Ex-Kanzler Schröder hält nicht viel von SPD-Doppelspitze

Berlin (dpa) - Der frühere SPD-Chef und Ex-Kanzler Gerhard Schröder hält nicht viel von dem Plan, die Traditionspartei künftig von einer Doppelspitze führen zu lassen.

«Ich glaube, da wird der Versuch gemacht, etwas zu kopieren, was andere Parteien schon nicht immer als Erfolg erlebt haben», sagte der 75-Jährige in einem Doppelinterview mit NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) der «Rheinischen Post» (Samstag). Schöder riet: «Man muss sich auf seine eigenen Stärken besinnen.»

Der Parteivorstand wirbt für die Einführung einer Doppelspitze, die auf dem Parteitag im Dezember gewählt werden soll. Die Doppelspitze soll die SPD als Team gemeinsam führen.

Auch fremdelt Schröder mit dem aufwendigen Verfahren, zu dem unter anderem 23 Regionalkonferenzen gehören, auf dem sich die Kandidaten der Basis vorstellen. «Diese langwierige Form von Führungsfindung liegt mir nicht», sagte Schröder dem Blatt. Bis 12. Oktober werden die 15 Kandidaten, sieben Duos und ein Einzelbewerber, bei den weiteren Regionalkonferenzen um Stimmen werben.

5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    3
    Nixnuzz
    08.09.2019

    "Seine Meinung ist aber irrelevant." ..aber vielleicht nicht für manchen hochgradigen Gastgeber, be dem Genosse Schröder wohl als Deutsch-demokratischer Alt-Regierungsinsider und Entscheidungsablaufkenner gilt. Nur zu seinem oder auch zum Wohle des Gastgebers - aber Deutschlands?....

  • 4
    1
    Zeitungss
    08.09.2019

    Vollkommen richtig Genosse Schröder, den Untergang bringt man auch im Alleingang hin, zumal Sie gezeigt haben wie es geht und den Grundstein dafür gelegt haben. Das Haus der Parteizentrale in Berlin wird man eines Tages sicherlich in "G. Schröder Haus" umtaufen, Nachhaltigkeit wird bekanntlich gewürdigt.

  • 4
    7
    Distelblüte
    08.09.2019

    Schröder ist ein altes Alphamännchen. Seine Meinung ist aber irrelevant. Vielleicht möchte er lieber Putin befragen, der kennt sich mit Alleinherrschaft ziemlich gut aus.

  • 4
    1
    Franziskamarcus
    07.09.2019

    Also der Kandidat Herr Stegner hat schon mal seine Meinung Kundgetan, wie die Bürger ticken, er ist nah am Puls des Volkes.
    Zitat:"Die meisten Menschen haben kein Problem, dass ihre Gemeinde islamisiert wird".
    Quelle: Auzeichnung bei Phönix, gibts auch bei Youtube zu hören.
    Oder hier: https://www.welt.de/politik/deutschland/article199725668/Casting-fuer-SPD-Vorsitz-Die-100-Euro-Scheine-liegen-auf-der-Strasse.html
    Ich würde aber eher eine Qualitätszeitung empfehlen zum Lesen.
    Und ich dachte, es gibt keine Islamisierung. Jetzt bin ich verwirrt. Blackadder oder Diestelblüte, helfen sie mir.

  • 5
    0
    Nixnuzz
    07.09.2019

    Na gut. Mit "basta!" hat er ja auch einiges erreicht - bis zur Abwahl...



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