«Deutschlandtrend»: Viele sehen Flüchtlingspolitik kritisch

Flüchtlinge überqueren im November 2015 die Grenze von Österreich nach Deutschland.

Berlin (dpa) - Die Bürger stellen der Flüchtlingspolitik der vergangenen drei Jahre mehrheitlich kein gutes Zeugnis aus. Jeder Zweite ist laut neuem ARD-«Deutschlandtrend» der Meinung, dass Unterbringung und Verteilung der Flüchtlinge sei eher schlecht oder sehr schlecht gelungen.

43 Prozent der Befragten finden, das sei sehr gut oder eher gut gelungen. Nur 27 Prozent der Befragten meinen, dass die Integration der Flüchtlinge in die Gesellschaft sehr gut oder eher gut gelungen ist. 69 Prozent sagen, sie sei eher schlecht oder sehr schlecht gelungen.

27 Prozent der Befragten halten die Vorbeugung von Gewalt und Kriminalität für gelungen, 69 Prozent für schlecht gelungen. 23 Prozent der Befragten sind der Meinung, dass die Integration der Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt gut gelungen ist. 69 Prozent sagen, sie sei eher oder sehr schlecht gelungen.

Für eine Beobachtung der AfD durch den Verfassungsschutz sind zwei von drei Bundesbürgern. Laut «Deutschlandtrend» fänden 65 Prozent einen solchen Schritt angemessen. Das sind drei Prozentpunkte mehr als bei einem Deutschlandtrend im Juli 2016. 32 Prozent fänden eine Beobachtung nicht angemessen.

Am Donnerstag kündigte Thüringens Verfassungsschutz an, die AfD mit ihrem Landeschef Björn Höcke unter die Lupe zu nehmen. Sie wurde zum Prüffall, eine Vorstufe für eine mögliche Beobachtung. Über die Frage, ob die AfD flächendeckend vom Inlandsgeheimdienst beobachtet werden sollte, war in den vergangenen Tagen politischer Streit entbrannt.

Die Zufriedenheit der Menschen in Deutschland mit der Arbeit der Bundesregierung stieg im Vergleich zum Vormonat. 31 Prozent der Befragten sind mit der Arbeit zufrieden oder sehr zufrieden, wie aus dem «Deutschlandtrend» hervorgeht. Das sind sechs Prozentpunkte mehr als im Vormonat. Eine deutliche Mehrheit, 68 Prozent, sind weniger oder gar nicht zufrieden (minus 6 Punkte).

In der Sonntagsfrage liegt die Union mit unverändert 29 Prozent vorn. Die SPD erreicht unverändert 18 Prozent. Die AfD verliert leicht um einen Punkte und kommt auf 16 Prozent. Die FDP kommt auf 8 Prozent (+1), die Linke auf 10 Prozent (+1) und die Grünen auf 14 Prozent (-1).

In der Liste der beliebten Politiker kommt Außenminister Heiko Maas (SPD) auf 47 Prozent Zustimmung (-1 Punkt im Vergleich zum Vormonat). Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) kommt unverändert auf 46 Prozent Zustimmung. Mit der Arbeit von Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sind 43 Prozent zufrieden (-3).

2Kommentare
👍1👎0 aussaugerges 10.09.2018 Bis heute sucht das Bamf nach den richtigen Namen,wer soll das begreifen.
👍6👎0 BlackSheep 07.09.2018 https://www.welt.de/politik/article181449460/Verfassungsschutzpraesident-Keine-Informationen-ueber-Hetzjagden-auf-Auslaender-in-Chemnitz.html
Wenn man die eigenen Bürger lieber belügt als die Wahrheit zu sagen ist das doch kein Wunder.
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