CDU für verschärfte Migrationspolitik

Nur nicht noch einmal 2015 - da sind sie sich bei der CDU einig. Doch was stattdessen? Nach Gesprächen mit Experten, Praktikern und Politikern legt die Parteispitze einen Katalog mit Vorschlägen auf den Tisch.

Berlin (dpa) - Mit weiteren Verschärfungen der Migrationspolitik will die CDU-Spitze Deutschland für einen möglichen erneuten Andrang von Flüchtlingen wappnen.

«Wir müssen Humanität und Härte vereinen», schreibt die Parteiführung im am Montag in Berlin vorgestellten Ergebnispapier des «Werkstattgesprächs» zur Migrationspolitik. «Wir müssen alles daransetzen, dass sich so etwas wie 2015 nicht wiederholt», sagte CDU-Parteichefin Annegret Kramp-Karrenbauer. «Wir müssen deutlich machen: Wir haben unsere Lektion gelernt.»

Ein «Migrationsmonitoring» soll nach dem Willen der Parteiführung künftig früh auf «Migrationsbewegungen und entstehende Brennpunkte» hinweisen. Auch das soll helfen, eine Situation wie 2015 zu verhindern, als Hunderttausende Flüchtlinge aus Syrien und dem Irak weitgehend unkontrolliert nach Deutschland eingereist waren.

Kramp-Karrenbauer bekannte sich zum individuellen Asylrecht. Sie betonte aber auch, wer wolle, dass dieses Recht erhalten bleibe, müsse dafür sorgen, dass jenen, die diesen Schutz ausnutzten, ein klares Signal gesetzt werde: «Wir sind kein Rechtsstaat, der sich auf der Nase herumtanzen lässt.» Die Union müsse einen Mittelweg finden und Ausgleich schaffen, um zu verhindern, dass das Thema Migration «Spaltpilz in unserer Gesellschaft wird».

Wie das konkret gehen soll, haben um die hundert Politiker, Experten und Praktiker aufgeschrieben. Am Ende stand ein Papier mit Forderungen und Vorschlägen.

EU-GRENZSCHUTZ UND ASYL IN EUROPA: Schutzsuchende sollen künftig nur in einem EU-Land ein Asylverfahren bekommen. Schon heute legen die Dublin-Regeln eigentlich fest, welches europäische Land für ein Asylverfahren zuständig ist. In der Praxis werden die Vorschriften aber nur lückenhaft angewandt. Die EU-Grenzschutzagentur Frontex soll eine richtige Grenzpolizei werden. Die Brüsseler Pläne für ein Ein- und Ausreiseregister nach amerikanischem Vorbild unterstützt die CDU-Führung.

Asylsuchende sollen schon an den Rändern des Schengen-Raums, dem die meisten EU-Länder sowie einige weitere Staaten angehören und in dem es normalerweise keine Grenzkontrollen gibt, in speziellen Zentren bleiben. Dort soll ihr Asylanspruch geprüft und von dort sollen sie gegebenenfalls zurückgewiesen werden.

ASYLVERFAHREN: Wer aus Marokko, Tunesien, Algerien oder Georgien kommt, hat kaum Chancen auf Asyl hierzulande. Die Bundesregierung will sie deshalb als sichere Herkunftsländer einstufen, was schnellere Asylverfahren ermöglichen soll. Bisher scheitert das am Widerstand von Grünen und Linken in den Bundesländern.

Wer gegen einen ablehnenden Asylbescheid klagt, soll weniger Instanzen zur Verfügung haben. Wer gewalttätig wird, über seine Finanzen täuscht oder sich generell unkooperativ zeigt im Asylverfahren, soll mit «deutlich spürbaren Sanktionen» rechnen müssen. Wer zu einer Strafe von mindestens 90 Tagessätzen, wegen Gewalt gegen Polizisten oder Sexualstraftaten verurteilt worden ist, soll sofort ausgewiesen werden müssen.

ABSCHIEBEHAFT UND AUSREISE: Die CDU will die Voraussetzungen für die Abschiebehaft lockern und mehr Abschiebehaftplätze schaffen. An entsprechenden Plänen arbeitet aktuell auch das Innenministerium von Horst Seehofer (CSU).

Staaten außerhalb Europas, die Migranten nicht zurücknehmen wollen, sollen mit Nachteilen in der Entwicklungspolitik rechnen müssen sowie mit einer restriktiveren Visa-Vergabe. Wer seine Ausreise verhindert, soll weniger Unterstützung bekommen. Wer unerlaubt zurück nach Deutschland kommt, müsste mit Leistungskürzungen rechnen.

INTEGRATION: Die Kommunen sollen künftig für die Integration zuständig sein, Bund und Länder für Aufenthalt und Rückführungen. Angebote zur Vermittlung von Sprache und Werten sollten die Menschen noch besser erreichen. «Insbesondere für Integrationsverweigerer brauchen wir wirksame Instrumente der Leistungskürzung», heißt es im Abschlusspapier.

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28Kommentare
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    Malleo
    13.02.2019

    SimpleMan.
    wir sollten die Teilnehmer nicht über die Notwendigkeit von Bildung langweilen.
    Für mich sind ein attraktives Bildungswesen und bestandene Abschlüsse die Voraussetzung Zukunft zu gestalten und ein selbst bestimmtes Leben zu führen.
    Arbeit muss sich lohnen, heißt die Attraktivität und eine gesellschaftlich geschätzte Arbeit muss sich auch in der Entlohnung widerspiegeln.
    Solang aber in Rumänien der Durchschnittslohn unter dem Harz IV Regelsatz in D liegt, werden Osteuropäer nach D gehen, um für diese Entlohnung (Mindestlohn)hier zu arbeiten.

  • 2
    2
    Täglichleser
    13.02.2019

    Der Ralf: "Täglichleser, es ist immer der Nutzer der Waffen verantwortlich für den Gebrauch und nicht der Hersteller und wenn Sie meinen, die Amerikaner schüren in der Welt Konflikte, dann schreiben Sie das auch so oder wollen Sie mir einreden, die deutschen Waffenproduzenten schüren auf der Welt Konflikte, um ihre Waffen zu verkaufen?"
    Juristisch stimmt Ralf. Der Waffenhersteller, vor allen von Kriegswaffen, trägt zumindest eine moralische Mitschuld. Waffengeschäft ist ein schmutziges Geschäft. Kein Krieg, kein
    Konflikt, kein Waffeneinsatz, kein Gewinn,
    kein Interesse für Einsatz für Diplomatie und Frieden. Eigentlich Binsenweisheit.
    Und USA, wie andere Länder auch, zündeln aus diesem Grund. Und Deutschland sollte
    konsequenter eigene lukrative Rüstungsrxporte kontrollieren und unterbinden. Höre Ralf, die exportieren auch, können wir das auch. Die übernehmen dann das Geschäft von uns.
    Warum wir immer. Der Prügelt auch, deshalb prügelte ich jetzt auch.

  • 2
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    SimpleMan
    13.02.2019

    @Malleo Das Bildungsniveau ist sehr unterschiedlich. Aktuell ist es so, dass immer mehr Jugendliche mit nicht deutschen Pass, eine Ausbildung anfangen. Bei den Prüfungen wird kein Unterschied gemacht, ob jemand hier geboren ist oder nicht. Die Jugendliche ohne deutschen Pass, die die Prüfung bestehen, haben also das entsprechende Niveau. Man kann aber auch davon ausgehen, dass die Abbrecherquote höher ist, als bei deutschen Jugendlichen. Das wäre zumindestens normal. Zahlen habe ich dazu jetzt nicht. Ich habe schon mehrmals erwähnt, dass insbesondere in Pflegeheimen Fach- und auch Hilfskräfte gesucht werden. Für Fachkräfte kommen nur Personen mit einen entsprechenden Abschluss in Frage. Aber es werden auch vermehrt Hilfskräfte gesucht um die Altenpfleger oder Krankenschwester zu entlasten. Hier werden immer mehr Flüchtlinge eingestellt. Eine abgeschlossene Ausbildung als Altenpfleger ist für die Anstellung als Hilfkraft nicht erforderlich, ausreichende Sprachkenntnisse hingegen schon. Als Fachkräfte werden in den Pflegeheimen vermehrt Altenpfleger und Krankenschwestern aus Osteuropa eingestellt, unter anderem weil es kaum arbeitssuchende deutsche Altenpfleger gibt.

  • 1
    1
    Malleo
    13.02.2019

    SimpleMan
    da bin ich bei Ihnen.
    Wie sieht aber die " Bildungswirklichkeit"
    der Fachkräfte aus?
    Alphabetisierung ist oft der Anfang oder stimmt das etwa nicht?

  • 3
    0
    Steuerzahler
    13.02.2019

    @Freigeist14:“Die Warlords in Zentralafrika zahlen auch mit Fair-Trade -Diamanten ....“ Das war Satire, oder? Ich möchte nicht wissen, wo das Geld oder möglicherweise auch die Diamanten herkommen, womit bezahlt wird. Ob nun irgendwelche Hilfsgelder missbraucht oder abgezweigt werden oder sog. Blutdiamanten den Besitzer wechseln, das Geld wäre wesentlich besser angelegt, wenn es zur Entwicklung der Wirtschaft und damit des Wohlstandes eingesetzt wird. Aber daran hat niemand in Politik und europ. Wirtschaft offensichtlich niemand Interesse. Da kommt zu wenig von dem Geld nach Europa zurück, was beim Waffenhandel schon anders aussieht.

  • 2
    1
    SimpleMan
    13.02.2019

    @Malleo Wenn Sie 100 % Wissen so definieren, dass man nur alle Buchstaben kennen muss ... Mir ist das zu wenig.

  • 2
    2
    Freigeist14
    13.02.2019

    ralf66@ Sie könnten doch zumindest einen Beitrag leisten indem Sie sich für fair gehandelte Waffen einsetzen . Die Warlords in Zentralafrika zahlen auch mit Fair-Trade -Diamanten ....

  • 2
    2
    ralf66
    13.02.2019

    @Täglichleser, es ist immer der Nutzer der Waffen verantwortlich für den Gebrauch und nicht der Hersteller und wenn Sie meinen, die Amerikaner schüren in der Welt Konflikte, dann schreiben Sie das auch so oder wollen Sie mir einreden, die deutschen Waffenproduzenten schüren auf der Welt Konflikte, um ihre Waffen zu verkaufen?

  • 2
    3
    Malleo
    13.02.2019

    SimpleMan
    Ist Ihr Name Programm?
    Prozentrechnung ist ebenso wenig ein Geheimnis wie das Ermitteln des Tapetenbedarfs für ein Zimmer.
    Grundlage jener 7,69 % war unser Alphabet und nicht die Anzahl der chinesischen Schriftzeichen.

  • 5
    2
    Täglichleser
    13.02.2019

    Ralf Sie sind ein wahrer Pazifist.
    Frieden schaffen mit mehr Waffen.
    Normaler Wirtschaftszweig.
    Wenn ein Mensch, eine Gruppe von Menschen nicht an Schusswaffen herankommt, es ihnen erschwert wird, solche zu benutzen, dann müssen Konflikte
    anders gelöst werden, vielleicht friedlich.
    Der Waffenproduzent braucht Konflikte, braucht Kriege, um Profit zu machen.
    Lesen Sie Ralf, informieren Sie sich.
    Ihr Vergleich ist schlimm.

  • 3
    4
    ralf66
    12.02.2019

    @DTRFC205, dass Elend in Afrika haben nur andere Industrienationen zu verantworten, eine äußerst fragwürdige Ansicht. Sie bringen hier Argumente, wie der deutsche Waffenhandel, ja die kaufen Waffen um sich damit zu bekriegen, ja es stimmt, dass Geld für Waffenkäufe könnte zum Beispiel auch für Nahrung sinnvoller eingesetzt werden, aber wer hat denn Schuld, der Waffenhändler oder die, die die Waffen kaufen und zum Einsatz bringen, dass wäre genau so, als wenn ein Waffenhändler einen Kunden mit Waffenschein eine Schusswaffe verkauft, der Kunde erschießt mit dieser Waffe seine Frau und der Waffenhändler wird für diese Straftat verurteilt und eingesperrt, der Schütze wird freigesprochen, ist doch völlig widersinnig ihr Argument, offizieller Waffenhandel ist nicht strafbar und ein Wirtschaftszweig. Was kann ich dafür, dass in Afrika Kinder in Elektroschrott buddeln oder in Bergwerken schuften müssen, ja das ist schlimm und schrecklich, dafür können aber nur die Betreiber der Produktionsstätten etwas und nicht die Käufer von irgendwelchen heute nicht mehr wegzudenkenden Geräten, denken Sie ernsthaft , dass ich mir mit meinem 10 Jahre alten Handy von Ihnen ein schlechtes Gewissen einreden lasse, weil ich mir dieses käuflich erworben habe, was soll dieser Quatsch?

  • 4
    3
    SimpleMan
    12.02.2019

    @Malleo Warum 2 gelernte Buchstaben, ein Wissenzuwachs von 7,69 % sein sollen, blleibt Ihr Geheimnis. Ich hätte dort eher Promillewerte erwartet... Was natürlich richtig ist, dass die Bezugsgröße entscheident ist, also das BIP des Vorjahres. Länder wie Äthopien oder Angola haben ungefähr ein BIP wie Ungarn oder die Slowakei. Investitionen oder auch Entwicklungshilfe sind in den Ländern mit stabilen politischen Verhältnissen gut angelegtes Geld. Oder warum investiert China im großem Stil in Afrika?

  • 4
    6
    BlackSheep
    12.02.2019

    @DTRFC2005, immer wieder der selbe Schwurbel, die Waffen die aus Deutschland irgendwohin gelangen, werden dort nicht von Deutschen benutzt! Wollen Sie davon nichts wissen?
    Ihre Argumentation wirkt auf mich schon so das Dank der Globalisierung am Elend der Welt ausschlieslich der Westen Schuld ist.

  • 5
    3
    DTRFC2005
    12.02.2019

    @ralf66: Da ich gleich auf Arbeit darf, gebe ich Ihnen mal schnell etwas zu lesen. https://www.welt.de/wirtschaft/webwelt/article151650363/Nach-diesem-Handyrohstoff-buddeln-Kinder-metertief.html. Deutschland ist sicherlich nicht direkt, aber indirekt beteiligt, vor allem aber die Verbraucher. Oder glauben Sie ernstlich, das die Chips in Handys aus Deutschland sind? Über 100 Ecken kommen diese genau dorther, was ich beschrieben habe. Denken Sie bitte Global und nicht direkt von der Haustür nach innen gerichtet. Das ist genau, wie die Waffen, die über gefühlte 100 Zwischenstadion aus Deutschland in andere Länder gelangen. Wollen Sie davon nichts wissen? Das ist dann aber bitte ihr Problem, wenn sie vor globalen Auswirkungen, an denen jedes Land beteiligt ist, im Sinne von Aktion gleich Reaktion, die Augen verschließen wollen.

  • 4
    4
    ralf66
    12.02.2019

    @DTRFC2005, na dann benennen Sie doch mal die Firmen und die Länder, die das in Afrika anrichten, dass dort Kinder Erze zu Tage fördern müssen, dann kann man sich auch mal ein Bild vom Übeltäter machen, aber Euer pauschales Geschreibe Afrika wird ausgebeutet, ist doch unnütz. Ich glaube nicht, dass eine deutsche Firma in Afrika Kinderarbeit betreibt, ob nun in der Fabrik oder im Bergwerk und wenn ja, möchte ich das genau wissen, wer, wo und wann!

  • 5
    5
    ralf66
    12.02.2019

    Fakt ist doch eins, Ihre Antworten darauf sind unrealistisch und ein Wunschdenken, was sogar die Regeln der freien Wirtschaft, der Marktwirtschaft verletzt. Wenn ich das schon lese, Afrika wird ausgebeutet, absolut kommunistische Ausdrucksweise. Können Sie mir einmal verraten, welche Produkte Afrika liefert an denen Sie nach Ihrer Meinung nichts verdienen, wo die hergestellt werden und mit was?

  • 5
    5
    Malleo
    12.02.2019

    Simple..
    Klar, wenn ein Analphabet in einem Jahr 2 Buchstaben lernt hat er auch einen Wissenszuwachs von exakt 7,69 %.
    Merken Sie nicht wie unterirdisch Ihr Vergleich ist?
    Noch ein Beispiel:
    Vor 70 Jahren war Korea ärmer als der Sudan.
    Heute kommen Spitzenprodukte aus Korea, aus dem Sudan die "Fachkräfte" nach D!

  • 7
    5
    franzudo2013
    12.02.2019

    Das ist der Denkfehler: ".. denn die reichen Länder, wären nicht so reich, wenn sie sich nicht an den armen Ländern bereichern würden. ... "
    Reichtum ist doch keine konstante Menge, die nur verteilt werden muss.
    Die Armut wird weltweit weniger, auch in Afrika, ergo der Reichtum wächst. Reichtum und Wohlstand entstehen durch Arbeit, Arbeitsteilung, Handel und Austausch. Durch Geist und Intelligenz.
    Das Gegenteil von Intelligenz und die Vernichtung von Wohlstand und Reichtum ist in Venzuela zu beobachten.
    Dafür sind wir aber ganz sicher nicht verantwortlich ! Deutschland überschätzt sich maßlos, wenn es glaubt die Welt retten zu können und zu müssen.

  • 5
    6
    Täglichleser
    12.02.2019

    DTR.. Volltreffer. Ralf verstanden?
    Es geht nicht, dass ein ganzer Kontinent
    wie Afrika bis zum Gehtnichtmehr ausgebeutet wird. Die Folgen sind uns
    bekannt: Flüchtlinge. Ihre Antwort sind
    Aussengrenzen Europas dichtmachen.
    Meine Antwort fairer Handel, faire Preise
    für Produkte von dort. Fragen Sie zu der Vielfalt zu den Problemen dort Experten.
    Die gibt es. Ich bin das nicht. Der Weg, das Ziel ist mir klar. Aber Sie zeigen Irrwege auf, die weiter in das Chaos führen. Und
    stellen nur Fragen ohne echte Antworten.

  • 6
    9
    DTRFC2005
    12.02.2019

    @ralf66_ Haben Sie mal darüber nachgedacht, das dritte Weltländer nicht umsonst so betitelt werden? Die Unterstützung in diese Länder halte ich mal einfach nur für ein Alibi, denn die reichen Länder, wären nicht so reich, wenn sie sich nicht an den armen Ländern bereichern würden. Ich bin mir fast sicher, das ist so gewollt. Warum sollte man denn eine Konkurrenz groß ziehen wollen, also hält man die Leute hin. Was glauben sie eigentlich, wo die seltenen Erze für die Elektrochips für Handy, PC usw. herkommen ? Das sind Kinder, die diese Erze schürfen. Glauben Sie im Ernst, irgendein Unternehmer würde dort zu lassen, das die Arbeiten den Bedingungen entsprechend entlohnt werden? Da könnte man ja keinen Profit mehr erlangen. Das war nur ein Beispiel von vielen. Aber verschließen sie ruhig ihre Augen, wählen AFD und hoffen, das sie dabei nicht selbst untergehen.

  • 7
    6
    Tauchsieder
    12.02.2019

    Wer kennt nicht diesen Satz: - Wer zu spät kommt den bestraft das Leben -.
    Selbstverschuldet, jetzt sitzt in allen Landesparlamenten die AfD. Scheinbar haben die jetzt Kreide gefressen, oder sind sie der Meinung, dass man ihnen dies abkaufen wird.
    Getäuscht, Vertrauen verspielt, wer die Wahl hat der wählt das Orginal.

  • 3
    3
    SimpleMan
    11.02.2019

    @Malleo Da habe ich auch noch eine Zahl für Sie, unter den 10 Ländern mit den größten Wirtschaftswachstum weltweit in 2018 (gegenüber dem Vorjahr) sind 6 afrikanische Staaten. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/197050/umfrage/ranking-der-20-laender-mit-dem-groessten-wachstum-des-bruttoinlandsprodukts/

  • 12
    7
    BlackSheep
    11.02.2019

    Das die, die es ohne Not so weit haben kommen lassen sich jetzt als die Retter aufspielen, echt peinlich. Aber es fällt schon auf das so etwas ausgerechnet zu Beginn eines Wahljahres abgeliefert wird.

  • 9
    6
    ralf66
    11.02.2019

    @Täglichleser, wie wollen Sie denn die Länder wirtschaftlich konkurrenzfähig machen, die sind doch deswegen nicht konkurrenzfähig, weil die Arbeitsproduktivität viel zu niedrig ist, weil uneffizient gearbeitet wird, weil die Produktion veraltet ist, die sind in der Entwicklung stehen geblieben! Den Steinkohlebergbau in Deutschland schließen, weil er ohne Subventionen nicht mehr rentabel arbeiten konnte, aber unrentable Firmen in der Dritten Welt mit Geld stützen, dass ihre Waren konkurrenzfähig sind, eine feine Theorie die Sie da haben!
    Die Dritte Welt wird doch schon gestützt mit Milliardenbeträgen und es hilft nichts, was wollen Sie denn noch tun? Haben Sie schon mal gesehen, wie in einigen afrikanischen Ländern Landwirtschaft betrieben wird, glauben Sie im Ernst, dass einige Länder sich von dieser Landwirtschaft ohne Importe ernähren könnten? Haben Sie auch mal in Betracht gezogen, dass die Geburtenraten in vielen afrikanischen Ländern viel zu hoch sind, um sich überhaupt mit einer maroden Landwirtschaft selbst ernähren zu können und dann müssen dort endlich die Bürgerkriege aufhören, die jegliche vernünftige Entwicklung verhindern, die das Geld verschlingen, welches eigentlich für ein besseres Leben gedacht war! Nach der Wende, war der Ostblock auch in einem schlechten wirtschaftlichen Zustand, ich bin viel in Tschechien und muss immer wieder staunen, wie es dort allgemein vorwärts geht, dass geht aber nur, weil die Tschechen auch eine qualifizierte Bevölkerung haben, die regelrecht den wirtschaftlichen Anschluss an die westliche wirtschaftliche Welt sucht, die umsetzen können, die arbeiten wollen, die ihr Land führen können, dass vergleichen sie dann mal mit Rumänien und können weiter auch gerne andere Rückschlüsse auf der Welt ziehen!

  • 11
    5
    Malleo
    11.02.2019

    ralf66
    Zwei Zahlen.
    Beim Besuch das ghanaischen Präsidenten 2018 in Berlin sagte dieser zu Merkel.
    Im Jahr erhält Afrika 35 Mrd. $ Entwicklungshilfe, gleichzeitig transferieren korrupte Eliten dieses Kontinentes ca. 50 Mrd. $ nach außerhalb Afrikas.
    Afrika regiert sich selbst arm!
    Jegliche Entwicklungshilfe war, ist und wird ohne Wirkung bleiben.

  • 9
    6
    Täglichleser
    11.02.2019

    Ralf Deutschland kann das nicht allein.
    Das ist eine internationale Aufgabe. Über die UN. Hilfe durch Selbsthilfe ist das eine.
    Das für mich wichtigere ist, dass wir mit
    Ihnen fairen Handel treiben, dass sie
    eine eigene selbsttragende Wirtschaft und
    Landwirtschaft betreiben können.
    Gelder in diese Länder. Keine subventionierte Waren in die Dritte Welt, die
    zum Ruin der dortigen Kleinbauern führt.
    Ralf wenn Sie das für gut halten, dass der letzte afrikanische Betrieb niederkonkurriert wird, der letzte dortige Staat pleite geht, dann Gute Nacht Europa.

  • 12
    8
    ralf66
    11.02.2019

    @Täglichleser, träumen kann man schon aber es sollte realistisch sein, wo steht denn bitteschön geschrieben, dass wir als Industriestaaten die Länder der Dritten Welt durchfüttern müssen, so das ihre Bevölkerung nicht auf Wanderschaft geht, gestützt und unterstützt werden die Länder der Dritten Welt doch seit dem Ende der Kolonialzeit, also schon ca. seit den 60er Jahren, mit einem überaus dürftigen Endergebnis. Diese Staaten haben doch auch eine Verantwortung für ihre Bevölkerung und können doch nicht ständig ausschließlich, auf konstante Hilfe bessergestellter Staaten hoffen. Denken Sie denn wirklich immer wieder im Ernst, dass wenn man die Länder finanziell immer wieder unterstützt, dass sich dadurch ihrer wirtschaftliche und soziale schlechten Lage so grundlegend bessert, dass die dann nicht in Deutschland Asyl suchen?
    Das ist Euer Traum, wir pulvern dort unten richtig rein, dann kommt keiner mehr zu uns und sucht Asyl, aber wer bezahlt das, was kostet das, wann sind die sozialen Ansprüche der dortigen Bevölkerung befriedigt, dass die Menschen zu Hause bleiben, wer kontrolliert, ob die Finanzen nicht zweckentfremdet in den Ländern verpulvert werden, wie zum großen Teil in der Vergangenheit geschehen. Wissen Sie, dass man den Aufbau der Wirtschaft, die Schaffung guter Sozialstaaten in der Dritten Welt nicht vergleichen kann, mit dem Aufbruch in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg! Dort in der Dritten Welt, hat man es mit völlig anderen Menschen und Mentalitäten zu tun, dort ticken die Uhren völlig anders als hier in Europa und ich bezweifele, dass man jemals die Armut in der Dritten Welt abschaffe kann, dass kann man nur unter bestimmten Verhältnissen und die sind nicht gegeben!

  • 10
    7
    Täglichleser
    11.02.2019

    Ohne die Bundeskanzlerin geht alles viel
    einfacher. Da könnt Ihr von der CDU sie so richtig schlecht machen. Das Selfie mit dem Flüchtling. Die hat sie wirklich alle eingeladen.
    Ob die CDU sich auch mal echt fragt, warum die alle gekommen sind? Oder ob das vorhersehbar war? Und das schon viel, viel eher. Und ob vielleicht schon viel, viel eher die Wirtschaften des Südens hätten gestärkt werden müssen, dass die Menschen dort eine Perspektive haben und bleiben. Aber das Profitstreben, das prinzipielle Hinterfragen unseres Wirtschaftens ist eine heilige Kuh.
    Denke es wird eine breite Diskussion mit den Experten über dichte europäische Aussengrenzen gehen.



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