Studie: Arbeitsmarkt braucht Hunderttausende Zuwanderer

Wanted: Hunderttausende Zuwanderer für den deutschen Arbeitsmarkt. Um den Bedarf zu decken, werden auch Migranten aus Nicht-EU-Ländern immer wichtiger, sagt eine Studie. Experten sehen die Rekrutierung als XL-Job.

18Kommentare

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  • 5
    3
    BlackSheep
    14.02.2019

    @Blackadder, das Sie mir nicht glauben ok, aber der Weltbericht ist gut recherchiert und begründet, was sagen Sie dazu?
    @cn3boj00, Fachkräfte Türkei, Italien, die wurden damals schon geholt um die Arbeiten zu erledigen die kein Deutscher machen wollte! Es wurde die FDP schon mal aus dem Bundestag gewählt für "Arbeit muss sich wieder lohnen in Deutschland" und nichts in diese Richtung ist passiert, ein Hauptgrund warum keiner mehr Lust hat Schreiner zu werden. Ich arbeite im Erzgebirge und habe es schon erlebt das Tschechen bei den Löhnen hier gesagt haben "da können wir es auch lassen" aber ist klar, anstatt für vernünftige Löhne zu sorgen nehmen wir lieber Flüchtlinge und die eigene Jugend kommt ja mit Hartz4 klar.

  • 5
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    cn3boj00
    14.02.2019

    Ihre Polemik @Malleo ist völlig Fehl am Platze. Die Zuwanderung von Fachkräften hat überhaupt nichts mit "geschenkten" Menschen (was für eine Ausdruck) zu tun. Aber manche können es einfach nicht lassen. Fachkräftebedarf gab es schon mehrfach in der jüngeren deutschen Geschichte. Einst wurden Italiener geholt, später Türken.
    Die Hälfte des prognostizierten Bedarfs deckt man doch aus EU-Ländern, das sind keine Asylanten, sondern vor allem Rumänen, Polen, Bulgaren und Italiener (hatten wir schon mal!). Dann kommen die Zuwanderer aus Nicht-EU-Staaten, allen voran schon seit langem die Türkei, aber Fachkräfte kommen auch aus den USA, Indien oder China. Und ja, es gibt inzwischen auch ne ganze Menge z.B. aus Syrien, bis hin zu Ärzten.
    Daran hätte auch das Nichtstattfinden des furchtbaren Krieges des IS mit seinen Folgen nichts geändert. Das eine hat mit dem anderen reinweg nichts zu tun. Dass Asylbewerber hier nicht arbeiten dürfen (!) bis ihr Verfahren abgeschlossen ist, dass Asylanten, die hier tatsächlich schon arbeiten abgeschoben werden usw. sind die Auswüchse der deuteschen Bürokratie.
    Über die Frage, warum deutsche Schulabgänger heute keinen Bock mehr haben Schreiner zu werden, muss man sich natürlich Gedanken machen. Dass die Schulausbildung an den Erfordernissen des Arbeitsmarktes vorbeigeht würde ich auch (aus eigener Erfahrung) unterschreiben.
    Dass hier aber Arbeitskräfte geholt werden sollen die unserer Jugend die Plätze wegnehmen geht wohl an der Realität vorbei. Schon dieses Jahr wird es viele Firmen geben, die Azubis wollen, aber nicht bekommen. Immerhin spricht es sich langsam herum, dass die Unternehmen auch selber in die Ausbildung des Nachwuchs investieren müssen. Die zeiten, wo man "junge, dynamische Akademiker mit langjähriger Berufserfahrung" gesucht hat sind gott sei dank vorbei.

  • 5
    3
    SimpleMan
    14.02.2019

    @Malleo Wieso fliehen? Die größte Migration findet innerhalb von Europa statt. In Deutschland sind die Polen die größte Gruppe der Arbeitnehmer aus dem Ausland. Migration gab es immer, und wird es immer geben. Oder warum haben im Ruhrgebiet viele einen polnischen Namen? Warum gibt es Gebiete in Rumänien, wo deutsch gesprochen wird. Wieviele Sachsen arbeiten in der Schweiz?

  • 6
    3
    Steuerzahler
    14.02.2019

    @Blackadder: vielleicht weil es an Toleranz und Verständnis fehlt?

  • 3
    7
    Blackadder
    14.02.2019

    Warum kann ich die vorgebrachte Sorge einiger hier um die fehlenden Fachkräfte in den Herkunftsländern nicht so recht glauben?

  • 7
    3
    Freigeist14
    14.02.2019

    Der Fachkräftemangel ist ein Chimäre der arbeitgebernahen Forschungsinstitute . Hätte man für diese Studie verschieden bildungspolitische Szenarien kalkuliert,wäre man unter Umständen zu dem Ergebnis gekommen,das nicht primär Zuwanderung sondern eine Steigerung der Investitionen ins Bildungssystem die zu erwartenden Entwicklungen am Arbeitsmarkt womöglich abfedern könnte (Jens Berger wwwN.D.S.)

  • 8
    3
    Malleo
    13.02.2019

    SimpleMan
    .. und kein Verlust für das Land woher sie kamen?
    Wer flieht, sät nicht, erntet nicht und baut auch keine Infrastruktur auf!!

  • 5
    5
    SimpleMan
    13.02.2019

    @Malleo Es ist häufig so, dass besonders Migranten mit höherer Bildung unterhalb ihres Bildungsabschlusses arbeiten. Das hat ganz unterschiedliche Ursachen und ist eher ein Verlust, für das Land in dem die Migranten arbeiten. Aber dieses Problem gibt es nicht nur in Deutschland.

  • 6
    3
    Malleo
    13.02.2019

    SimpleMan
    Widerlegen liegt mir fern.
    Ich schau auf die Zahlen vor Ort und z.B. die Erfolgsgeschichte, dass ein syrischer Anwalt hier als Bürofachman angelernt wird.
    So ist das mit den Fachkräften.....und dem Durchschnitt.

  • 5
    4
    Steuerzahler
    13.02.2019

    @Blackadder: wenn die Zahl von 600000 stimmen sollte, wodurch ist denn belegt, dass Orban daran Schuld ist? Oder sollte er aufgrund Ihrer Einstellung einfach und am besten daran Schuld sein? Und selbst wenn, macht er doch jetzt offensichtlich etwas, um den Erhalt der Arbeitskräfte im eigenen Land zu fördern und nicht diejenigen ins Land zu holen, für die andere Länder die Ausbildung bezahlt haben. Was von beidem ist verwerflicher? Im Übrigen hat doch Deutschland nach offiziellen Mitteilungen von Politik und Medien seit 2015 Tausende Fachkräfte ins Land geholt, so dass es sich bei dieser Vielzahl nicht erschließt, dass wir Fachkräftemangel haben. Preisfrage: Was daran stimmt nicht?

  • 5
    4
    SimpleMan
    13.02.2019

    @Malleo Ich habe die Zahlen für die ganze Bundesrepublik verlinkt und Sie suchen sich die Zahlen für Zwickau, um diese Zahlen zu wiederlegen ... Was soll das? Prozentrechnung hatten wir schon besprochen, jetzt müssen wir wohl noch mal besprechen, was ein Durchschnitt ist.

  • 6
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    Malleo
    13.02.2019

    SimpleMan
    .. so so , versicherungspflichtige Arbeit.
    Für die Stadt Zwickau sieht es so aus:
    Nach Quelle Bundesagentur für Arbeit und die Stadt Zwickau:
    Arbeitssuchend im Kontext von Fluchtmigration 1010 Personen
    Bestand Arbeitslose im Kontext von Fluchtmigration 383 Personen
    „Die Stadtverwaltung schreibt: "In Zwickau leben mit Stand 31.12.2017 insgesamt 4889 Ausländer, darunter sind nach Angaben des Landkreises Zwickau/Sozialamt mit Stand 30.06.2018 insgesamt 1786 Ausländer mit Fluchthintergrund". (Quelle: Beschlussvorlage BV/167/2018)
    Das macht eine A-Quote von 78 %, wobei hier alle Fluchtmigranten als im arbeitsfähigen Alter angenommen wurden, was sicher nicht zutrifft.
    Heißt, Ihr Drittel stimmt für Zwickau schon einmal nicht.
    Und kleiner Hinweis, wie die sozialversicherungspflichtigen Arbeiten auch aussehen können, lässt sich in NRW gut verfolgen

  • 7
    9
    Blackadder
    13.02.2019

    @Steuerzahler: Ungarn muss auch tätig werden, schließlich hat Orbans Politik in den letzten Jahren 600.000 vor allem junge Ungarn aus dem Land vertrieben. Eine liberalere Politik könnte auch schon helfen, die zurück zu holen.

    Ansonsten kann ich immer nur wieder sagen: unterstützt die Frauen: ermöglicht Teilzeit, schafft genügend preiswerte oder gar kostenfreie Unterbringung in Kitas, unterstützt Ganztagsschulen. Unterstützt eine familienfreundliche Arbeitswelt auch für Männer.

  • 9
    4
    Steuerzahler
    12.02.2019

    Wann endlich wird etwas unternommen, um Kinder und Familien so zu fördern, dass sich das positiv auf die Geburtenrate auswirkt? Aber wahrscheinlich vertraut man lieber auf die kostengünstige Variante, ausländische Fachkräfte durch die Herkunftsländer ausbilden zu lassen und sie dann nach D zu holen. Kapitalismus pur. Das gescholtene Ungarn zeigt, dass man auch andere Ideen haben kann. Aber das erinnert wohl zu sehr an den Kredit für junge Eheleute zu DDR-Zeiten!

  • 7
    10
    SimpleMan
    12.02.2019

    @Malleo Vielleicht interessiert Sie, dass ein Drittel der Asylbewerber eine sozialversicherungspflichtige Arbeit hat (Stand Oktober 2018). So schlecht ist das nicht nach 3 Jahren, aber es gibt natürlich auch noch Luft nach oben.
    https://statistik.arbeitsagentur.de/Statischer-Content/Statistische-Analysen/Statistische-Sonderberichte/Generische-Publikationen/Fluchtmigration.pdf

  • 11
    5
    BlackSheep
    12.02.2019

    Hätte man die Bildung nicht seit Jahrzehnten schleifen lassen gäbe es das Problem nicht. Aber es scheint ja keinen zu stören das man damit der eigenen Jugend die Zukunft verbaut.
    https://www.welt.de/politik/ausland/plus188067287/Abwanderung-Serbien-blutet-aus-und-Deutschland-profitiert.html?source=k143_plusdichte.capping.politik-Inland.1.188067287
    Hier mal noch ein Beispiel was diese kolonialistische Politik in anderen Ländern anrichtet.

  • 11
    6
    Malleo
    12.02.2019

    Wer definiert bitte einmal den Begriff "Fachkraft" damit man weiß, worüber diskutiert wird?
    Habe ich richtig gelesen?
    Zuwanderer für den deutschen ARBEITSMARKT??
    Nach KGE kamen doch seit 2015 die geschenkten Menschen.
    Wo sind sie?
    Im Arbeitsmarkt sicher nicht.
    Den Hinweis auf die Studie ZEW und Prof. Bonin hatte ich schon mal gegeben.
    400 Mrd. zusätzlich, wenn die "Zuwanderer" das geringste(!!) Qualifikationsniveau von Einheimischen in 20(!!) Jahren erreichen.
    Sind das dann die gewünschten Fachkräfte?
    Einfach nur absurd!

  • 10
    6
    Interessierte
    12.02.2019

    Da haben die sich nun die letzten 30 Jahre mit den ´sehr gut qualifizierten` Ostdeutschen über Wasser gehalten , weil es bei denen wohl schon vor 30 Jahren gefehlt hat an guten Leuten ...
    Jetzt gehen die nun auch so langsam in Rente und Kinder haben die zu wenige gemacht in dieser un-sicheren Zukunft …
    Und dazu diese 6 Mio Arbeitslose , welche bis jetzt ´übersehen´ oder ignoriert wurden …..

    Und nun brauchen die für die nächsten 40 Jahre jährlich 146.000 aus anderen Ländern , wohl , weil sie nicht genügend gebildet und ausgebildet und gefordert und gefördert haben …
    Und wie sieht es denn mit dem qualifizierten Zuzug von jungen Männern aus , welche heute 20 sind und noch 40 Jahre arbeiten müssen und zwischenzeitlich auch deren Kinder und auch Kindeskinder ´westlich gebildet` heranwachsen ?



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