Nächste Überraschung im Blick

Die Fußballer des SSV Königshain-Wiederau wollen im Kreispokal- Viertelfinale den nächsten Favoriten ärgern. Dieser reist mit Respekt an.

Königshain-Wiederau/Mulda.

Im Training haben die Fußballer des SSV Königshain-Wiederau noch Abstand gehalten. Am Sonntag wollen sie die Zweikämpfe intensiver führen: Als krasser Außenseiter empfängt der Kreisligist dann in Wechselburg den zwei Ligen höher angesiedelten TSV Großwaltersdorf/Eppendorf.

"Wir haben mit Langhennersdorf im Achtelfinale ein ähnliches Kaliber geschlagen", sagt der Wiederauer Trainer Heiko Heinig. "Warum sollte uns das nicht auch am Sonntag gelingen?" Seit gut einem Monat trainiert die Mannschaft wieder. Besonders in den vergangenen zwei Wochen habe die Mannschaft auch konditionell die Grundlagen fürs Pokalspiel gelegt, so der Coach. Der schnelle SSV-Stürmer Moritz Meier wird dem Team aber nicht zur Verfügung stehen. Er laboriert immer noch an den Folgen eines Skiunfalls.

Die Verantwortlichen des TSV Großwaltersdorf/Eppendorf fahren mit Respekt nach Wechselburg. "Unser Gegner hat immerhin Langhennersdorf ausgeschaltet. Das sollte uns Warnung genug sein", sagt der Großwaltersdorfer Trainer Robert Hohlfeld. Auch er hat mit seiner Truppe die Übungseinheiten wieder aufgenommen und spricht von einer kollektiven Freude, dass es weiter geht. "Der Pokal steht jetzt völlig im Blickpunkt. Manch anderer wäre jetzt sicherlich gern dabei", macht sich Hohlfeld Gedanken. Er wisse, dass die Partie beim in Wechselburg kein Selbstläufer wird. Sein Team testete am Dienstag beim Chemnitzer Stadtligisten SV Eiche Reichenbrand. Die Partie, die auf Wunsch der Gastgeber nur über zweimal 35Minuten ausgetragen wurde, gewannen die Mittelsachsen mit 6:3 und zeigten sich in der Offensive sehr effektiv. "Aber das am Sonntag wird ein anderes Spiel", mutmaßt Hohlfeld.

Beim SV Mulda sind die Kicker sehr froh, dass der Ball wieder rollt. "Wir haben die Nachricht von der Fortsetzung des Pokalwettbewerbs positiv aufgenommen und sind glücklich, in einen Wettkampfmodus zu kommen", sagt Muldas Spielertrainer Andy Lippmann. Den richtigen Rhythmus habe seine Truppe zwar nach der Zwangspause noch nicht gefunden, doch der Ehrgeiz sei bei allen Spielern da, in die nächste Runde einziehen zu wollen. Lippmann dürfte gegen den TSV Flöha einen gut bestückten Kader zur Verfügung haben. Sein Gegenüber Mirko Schwoy beziffert die Chancenverteilung auf das Weiterkommen mit 50 zu 50. "Wir sind den Umständen entsprechend seit drei Wochen wieder im Training. Und da hat sich schnell gezeigt, dass meine Jungs alle richtig geil auf Fußball sind", bringt es Schwoy locker auf den Punkt. "Ob unser Training aber bis dahin tatsächlich reicht, um den Gegner zu schlagen, ist für mich fraglich", will sich der Flöhaer Übungsleiter nicht zu weit aus dem Fenster lehnen.

Im dritten Spiel hat der SV Fortschritt Lunzenau im Mittelsachsenklasse-Duell bei Wacker Auerswalde ein hartes Brett zu bohren. "Es wird schwer für uns", sagt Fortschritt-Trainer Lars Berger. "Trotz der langen Pause fehlen uns einige Akteure, auch wegen Gelbsperren."

Landesklasse-Aufsteiger SV Fortuna Langenau hat zwar ebenfalls das Viertelfinal-Ticket gebucht, bekam aber schon vor der Austragung der Partien einen Freifahrtschein in die Vorschlussrunde ausgestellt. Denn Gegner Riechberger FC hat das Spiel schon jetzt kampflos abgegeben. "Wir hätten gern gespielt und am Telefon vielleicht im Vorfeld miteinander reden sollen. So wäre es eventuell möglich gewesen, die Absage zu verhindern", sagte Fortuna-Trainer Matthias Zänker. Im Lostopf ist seine Mannschaft dann am Sonntag auf jeden Fall. Nach dem Pokalspiel in Wechselburg werden vor Ort gleich die Paarungen für die Halbfinalspiele, die am 28. Juni ausgetragen werden sollen, gezogen. Bei allen Partien am Sonntag herrschen strenge Hygienevorschriften. Zuschauer dürfen die Sportstätten nicht betreten.

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