschäftsbetrieb. Werner gehöre zu den in Vergessenheit geratenen Künstlern der Stadt, er wurde zwischen 1888 und 1926 als «Kunstmaler» in den Adressbüchern geführt. Für das Kulturhistorische Museum ist der Neuzugang eine «wertvolle Ergänzung» des bisher nur wenige Werke umfassenden Werner-Bestandes.

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