CO2-Preis: Merkel spricht sich für Zertifikate-Handel aus

Die Umweltministerin ist für eine CO2-Steuer, die Union eher nicht. Jetzt positioniert sich auch die Bundeskanzlerin in der Debatte darum, wie mehr Klimaschutz gelingen soll.

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13Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Nixnuzz
    15.08.2019

    @Sterntaler: "Sie wissen schon, dass man mit Wind- und Sonnenstrom nicht das ganze Land über den Winter heizen und die übrige Stromversorgung stabil aufrecht erhalten kann. " Halten Sie mich für so "Grünäugig"? Klar - Strom kommt in der Regel aus der Steckdose - sofern man keine Solarzellen auf dem Dach und eine Speicherstation im Wohnzimmer hat. Von einem Notstromaggregat vor der Haustür ganz zu schweigen. Oder vom Kachelofen im Kaminzimmer ebenso. Ich möchte nur soviel in die Argumentation einbringen, das es kurzfristig (2019 -> 2020) keinen Umschalthebel von Kohle auf Alternativ gibt und wahrscheinlich auch so schnell nicht geben wird. Nur sind hier intelligente Menschen gefordert, vorhandene Technik/ Physik zu multiplizieren und einzubauen. Und wieviel tausend Tonnen Li lagern in seiner möglichen Verbindungsform bei Altenberg unter Tage? Seit DDR-Tagen bekannt.Und Wasserstoff ebenso bekannt - aus Elektrolyse ohne Kohlestrom.Wirkungsgrad wahrscheinlich kleiner als eine gute alte Dampflok. Im Moment könnte eine "Batterie-Station" wie in Brandenburg(?) zum Spannungsausgleich per Grundsteinlegung vorgesehen als Baumuster dienen. Mit genau den Akku-Packs, die im Auto verbaut sind. Freiberg hier freut sich gerade über die Chinesen, die die alten Solarworld-Hallen gekauft haben...nachdem andere diese vorher per Dumpingpreisen  plattgemacht haben, um dort Li-Polymerzellen gebaut werden. Könnte vielleicht Lohn und Brot für ehemalige Solarer und die Speichermengen bringen, hinter denen wir hier hinterherjagen. Was könnte bis 2030 da schon zur Verfügung stehen? Wo kriegt man bloß die vielen Techniker her, um das aufzubauen?

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    Nixnuzz
    15.08.2019

    @Sterntaler: Hatte mehrfach versucht, Ihnen eine ordentliche Antwort zu liefern - bin aber am PC-Internetsystem mehrfach gescheitert.

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    Sterntaler
    15.08.2019

    @Nixnuzz: Sie legen mir Worte in den Mund und verdrehen diese obendrein. So geht grüner Populismus. Ich habe weder gesagt, dass Kohlestrom das einzig Wahre ist noch dass Wind- und Sonnenenergie von vornherein nix sind. Sie haben halt keine Antwort und ich habe dies von Ihnen auch nicht wirklich erwartet. Sie wissen schon, dass man mit Wind- und Sonnenstrom nicht das ganze Land über den Winter heizen und die übrige Stromversorgung stabil aufrecht erhalten kann. Egal, Ihr Strom kommt ja aus der Steckdose. Also immer drauf mit neuen Belastungen, koste es was es wolle!

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    Nixnuzz
    15.08.2019

    @Sterntaler: "..dass die CO2-Bepreisung gerechtfertigt ist auch ohne Alternativen?.." Wenn impliziert von Ihnen Wind- und Sonnenenergie schon von vornherein nix sind und Kohlestrom das einzig Wahre ist - welche Antwort kann ich Person Einzahl Ihnen dann sinnvoll angeben? Ein Konglomerat an Abgaben auf dem Strompreis, in denen sich die Fördergelder für Nicht-CO2-Bringende Energieformen stecken - dann kann man nur an der CO2-Preisschraube nachdrehen. Aber was war der eigentliche Sinn ihrer Frage? Ging es um den Richtungsfinger: Der da, der ist dies, jens und nochwas?? Sorry Sir - aber auch wenn ich voll Ihrem Vorurteil entspreche: Ohne Investitionen = "Ihr Stromgeld auf Kosten von CO2" auf der Anti-CO2-Schiene wirds nicht gehen - siehe Einstieg von RWE ins grüne Geschäft.

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    Sterntaler
    15.08.2019

    @Nixnuzz: Das ist keine Antwort auf meine Frage. Sie schreiben, dies wäre Ihnen zu kurz gedacht, nun frage ich, haben Sie Lösungen z.B. für Verkehr und Gebäudeheizung die Sie uns als breit anwend- und bezahlbar serienreif auf den Tisch legen können? Oder "glauben" Sie auch nur und forcieren, dass den Leuten das Geld aus den Taschen gezogen wird und dann auch noch die Mittel für notwendige Investitionen fehlen? Überlegen Sie sich bitte ob Sie darauf praktikable Antworten haben. Wenn man steuern will kann man das nur über anreize tun, nicht über zusätzliche Belastungen.

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    Nixnuzz
    15.08.2019

    @Sterntaler: Das ist mir zu kurz gedacht. Zum einen, weil technische Entwicklungen immer mit Fehlschlägen verbunden sind. Zum anderen weil vorhandene Technik dank Kohle-/Ölförderung jeglicher Art keine (Massen-)Marktchance hat oder hatte. Ein Melkus oder ein Witmann - Autos für Liebhaber - in Handarbeit gefertigt, können vermutlich(?) weder Sie noch ich uns kaufen. Aber erst die Masse mit ihren Fertigungsstrassen anderer Hersteller kann den Preis für uns handhabbar machen. Und Autos z.B. haben ihre mechanisch-technischen Kinderkrankheiten, die erst im Laufe der Zeit ans Tageslicht kommen und trotzdem dem weiteren Verkauf nicht zuwider laufen. Ab wann wurde die elektronische Benzineinspritzung im Pkw "gesellschaftsfähig", deren mechanische Großväter meines Wissens noch in Flugzeugen ihre exotische Bewährungsproben hatte? Und wohin falscher Vermarktungsergeiz uns hinführt, hat uns gleichfalls die Autoindustrie vorgemacht. So bescheuert es war, aber ingenieurmäßige Intelligenz hatte auch da Lösungen gefunden. Und wenn wir die Lösungen nicht bauen, liefert uns China diese Teile billiger als wie wir sie wohl selber nicht nachbauen könnten - egal was es ist. Und weltweiter Handel reguliert sich über verschiedenartige Handelsverträge. Ob mit oder gegen Don Trump. Unsere Welt endet heute aber nicht mehr an der Bundeslandgrenze sondern quasi an ihrer und meiner Haustür - oder an der Werkbank und im Geldbeutel.

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    Hinterfragt
    15.08.2019

    https://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/fracking-boom-sorgt-fuer-steigende-methan-emissionen-a-1281900.html

    Und nun, USA-(Fracking)-Flüssiggas oder doch Nord Stream?

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    Malleo
    15.08.2019

    An Kreativität der Mächtigen, Geld einzutreiben, mangelte es noch nie.
    Im alten Rom erfand man die Toilettensteuer( Geld stinkt nicht).
    Oder man kaufte sich mit einem Ablassbrief von Sünden frei.
    Heute sind es Zertifikate.
    Was kümmern mich Kollateralschäden im Rest der Welt, Hauptsache wir haben hier saubere Luft.

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    sunhiller
    15.08.2019

    Also will man mit der Angst des Klimawandels noch schnell Geld verdienen!
    Um einen Klimaschutz geht es doch schon lange nicht mehr!

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    Sterntaler
    14.08.2019

    Ach Angela, ich hatte ganz vergessen: "Und wenn man jetzt mitgeteilt bekommt, dass wir im Grunde unseren eigenen Planeten ruinieren ...", überleg doch mal selbst und hinterfrage, was Dir Deine Berater so mitteilen. Du weißt, dass diese die Große Transformation der Gesellschaft wollen, um jeden Preis und nicht zur Rettung des Planeten. Du kennst das Gutachten des WBGU besser als jeder andere ...

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    Sterntaler
    14.08.2019

    @nixnuzz: Was wollen Sie mir damit sagen, dass die CO2-Bepreisung gerechtfertigt ist auch ohne Alternativen?

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    Nixnuzz
    14.08.2019

    @Sterntaler: "Erst ausgereifte und bezahlbare Technologien her, .." Wer entscheidet, wann etwas "ausgereift" ist? Wieviel Testmodelle braucht es, um überhaupt "als funktionsfähig" angesehen zu werden? Erhoffen Sie sich die Zulassungskriterien wie im Flugzeugbau? Wie wollen Sie die Schnittpunkte festlegen, um am Markt angenommen zu werden? Sorry - aber nach der ersten Charge werden erste Fehler auftreten, die schnell in der Produktion wiederum berücksichtigt werden. Rückruf-Aktionen oder ähnliches inklusive. "Badewannen-Kurve" inklusive. Von möglichen Konkurrenzsystemen ganz zu schweigen.

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    Sterntaler
    14.08.2019

    "Ich glaube, die Technologie wird uns helfen ...", "Glauben", nicht "Wissen" ist also Grundlage für so tiefgreifende politische Entscheidungen. Angela, wir haben aber bislang keine adäquaten Technologien welche die fossile Energieerzeugung in dem notwendigen Maß ersetzen können. Erst ausgereifte und bezahlbare Technologien her, dann über Emissionshandel reden ... ach nein, dann lohnt sich das ja nicht mehr. Ob Steuer oder Emissionshandel, die Auswirkungen auf den Bürger sind am Ende die Gleichen, nur kann man es mit dem Emissionshandel vielleicht ein wenig verschleiern, ist bissel indirekter. Aber die Preise aller Waren und Dienstleistungen des täglichen Bedarfs steigen genau so.