Am Ende der Ost-West-Debatten

Deutsch-deutscher Gipfel: Baden-Württembergs und Sachsens Regierungschefs reden über die Einheit, Querdenker in Stuttgart und Pegida in Dresden

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium


  • 1 Monat kostenlos
  • Testmonat endet automatisch
  • E-Paper schon am Vorabend
  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+)

Sie sind bereits registriert? 

1818 Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 3
    0
    Nixnuzz
    06.10.2020

    @Haju:"..dann auch nicht anders handeln werden." Tippfehler? "werden" oder "würden"? Und wieviel Doppelmoral gab es zu DDR-Zeiten im privaten/familiären Bereich? Ausser Stasi-Abhängigkeiten. Tagsüber die Produktionsleistung "verteidigen" und nach Feierabend über Mangel und Unmöglichkeiten Dampf abzulassen? Und hier und heute? Über das jetzige "BRD-System" mittels klarem Durchblick "dagegen zusein" aber irgendwie von den jetzt vorliegenden Versorgungsmöglichkeiten überleben? Ohne die Quellen dafür zu respektieren? Steuern hier oder anderswo erwirtschaftet. Von mind. 50% der in Lohn und Produktion stehenden Arbeitnehmerschaft? Jetzt stehen hier Orts-bezogene Wahlen an - wieviel von den hier schreibenden Kommentatoren sitzt in den Ortsparlamenten als Zuhörer und wieviel auf gestaltender Seite / politisch verantwortlich? Wer ist freiwilliges Mitglied in der politisch-verantwortlichen Gestaltung dieses Landes oder strebt zur Gesetzgebung im Bundestag? Es herrscht doch Mangel an ostdeutschen Vertretern - speziell in weiblicher Form? Wenn Änderungen erwünscht sind, gibt es wohl 2 Möglichkeiten: 1.Man steigt in das System ein und überzeugt andere zum mitstreiten und handeln - oder 2. man zerschlägt nach minimalstem Plan das vorhandene System und wundert sich über die Nebenwirkungen, die niemand haben wollte - ausser denen vielleicht, die von den Fileestücken profitieren würden. Uuupps - jetzt haben wir 1. und 2. zusammen: nennt sich "Wende"...

  • 0
    0
    Haju
    05.10.2020

    @Nixnuzz
    Ich glaube, Sie sind da gerade ganz woanders. Ich habe nur die Gelegenheit genutzt, um auf eine Doppelmoral aufmerksam machen und daß die volkseigenen Unternehmen (die, wo dann die vormals Reichen sich nützlich machen können) dann auch nicht anders handeln werden.

  • 1
    0
    Nixnuzz
    05.10.2020

    @Haju: Was - bitte - möchten Sie damit sagen? Das es damals an Rohstoffen der Uni Freiberg nur zu einem Rechner gereicht hat? Dresden - angeblich das neue Silikon-Valley hier auf dem Festland? Welche Rohstioffe müssen importiert werden, um von hier aus eine Position auf dem Mikrochip-Markt zu erreichen? Wacker-Silicon als Trägerlieferant. Wenn große Konzerne entscheidende Fragen stellen können wie: Machen Sie weiterhin die Abrechnungen in Deutschland oder schalten wir uns mit Portugal kurz? sehen manche Leute ziemlich alt aus. Wieviel Produzenten gibt es hier im Erzgebirge, die über die regionalen Gemeindegrenzen hinaus produzieren und vermarkten? In welche Lieferketten hinein werden Produkte vermarktet? Welche stehen in Konkurrenz zu anderen Lieferanten? Vielleicht sind die Wessies verschlafene Traumtänzer - aber die machen den Umsatz mit Lohn und Brot und Steuern etc...so wie manche mittlerweile in Sachsen, Sachsen-Anhalt oder Thüringen. Ob es hier noch Doppel-8-Schmalfilme für die Praktika 8B gibt?...Handy kann doch jeder...

  • 1
    2
    Haju
    03.10.2020

    @Nixnuzz
    Ja, was Kleidung anbelangt, wird der deutsche Sozialstaat wohl von Asien getragen, wo es keine Arbeitskämpfe der Gewerkschaften, Umweltschutzauflagen usw. gibt.
    Auch bei der Speichertechnik müssen sich die Lieferanten von seltenen Erden (Chile bzw. China z.B. in Afrika) mal ä bißl ranhalten. Ist zwar auch mit Umweltsünden verbundener Neokolonialismus, aber hierbei geht es ja - wie schon im letzten Jahrhundert, nur irgendwie anders - um die Weltenrettung (vor der Klimakatastrophe)!

  • 3
    0
    Nixnuzz
    03.10.2020

    @cn3boj00: Klare Feststellungen. Wenn die Zahlen stimmen, sind seit 1989 ca. 3 Millionen "DDR-Bürger" gen Westen gezogen. Wieviele hatten die Qualifikationen, die in den Etagen der Westunternehmen gesucht wurden. Ingenieure waren dort meistens Mangelware. Wenn die DDRler im Westen in den jetzt "verdammten" Unternehmen in diesen Firmen ihren Job machten, war eine weitere Ost-Dienststelle gleicher Qualität nicht erforderlich oder rechenbar. Das was mit der Wende zum Teil ab jenem Jahr hereinbrach, hatte sich im Westen nahezu leise schleichend und zeitlich gestreckter abgespielt. Ich hatte eine diplomierte Textildesignerin vor 40 Jahren geheiratet. Und hatte Sorge, wie Job und Familie zusammen kommen würde. Das hatte allerdings die Textilindustrie still und kaum beachtet bereits durch Pleiten und Schliessungen erledigt. Sie wurde Hausfrau...mit kleinen Schneiderarbeiten im näheren Umfeld. Es gab sie einfach nicht mehr - Rudimente irgendwo. Textilindustrie - Spinner- und Webereien entlang der Agger - Köln bis Gummersbach - weg. Gummersbach - Steinmüller-Industriöfen der Firme Babcock geopfert - 2500 Mitarbeiter. Pirmasens - Schuhweltlieferant pleite. Jetzt tobt die Corona durch die Welt und reißt ab was dem nicht gewachsen ist. Löhne und Gewinne können nur erwirtschaftet werden, wenn Produkte verkauft werden können. Kein Markt - kein Abnehmer - kein Umsatz - keine Steuern und Abgaben. Ob man sowas mit einer anderen Regierung mit Planwirtschaft etc. wie damals ändern könnte - oder vom Volk aus zuließe? Ach ja: 1 grüner.

  • 6
    2
    cn3boj00
    02.10.2020

    Es ist richtig, dass es hier inzwischen anders aussieht als 1989. Das muss man natürlich anerkennen. Und die Generation, die nach1989 geboren wurde, hat garantiert eine andere Sicht auf die Dinge wie jene mit DDR-Vergangenheit. Trotzdem bleiben die Erinnerungen an den Ausverkauf durch die Treuhand, und wenn man heute schaut wie viele Bundeseinrichtung im Osten sind, wie viele Spitzenfunktionäre aus dem Osten kommen, sieht man die Wertschätzung unserer Biografien. Und wenn Kretsche Ost mit Kretsche West redet, frage ich mal: wie viele DAX Unternehmen gibt es, die dem Ländle seinen Reichtum bescheren, und wie viele verlängerte Werkbänke oder Zulieferer gibt es hierzulande, die man beliebig austauschen oder weiter nach Osten verschieben kann?
    Wer sagt, die Einheit ist beendet, findet sich damit ab, dass die neuen Länder, zusammen mit dänischen und französischen Angliederungen, nur das Brennholz liefern, egal wie sich die Menschen abrackern.

  • 1
    0
    Nixnuzz
    02.10.2020

    @censor: Wenn ich nicht daneben liege, gehören Tschechien und Slowakai zu den EU-Geldempfängern Aufbau Ost oder so. Was ihre Westkontakte angeht - also mit meiner stark differenzierter Nachbarschaft hatte ich keine Probleme. Aber gut - es mag so sein. Meine Mieter-Zeit im 5.Stock eines 9.stöckigen Wohnblocks konnte ich auf 5 Jahre begrenzen. 1 (dicker) grüner.

  • 4
    1
    censor
    02.10.2020

    @DTRFC2005
    "Nennen Sie mir ein Land, wo man leben kann, also mit Arbeit, Familie und dem ganzen drumherum. Also ohne Millionär zu sein, ein ganz normal~ Bürger".

    Ja, in der "alten" BRD (bis 1989) hat man das weitgehend gekonnt - wenn man integriert war. Ich habe genug "Westverwandtschaft", um zu wissen, dass auch "drüben" nicht alles Gold war, was glänzte. Und einer der Verwandten meinte immer: Wünscht euch unser System lieber nicht. Es ist knallhart.

    Nichtsdestotrotz ist das Gras woanders immer grüner, wenn man es von weitem sieht. Und am Westen haben wir, die damals jung waren und nicht wie die damaligen Rentner reisen durften, immer nur den Duft der Westpakete und die bunten Verpackungen wahrgenommen und gedacht, es ist wunder was.

    Ich habe mir ehrlich gesagt, nie Gedanken gemacht, wo ich lieber leben will als hier in meiner Heimat.

    Betrachtet man unsere Ostblock-Nachbarländer, so haben die es definitiv schwerer gehabt als wir, denn sie hatten keinen West-Bruder mit dicker Brieftasche - waren dafür aber auch nicht als Nation geteilt.

    Inzwischen haben es auch von denen die meisten geschafft, und ich habe mir im Sommer erzählen lassen, in Kroation und Slowenien seien die Straßen besser als bei uns.

    Im Grunde ist alles relativ zu betrachten. Jeder versteht unter Wohlstand etwas anderes, und ich denke, jedes Land hat seine guten und negativen Seiten.

    Zurzeit überwiegen überall die negativen Aspekte, aber das hat etwas mit der Corona-Politik zu tun. Man könnte ja praktisch nicht mal mehr nach Australien auswandern - wo es doch angeblich früher immer besser war als hier.

  • 9
    6
    Freigeist14
    02.10.2020

    Komisch . Nach ca. 7 Zeilen langweilte mich schon diese Ansammlung an bekannten Allgemeinplätzen . Weiter zum Lokalteil ..............

  • 17
    3
    Bautzemann
    02.10.2020

    Da äußern sich zwei Ministerpräsidenten, die Ihre Nähe zum Normalbürger wohl schon lange verloren haben. Das Herr Kretschmer sich mit über 100% zum System bekennt, verwundert nicht. Scheinbar kennt er auch nicht alle Ecken und Winkel des Freistaates Sachsen. Auch in Sachsen wirken die Handlungsweisen der ehemaligen Treuhand nach, wo tausende Betriebe , auch solche mit Qualitätserzeugnissen, dem System zum Opfer fielen. Nun , Herr Kretschmer war 1990 gerade mal 15. Wie soll er da wissen, das Ostdeutsche länger in der Hartz IV Falle verweilen müssen. Das es nach wie vor keine Lohn- und Rentengleichheit gibt, ist ihm auch nicht bekannt. Eine Wiedervereinigung hätte wohl auch eine neue Verfassung gebraucht. Leider Fehlanzeige, da durch die Herrschenden verhindert. Wie sieht er den krassen Ärztemangel in den ländlichen Gebieten des Freistaates? Hat der Ministerpräsident bereits vergessen, das er die Landtagswahl gegen die AfD fast verloren hätte? Seine Partei hat maßgeblich mit beigetragen, dass es die AfD überhaupt gibt, da eine große Anzahl von Bürgern den etablierten Parteien nicht mehr glaubt. Die Deutsche Einheit ist eine hervorragende Sache. Die Betonung liegt auf Einheit. Auf diesem Gebiet ist noch sehr viel zu tun!

  • 14
    4
    saxon1965
    02.10.2020

    Die Wende war erstmalig und es gab keine Erfahrungen. Dennoch hatte der Westen einen größeren Wissenstand, schon alleine dadurch, weil der Osten dem Kapitalismus keinerlei Erfahrungswerte entgegensetzen konnte.
    Die allermeisten DDR`ler sehnten sich nach westdeutschem Wohlstand, ohne wirklich zu wissen, was auf der anderen Seite dieser Medaille stand. Damit meine ich nicht arbeiten zu können, denn das konnten wir mindestens so gut, wenn nicht sogar besser. Wenn ich nach der Wende sah, mit welchen Maschinen und Hilfsmitteln in den alten Bundesländern gearbeitet wurde, bewunderte ich stets im Nachhinein unser ostdeutsches Improvisationstalent und "Straßen der Besten", Wandzeitungen, Pläne, sogar Obrigkeitsgehorsam gab es im Westen allemal auch.
    Ich persönlich bin, nach 25 Jahren DDR und nun 30 Jahren BRD am meisten von der s. g. Demokratie enttäuscht. Klar kann man sagen was man will und seine Meinung frei äußern, bis zu gewissen Grenzen. Aber was nutz es, wenn "die da oben" nicht auf die Meinung ihres Volkes hören? Wir leben in einer s. g. Demokratie, in der nach dem Willen des Kapitals regiert wird und eben nicht zum Wohle des deutschen Volkes. Das ist übrigens auch beim Thema (Volks)-Gesundheit so.
    Wir sollten die Demokratie schnellstens auf die Füße stellen und zwar mit Direkter Demokratie bis auf Bundesebene. Mit Politikern die unabhängig von Parteibüchern, beraten von Bürgerräten und Wissenschaftlern eine wirklich gerechte Politik im Sinne des Gemeinwohls machen. Davon hätten nicht nur die Menschen direkt ein besseres Leben, sondern auch unser Planet die Chance zu überleben!

  • 6
    2
    DTRFC2005
    02.10.2020

    @censor:Sie haben Recht aber das berkte ich schon in einem anderen Artikel. Allerdings hilf ein Blick über die Ländergrenzen Deutschlands und ich stelle dabei fest, es geht uns im Vergleich sehr gut, auch wenn nicht alles so ist,wie es sich manch einer erträumt. Wenn ich die Wahl hätte wo anders zu leben. Ich wüsste nicht wo. Nennen Sie mir ein Land, wo man leben kann, also mit Arbeit, Famileund dem ganzen drumherum. Also ohne Millionär zu sein, ein ganz normal~ Bürger.

  • 12
    6
    franzudo2013
    01.10.2020

    Schöne Inszenierung. Simulation des Verstehens. Endzeit. Die beiden ahnen, dass es bald vorbei ist mit der Herrlichkeit.
    So ähnliche Reflexe gab es vor 30 Jahren bei den Pionierleitern und FDJ-Sekretären.

  • 12
    6
    censor
    01.10.2020

    klapa, genauso war´s. Erst hieß es "Wir sind das Volk".
    Nach dem 9.11.1989 auf einmal: Wir sind EIN VOlk und "Kommt die DMark nicht zu ihr, kommen wir zu ihr."

    Diese übereilten Schritte waren große Fehler. Allerdings weiß ich auch nicht, wie es nach dieser Ereignisfolge hätte anders laufen können.

    Es war mal kurz im Gespräch, die DDR zu erhalten und die Ost-Betriebe als "joint-ventures", also als Gemeinschaftsunternehmen", weiter zu führen, bis sie konkurrenzfähig sind. Das wurde schnell verworfen - u.a., weil die BRD-Unternehmen diese Konkurrenz nicht wollten.

    Die Ereignisse haben sich überschlagen - zT sind wir DDR-Bürger selbst daran schuld (denn wir hätten es besser wissen müssen), andererseits ist es menschlich auch verständlich, wenn man den Ossis 100 DM Begrüßungsgeld in die Hand drückt und sie dann vor vollen Läden stehen lässt.

    Genscher sagte damals zu Kohl: Wir dürfen sie (die Ossis) jetzt nicht mehr zur Ruhe kommen lassen.

    Und wenn wir bedenken, dass Kohl im Juni 89 (also 5 Monate vordem Mauerfall) bereits die Vorverträge für die EU bezgl. der Banken- und Finanzunion unterschrieben hatte (wo auch die Einführung einer künftigen Gemeinschaftswählung beschlossen wurde) bekommt das Ganze ein "Gschmäckle", denn er verriet die DMark, die er wenige Wochen später den Ossis versprach. -

    Und das zu einem Zeitpunkt, wo noch keiner wissen konnte, was im Osten im Herbst passiert. Selbst die Grenzöffnung in Ungarn erfolgte erst im August.

  • 28
    6
    klapa
    01.10.2020

    Ja, censor, wir sind beigetreten worden mit BRD- und nicht zur vergessen, und bedauerlicherweise merklicher DDR-Unterstützung.

    Mancher in der DDR konnte nicht schnell genug die DM bekommen, ohne über die Konsequenzen nachzudenken.

    Bei Marx nicht aufgapasst!!

  • 16
    16
    censor
    01.10.2020

    Ich hätte mir von beiden mehr erwartet. So sind es doch in der Essenz wieder das übliche Gerede um den heißen Brei und beschönigende Floskeln.

    Nur ein paar Beispiele:

    "Wir leben heute im besten Deutschland, das wir je hatten".(Kretzschmer)

    Musste das sein, den Dauer-Wahlkampf-Slogan der Kanzlerin zu übernehmen?
    Wir lebten bis 2005 vielleicht im besten Deutschland das wir je hatten. Seitdem ging es immer weiter bergab. Innovationsrückstau, Lohnraub, innere Spaltung der Gesellschaft, unausgegorene Zukunftspläne, Rechthaberei ggü EU-Mitgliedsländern ...

    "Wir sind froh, dass der Staatssozialismus der DDR zu Ende ist und wir in Freiheit leben können".
    Bitte, Herr Kretzschmer, verraten Sie uns doch, wann wir wieder in Freiheit leben dürfen. Sie wissen schon - das Virus.
    Und der Sozialismus guckt inzwischen auch schon aus den alten Löchern. Viele merken es nur noch nicht. Die mit den feinen Antennen schon lange.

    "Dieses Gerede von "Wir sind übernommen worden!" ist dummes Zeug".
    (Kretzschmer)
    Natürlich sind wir übernommen worden, denn wir haben keine Wiedervereinigung mit neuer, gemeinsamer Verfassung vollzogen, sondern einen Betritt der "5 neuen Länder" nach Art. 23 GG. Und das war eine Übernahme - fragt sich inzwischen nur: wer übernahm wen? Es gibt Leute, die sind sich nicht mehr sicher, dass die BRD die übernehmende Republik war.

    Und auch Herrn Kretzschmann will ich etwas ins Stammbuch schreiben:

    Sie beschreiben die Querdenken-Bewegung so, als wenn "...renitente Schwaben in Berlin demonstrieren". Es waren bei weitem nicht nur Schwaben, sondern sie kamen aus ganz Deutschland UND aus unseren Nachbarländern in Europa.

    Das muss man erstmal machen - innerhalb von wenigen Wochen eine solche Bewegung aufbauen. Sie begann im April mit ein paar Leuten in der Stuttgarter Fußgängerzone und überzieht inzwischen als Graswurzelbewegung das ganze Land.

    Und zur Frage, warum ausgerechnet in BaWü der Widerstand gegen die Coronapolitik seinen Anfang nahm, hätte ich eine Idee:

    Weil dort die größte Mittelstandsdichte herrscht und demzufolge die meisten Menschen wohnen, die sich mit harter Arbeit etwas aufgebaut und demzufolge auch viel zu verlieren haben.
    Das werden Sie, Herr K., noch merken, wenn die Folgen Coronas zutage treten.

    Abschließend möchte ich meinen, dass Sachsen und Baden-Würtemberger durchaus eine Menge gemeinsam haben: Erfindungsgeist, Sparsamkeit, Fleiß, Ordnungsliebe und .... wir können ALLES , bloß kein Hochdeutsch.

  • 28
    13
    vonVorn
    01.10.2020

    Man erkennt den herablassenden Grundton gegen alle mit anderer Meinung. Das kommt halt davon wenn man nur mit den Gewinnern der Wende redet. Ein Interview das gut erklärt warum CDU und Grüne für mich nicht wählbar sind.

  • 33
    7
    lax123
    01.10.2020

    Leider Politiker - ihr habt es nicht erkannt. Im Kapitalismus kommt es weniger auf gutes gesellschaftliches Miteinander an als auf das Einkommen und das Schaffen des eigenen Wohlstands. Das ist uns im Osten bisher nur geringer möglich als im Westen. Wir haben geringere Einkommen. Weniger Rente. Schlechter bezahlte Jobs. Bei uns wird durchschnittlich nur 50% im Vergleich zum Westen vererbt.
    Brüche in Erwerbs- und Erlebnisbiografien und Raffgier des Westens nach der Wende haben viele Menschen im Osten gebrochen. Es wird Zeit, dass diese Probleme energischer bekämpft werden!