Nach dem Virus kam der Hass

Bernsdorf ist nicht mehr Westsachsens größter Corona-Hotspot. Doch so manche Wunden müssen erst noch verheilen.

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Coronavirus: Unser Angebot zur Lage in Sachsen, Deutschland und der Welt

7Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 13
    1
    Hankman
    19.04.2020

    @christophdoerffel: Ich teile Ihre fatalistische Meinung nicht. Mag sein, dass man das Virus ohne einen Impfstoff nicht besiegen kann. Aber man kann seine Ausbreitung eindämmen, es unter Kontrolle bringen. Man kann verhindern, dass sich das ganze Land ansteckt und Hunderttausende sterben. Indem man Kontakte minimiert, das gesellschaftliche Leben runterfährt, die Hygiene verbessert usw. Die Chinesen haben es vorgemacht. Ja, das Virus wird uns eine ganze Weile beschäftigen und uns noch lange einschränken. Aber von vornherein zu sagen, man kann eh nichts machen, lasst es halt passieren, das halte ich für falsch.

    Was den Umgang mit der Frau in Bernsdorf betrifft: Mies, sehr mies. So ist aber leider die menschliche Natur. Und im dörflichen Mikrokosmos ist alles noch ein wenig schlimmer. Man kann hier nur geduldig versuchen aufzuklären, Gespräche führen, um Verständnis werben. Nach allem, was bis jetzt bekannt ist, kann man der Physiotherapeutin keinen Vorwurf machen. Woher hätte sie in den ersten Tagen wissen sollen, dass sie sich angesteckt hat? Das ist ja das Problem bei diesem Virus: Man kann andere anstecken, noch bevor man Symptome hat, also noch bevor man von der eigenen Infektion weiß. Man kann nur hoffen, dass die Leute sich irgendwann wieder beruhigen und nachdenken.

  • 26
    4
    872889
    18.04.2020

    Ja, so ist das halt auf dem Dorf... Traurig, traurig.

  • 12
    30
    christophdoerffel
    18.04.2020

    Das sind die Nebenwirkungen der Kommunikationsstrategie des Innenministeriums.
    https://www.abgeordnetenwatch.de/blog/informationsfreiheit/das-interne-strategiepapier-des-innenministeriums-zur-corona-pandemie

    Angst war noch nie ein guter Ratgeber und die Propaganda des Gesundheitsministeriums, nach der wir Corona durch 'stay-at-home' etc. besiegen können, wenn ALLE mitmachen tut ihr übriges.
    ?
    Nein, wir können Corona nicht besiegen (außer durch einen Impfstoff, den wir nicht haben). Ja, ein Großteil der Bevölkerung wird es wahrscheinlich bekommen und es wird dann viele tausend Tote geben. Das ist grausam für die Betroffenen und ihre Angehörigen, aber kaum zu verhindern. Mit Naturkatastrophen kann man nicht verhandeln und verantwortlich dafür ist auch niemand. Weder die Chinesen noch die Physiotherapeutin.

    Ich denke die Bevölkerung ist erwachsen und vernünftig genug, dass man ihr das auch sagen kann.

    Selbstverständlich sollten Missstände wie die Verbreitung in Ischgl oder mangelnde Bevorratung von Schutzausrüstung benannt werden, damit es beim nächsten Mal besser läuft.

  • 33
    11
    KTreppil
    18.04.2020

    Bis Anfang März waren Verlautbarungen der Verantwortlichen, dass Corona harmlos ist, Grippe schlimmer, kein Grund zur Panik usw.... Insofern finde ich Vorwürfe, dass man auf Reisen ging, sich amüsierte, das Leben auf welche auch immer genossen hat völlig überzogen. Es gehörte einfach dazu, dass man auch mal Spaß im Leben haben durfte und ich hoffe, dass wird auch wieder möglich werden. Niemand kann und sollte dafür verantwortlich gemacht werden.
    Außer vielleicht die Verantwortlichen in der Politik, hätte man am Anfang nicht herunter gespielt, wäre eher bzw. schneller in Alarmmodus gegangen, wäre mancher (sicher nicht alle) nicht verreist oder vielleicht zum Fasching gegangen. Dann wäre Bernsdorf und uns allen anderen vieles erspart geblieben. Hinterher ist man immer schlauer, leider immer erst hinterher.

  • 54
    0
    Gegs
    18.04.2020

    Wenn wir gewusst hätten, was da auf uns zukommt, hätten wir uns hier oder da alle anders verhalten. Nicht mal die wirklichen Experten (das ist ausdrücklich keine Ironie) haben aber am Anfang des Jahresdie Tragweite erfasst. Wer ohne Schuld ist, werde den ersten Stein.

    Wenn wir jetzt nicht zusammen halten und den Mitmenschen unsere schlimmsten Seiten zeigen, spielen wir dem Virus doch genau in die Arme. Dann wird es uns und unserer liebgewordene Lebensweise immer schneller zerstören. Das kann niemand wollen.

  • 16
    37
    ralf66
    18.04.2020

    Jetzt so ein zu überspitztes Theater zu machen ist nichts für den Dorffrieden.
    Man sollte aber trotzdem nicht ganz so an die Sache rangehen als wenn alles grundlos geschieht, keine eine Ursache hätte, auch Ärger ist verständlich, er sollte nur nicht ausarten.
    Viele Menschen in Deutschland, deswegen ist das Virus hauptsächlich hier, haben sich unvernünftig verhalte, sind weiterhin im Februar bis Mitte März in die Risikogebiete nach Südtirol und Österreich gefahren, haben sich dort völlig frei, lustig und munter ins Getümmel der Partys begeben, haben sich überall ungezwungen bedachtlos erfreut und ammisiert.
    Corona gerade für Ältere und im allgemeinem Krankheitsverlauf auch für jeden Mensch ist eben nicht Schnupfen und dadurch völlig anders einzuordnen, da kann der sichere Tod dahinterstecken! Von dieser Seite sollte man das auch mal sehen, wenn man den Ärger von Menschen verstehen will, die sich über Leichtsinnige und Unvernunft ärgern.

  • 53
    5
    ma27nd08y
    18.04.2020

    Ich finde es eine absolute Frechheit wie mit manchen Menschen umgegangen wird und die Existenz dadurch zunichte gemacht wird. Die hasserfreuten Menschen sollten sich mal an die eigene Nase fassen und glücklich sein darüber, das sie nicht die ersten mit Corona waren sonst wären sie jetzt die die angefeindet würden. Wer weiss wie hoch die Dunkelziffer ist, ich könnte mir denken das da bestimmt einer von den ganz netten und lästernden darunter ist. Also bleibt mal etwas bei der Sache und lasst andere in Ruhe. Die die daran gestorben sind, waren schon in einem beträchtlich hohem Alter und sind ja nur mit und nicht an Corona gestorben. Also lasst die Physiotherapeutin in Ruhe.