AfD ein Jahr vor Sachsen-Landtagswahl zweitstärkste Partei

Die AfD ist der CDU in Sachsen auf den Fersen. 25 Prozent der Wähler würden derzeit ihr Kreuzchen bei den Rechtspopulisten machen. Die sächsische SPD dagegen ist nicht mehr weit von einstelligen Umfrage-Ergebnissen entfernt.

Dresden (dpa) - Rund ein Jahr vor der Landtagswahl in Sachsen rückt die AfD einer Umfrage zufolge in der Wählergunst dicht an die regierende CDU heran.

Würden die Wahlberechtigten in dem Freistaat am kommenden Sonntag ihr Kreuzchen machen, wäre die rechtspopulistische Partei zweistärkste Kraft mit 25 Prozent (plus 15,3), wie eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Infratest dimap im Auftrag des MDR zeigt.

Die Landesregierung aus CDU und SPD ist demnach in einem Umfragetief und hat bei den Wahlberechtigten ihre Mehrheit verloren. Die CDU in Sachsen wäre zwar mit 30 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Im Vergleich zu der Landtagswahl 2014 hätte sie aber 9,4 Prozentpunkte verloren. Sie würde sich im Vergleich zum Bundestagswahlergebnis in Sachsen aber wieder vor die AfD setzen.

Die Linken kämen laut der Umfrage auf 18 Prozent (-0,9). Die mitregierende SPD würde 11 Prozent erreichen (-1,4) und die Grünen 6 Prozent (+0,3). Die FDP läge bei 5 Prozent (+1,2) und könnte damit wieder in den Landtag einziehen.

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18Kommentare
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    Nixnuzz
    01.09.2018

    Mann/Frau: Dann muss ich ein unheimliches Politikgefühl haben..... ;-O

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    Freigeist14
    01.09.2018

    Hinterfragt@ mit Bekannten meinte ich eher Kollegen. Wenn man da ein Bisschen nachhakt kommen die schnell ins Stottern und man verweist wieder aufs unschlagbare Bauchgefühl. Da kann ich nichts machen.

  • 2
    2
    Hinterfragt
    01.09.2018

    @Freigeist14; "...auch ich rede im Bekanntenkreis mir den Mund fusselig...."

    So ein Mist, da haben die Bekannten einfach eine andere Meinung , rrrrrrrrrrr.

  • 3
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    Nixnuzz
    01.09.2018

    @Freigeist14, @Zeitungss, @Hinterfragt: Folge Ihren Überlegungen gerne. Sind doch dies die Auswirkung der Politik der seit längerem aktiven Volksparteien. Mit deren langjähriger interner Personalpolitik und/oder Aufgabenumsetzung sind doch erst diese Situationen entstanden. Wieweit wird bereits CSU-Politik in Gesamtdeutschland umgesetzt? Wieviel SPD-Politik verhindert oder als Eigenprodukt vorgestellt? Und die Protestwahl von Wählern der alten "Volksparteien" hat die AfD doch erst möglich gemacht? Wieviel sind Problem-Warn-Stimmen, um diesen Alt-Parteien mitzuteilen, das man an diesem Land interessiert ist - auch wenn der Stimmenhalter nicht unbedingt für die eigene Meinung steht. Würde die CSU bundesweit zustimmungspflichtig sein, dürfte sie vielleicht über die 5% Hürde kommen. Sorge macht mir, das die CSU jetzt auch noch den Hrn. Junker-Nachfolger stellen will. Seine verbale Flexibilität ist auch nicht zu verachten...

  • 2
    3
    Hinterfragt
    31.08.2018

    Wenn die CSU deutschlandweit wählbar wäre, ...

  • 4
    0
    Zeitungss
    31.08.2018

    Sachsen braucht dringend Veränderung, daran führt eigentlich kein Weg vorbei, allerdings nicht gerade die Höcke / Gauland GmbH, es wäre zu kurz gesprungen und das anschließende Aufstehen könnte äußerst schmerzhaft werden. Der Wähler sollte in sich gehen und er würde gut daran tun, sich einmal mit dem Wahlprogramm zu befassen. Herausragende positive Punkte sind beim besten Willen nicht zu finden, wer es aber dennoch will, der findet natürlich welche.
    Seinen Unmut über den derzeitigen Zustand in Sachsen zum Ausdruck zu bringen, braucht man diese Partei nicht wirklich, es wäre nicht vorstellbar von o. g. Leuten regiert zu werden. Ich bin noch immer parteilos, werde es auch bleiben, aber man macht sich schon seine Gedanken über die Zukunft unserer Kinder und natürlich auch des Landes.

  • 4
    4
    Freigeist14
    31.08.2018

    Blacksheep @ : "(....)Methode(..) ,die AfD und jeden ihrer Wähler in die rechte Ecke zu stellen." Wohin wollen Sie denn die Deutschalternativen sonst verorten ? So viel Platz kann in der kuscheligen Mitte gar nicht sein. Wasch´mir den Pelz ,aber mach´mich nicht naß !

  • 4
    6
    Blackadder
    31.08.2018

    Blacksheep: Sie verteidigen das auch noch? Dass das Schaf den Wolf wählt, weil es mit dem Hirten nicht zufrieden ist?

  • 4
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    Distelblüte
    31.08.2018

    @BlackSheep: Und hinterher werden dann viele AfD-Wähler sagen: Aber das haben wir doch nicht gewusst..."
    Das gabs schon mal. Brauchen wir das wirklich wieder?

  • 9
    3
    BlackSheep
    31.08.2018

    @Freigeist14, richtig, niemand interessiert das Programm der Afd weil die Afd als Protestpartei gewählt wird! Bei diesem Zustand sollte doch auch dem letzten Afd hasser klar werden wie gross die Enttäuschung und die Wut über die Politik unserer Regierungsparteien ist. Und man sieht das Ihre Methode, die ja auch von der Politik angewant wurde, die Afd und jeden ihrer Wähler in die rechte Ecke zu stellen um ja nichts ändern zu müssen die Afd immer stärker gemacht hat.

  • 8
    5
    Zeitungss
    29.08.2018

    Sozialamt Deutschland, die es aufgebaut haben, haben leider kein Mitspracherecht, für diese gibt es Zuzahlungen, für die Gegner dieser Feststellung trifft das natürlich nicht zu, man ist schließlich privatversichert. Wer den Werdegang nicht nachvollziehen möchte oder kann, gehört in die braune Ecke, weiter hat sich der Bildungszustand in D. noch nicht entwickelt. Ich habe wenig Hoffnung, dass sich genau da was ändert, wir sind ja alle braun.

  • 5
    5
    Freigeist14
    29.08.2018

    Blackadder@ auch ich rede im Bekanntenkreis mir den Mund fusselig. Das Programm interessiert niemanden. Und wenn da was stünde von Lohnkürzung oder 12 Stunden-Tag . Man glaubt ,allein die Beseitigung des Flüchtlingsproblem nach AFD-Art ist der Schlüssel für eine bessere Zukunft. Ich kann es auch nicht ändern....

  • 2
    4
    Distelblüte
    29.08.2018

    @Täglichleser: Dann bitte ich um Entschuldigung - ich konnte nicht erkennen, dass Sie zitiert haben. Und natürlich weiß ich, dass viele Familien keine großen Sprünge machen können. Und leider ist die Entscheidung, wen man wählen soll, oft so, als sollte man zwischen Pest und Cholera wählen. oder noch schlimmerem. Sich wahltechnisch Richtung AfD zu bewegen, bedeutet aber, neben scheinbar tragbaren Inhalten sehr viele braune Kröten zu schlucken. Für mich ein absolutes No-go, für andere vermutlich nicht.

  • 3
    10
    Blackadder
    29.08.2018

    "Und glauben, dass sie mit der Wahlkreuz
    für die AfD eine Partei gewählt haben, die
    Ihnen hilft."

    Was sie aber nicht tun wird, was jeder weiß, der mal einen Blick in das Wahlprogramm geworfen hat....

  • 6
    3
    Täglichleser
    29.08.2018

    Distelblüte Sie haben nicht zu Ende gelesen. Ich habe AfD-Wähler zitiert. So sind ihre Argumente. Sie haben recht. Es wird oft zu Unrecht gemeckert. Es gibt
    aber auch Familien, die sind fleissig und kommen trotzdem auf keinen grünen Zweig.
    Und glauben, dass sie mit der Wahlkreuz
    für die AfD eine Partei gewählt haben, die
    Ihnen hilft.

  • 6
    3
    Zeitungss
    29.08.2018

    @Distelblüte: Ich fürchte, Sie haben den Hintergrund von @Täglichlesers Meinung nicht verstanden, der beinhaltete genau das, was der große Teil der Bevölkerung auch denkt und Sie werden es nicht glauben, es sind weder RECHTE, BRAUNE oder NAZIS. Und bitte, bitte suchen SIE einen Sündenbock, der scheinbar für all diese Missstände des Lebens verantwortlich ist. Die gibt es.
    Ende der Erinnerungspredigt.

  • 6
    6
    Distelblüte
    29.08.2018

    @Täglichleser: Unzufriedenheit auf der Arbeit, einen fordernden Chef, nicht angemessene Entlohnung (ob nur gefühlt oder in echt) kennen viele Menschen. Hören Sie auf, sich als Opfer Ihrer Lebensumstände zu betrachten. Sie verdienen zu wenig? Sprechen Sie mit Ihrem Chef. In Ruhe und überlegt. Bringt das alles nichts, denken Sie über einen Jobwechsel nach. Wir haben Fachkräftemangel in der Republik. Entscheiden Sie selbst, welche Richtung Ihre Leben nehmen soll. Das ist nicht schwer, und man kann das lernen.
    Und bitte, bitte, suchen Sie keinen Sündenbock, der scheinbar für alle Missstände des Lebens verantwortlich ist. Den gibt es nicht.
    Ende der Gardinenpredigt.

  • 7
    5
    Täglichleser
    28.08.2018

    "Mein Chef tyrannisiert mich. Geizt mit dem
    Lohn. Drängt mich Überstunden zu machen. Die soll ich dann im Winter absetzen, wenn meine Kinder keine Ferien
    haben. Und Merkel ihre Ausländer lungern
    hier mit ihren teuren Handys rum.
    So kann es nicht weitergehe." Da wird dann
    mit diesem Gedanken im Kopf AfD gewählt. Kann ich nicht verstehen, dass manch kleiner Arbeiter nicht weiss, wer Schuld an seiner Situation ist.



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