«Fridays for Future» mit neuen Zielen

Deutschlands «Fridays für Future»-Schüler lassen nicht locker. Sie wollen so lange auf die Straße statt in die Schule gehen, bis die Politik mehr für Klimarettung tut. Jetzt hat die Bewegung eine Agenda.

Berlin (dpa) - Der Ort war bewusst gewählt: Im Berliner Naturkundemuseum künden riesige Skelette längst ausgestorbener Saurier davon, was Klimawandel und Umweltveränderungen anrichten können.

Vor dieser Kulisse präsentierten Schüler der «Fridays for Future»-Bewegung für mehr Klimaschutz einen Katalog konkreter Forderungen an die Politik. Bevor hier nichts ins Rollen kommt, so die Botschaft, gehe der «Schulstreik» mit bundesweiten Demonstrationen jeden Freitag weiter.

So fordert das Bündnis, ein Viertel der deutschen Kohlekraftwerke noch in diesem Jahr abzuschalten. Das sei aufgrund der Überproduktion an «dreckigem Strom» hierzulande machbar. Zudem müsse der Kohleausstieg in Deutschland bis 2030 und nicht wie von der Kohlekommission vorgeschlagen erst 2038 realisiert werden. Der Ausstieg aus der Kohle als wichtige Quelle für das Treibhausgas Kohlendioxid (CO2) spiele eine Schlüsselrolle beim Klimaschutz, sagte Sebastian Grieme, einer der Sprecher der Bewegung.

Er forderte zudem eine CO2-Steuer auf klimaschädliche Treibhausgase. «Der Preis für den Ausstoß muss schnell genauso hoch sein wie die Kosten, die der heutigen und zukünftigen Generationen entstehen», sagte Grieme und verwies auf Berechnungen des Umweltbundesamtes. Demnach verursacht die Emission einer Tonne CO2 Schäden von rund 180 Euro. Umgerechnet auf den Ausstoß Deutschlands 2016 entspreche dies Gesamtkosten von rund 164 Milliarden Euro, hatte das Amt Ende vergangenen Jahres mitgeteilt.

Seit Monaten gehen Schüler jeden Freitag auf die Straße und fordern mehr Einsatz der Politik für den Klimaschutz. Auch Wissenschaftler schlossen sich dem Anliegen an. Ihren Ursprung haben die Aktionen in Schweden, wo die Schülerin Greta Thunberg als Erste regelmäßig vor dem Parlament demonstrierte. Inzwischen ist daraus eine globale Bewegung geworden. Thunberg sprach Ende März vor gut 20.000 Schülern bei einer «Fridays for Future»-Demonstration in Berlin.

Bisher verwies das deutsche Schüler-Bündnis immer darauf, dass das Ziel einer Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5 Grad, das im Klimaabkommen von Paris als wünschenswert beschlossen wurde, nicht gerissen werden dürfe. Andernfalls drohten unabsehbare Folgen für die Menschheit und - wie bei den Sauriern - das nächste «Artensterben».

Die nun formulierten Ziele sollen den Druck auf Politiker erhöhen. So müsse Deutschland bis 2035 seine Energieversorgung vollständig auf Erneuerbare umstellen, fordern die Schüler. Bis 2035 soll zudem beim Ausstoß von Treibhausgasen die «Nettonull» erreicht sein - das Land also nicht mehr CO2 produzieren, als etwa durch die Natur oder Speichersysteme kompensiert werden kann.

«Die vergangenen Monate haben gezeigt, wir haben gesellschaftlichen Einfluss», sagte Schülersprecher Linus Steinmetz. «Die Erwachsenen haben das größte Problem unserer und kommender Generationen verursacht und machen nun keine Anstalten, dieses Problem zu lösen.» Der Schülerstreik höre erst auf, wenn konkrete Taten der Politiker folgten. «Nur Dialog reicht uns nicht», betonte Grieme.

Nach Einschätzung von Volker Quaschning, Professor für Regenerative Energiesysteme an der Hochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin und Mitglied der «Scientists for Future», sind die Forderungen der Schüler «alle berechtigt» und umsetzbar. «Deutschland als eines der reichsten Länder muss seine Hausaufgaben machen und hat hier eine Vorbildfunktion.»

Bewertung des Artikels: Ø 1 Sterne bei 1 Bewertung
31Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    Malleo
    12.04.2019

    cn3
    Biomasse statt Importkohle, 13 AKW geplant, Wind und PV kein weiterer Ausbau vorgesehen, Gas Co2 neutral?
    Weitere Fragen?

  • 1
    0
    Nixnuzz
    12.04.2019

    @cn3boj00: Meine letzten beiden Vorgesetzten hatten längere Arbeitsaufenthalte in den USA. Ihre übereinstimmende Meinung war: Bitte kommen Sie nicht mit Fakten! Standartaussage der Ammis. Nur wenige waren dort bereit und in der Lage, Fakten anzuhören und in ihrer Tiefe zu verstehen und gegebenenfalls anzuwenden. Also: Schönes Wochenende - wir retten die Welt nicht mehr - aber geniessen je nach Alter den Ritt in die Sonne. Glück auf!

  • 2
    5
    cn3boj00
    12.04.2019

    @Malleo, vielleicht können Sie ja erklären wie GB den Kohleausstieg in etwa 8 jahren geschafft hat. ich würde mich bloß wiederholen.

    Auf eines wollte ich noch kurz eingehen: dass wir etwa schon 2 Grad Erwärmung haben ist ja eine Tatsache (die man ignorieren kann). Die letzte große Erwärmung gab es beim Übergang von der letzten Eiszeit zum Holozän, sozusagen dem heute. Damals ist die mittlere Temperatur um etwa 7 Grad gestiegen. Allerdings hat das etwa 10000 Jahre gedauert. Die kurzfristigen Schwankungen beliefen sich immer auf Größenordnungen um 0,5 bis 1 Grad. Wenn wir nichts tun, werden bis 2100 jedoch weitere 5 Grad hinzu kommen. Dann haben wir ebenfalls 7 Grad Erwärmung, in nur 120 Jahren. Dass dies natürlich sein soll würde mich doch sehr wundern.

  • 1
    2
    Malleo
    12.04.2019

    cn3...
    Aber sicher, dass der Anteil von Atomkraft in GB zunimmt ist auch falsch und ich kenne keine Steuer, die im Endeffekt nicht ein Produkt oder eine Leistung verbilligt hat!

  • 4
    1
    cn3boj00
    12.04.2019

    @Hinterfragt: vielleicht sollte man etwas genauer hinschauen wie die Briten das machen. Denn bei denen liegt der Strompreis trotz der indirekten CO2-Besteuerung im EU Durchschnitt, etwa 8 ct niedriger als in Deutschland. Dort gibt es z.B. keine EEG-Umlage oder solchen Unsinn, bei dem die Kosten der Energiewende von vornherien auf den Bürger abgewälzt werden. Mit einer CO2-Besteuerung dagegen werden die Steuern nach dem Verursacherprinzip erhoben.
    Es ist seltsam, dass wir in Deutschland Dinge, die in anderen Ländern einfach funktionieren, in Abrede stellen und behaupten, dass das nicht funktionieren kann - so wie eben unsere Politiker immer eine Ausrede haben, wenn es darum geht die Verursacher zur Kasse zu bitten. Es ist traurig dass viele Bürger das inzwischen sogar selber glauben.

  • 1
    2
    Hinterfragt
    12.04.2019

    Zudem wird von einer angedachten CO²-Steuer die Umwelt NICHT besser, nur die entsprechenden Produkte werden teurer.
    Die Konzerne werden diese Steuer schließlich unmittelbar auf die Preise umlegen.

    Das führt zu einer Teuerung - welche dann wiederum dazu führt, dass die Löhne und Renten nicht mehr ausreichen - was zu Streiks für mehr Lohn führt - was wiederum dazu führt, dass Güter noch teurer werden - was bedeutet, dass .......
    Ein Teufelskreis!

  • 3
    2
    cn3boj00
    11.04.2019

    @Malleo, falsch. In England müssen die das bezahlen und nicht an die Kunden weitergeben. Es ist keine Steuer im klassischen Sinne. Und die Kohle wurde nicht durch Atom, sondern durch Gas ersetzt, keine langfristige Lösung, aber deutlich CO2 freundlicher. Und Kernenergie wird wieder kommen, wenn sie sicher und risikolos ist und das Entsorgungsproblem geklärt ist. Mag vielleich noch ein Weilchen dauern...

  • 1
    4
    Malleo
    11.04.2019

    cn..
    Hatte ich nicht schon von CO2 Steuer gesprochen, die unseren Strom noch teurer macht?
    GB bleibt bei Atomkraft, D steigt aus, übersehen?

  • 4
    1
    cn3boj00
    11.04.2019

    @Malleo: natürlich kann man sein Nichtstun immer am Beispiel derer begründen, die noch weniger tun. Wobei das vermutlich nicht mal richtig ist, ich behaupte mal China tut heute deutlich mehr als D, und die USA haben seit 2005 etwa die gleiche CO2-Reduzierung wie die EU (ca. 750 Mio tonnen).
    Man könnte sich aber auch mal an den Ländern orientieren die deutlich mehr tun als wir! Von den etwa 15 EU-Ländern die da vor Deutschland rangieren darf ich mal den Inbegriff rauchender Schornsteine als Beispiel nehmen: England. Die haben das CO2 von 1990 bis jetzt um 40% reduziert, alllein in den letzten Jahren um jeweils 5% jährlich (während es in D sogar wieder leicht gestiegen ist!)
    Und wissen Sie wie? Das britische Parlament hat 2008 den Climatic Change Act verabschiedet. Vermutlich, lieber Malleo, war das damals von den Grünen kontrolliert :). Klare Zielvorgaben, und Maßnahmen wie eine Abgabe auf CO2, aber keine Vorschriften, wie die Ziele zu erreichen seien. Das hat man tatsächlich den Betroffenen selbst überlassen, die plötzlich mit Kohlestrom rote Zahlen geschrieben hatten. Und siehe da: die sind freiwillig innerhalb weniger Jahre aus der Kohle ausgestiegen und haben selber Alternativen entwickelt, um wieder geld zu verdienen statt dem Staat Steuern zu schenken.
    So geht politische Regulierung.
    Und was macht Deutschland? Keine klaren Vorgaben, keine Abgaben, mit denen man Geld für die Energiewende von den Konzernen einnimmt. Stattdessen wartet man, bis die Konzerne ihre Kohleanlagen abgeschrieben haben, und dann entschädigt man sie für den Schrott auch noch mit Milliarden Steuergeldern.
    Die Schüler haben das fiese Spiel durchschaut. So mancher Zeitgenosse wohl nicht.

  • 4
    1
    cn3boj00
    11.04.2019

    @kartracer, ich bin schon anwesend. Und ich finde ihren Vortrag hier weder kurz noch prägnant, noch zum Thema passend, Sie lassen sich lieber gern über Leute aus die nicht so denken wie Sie?
    Leider kann man beim Thema Klima mit Wahrnehmungen nicht sehr weit kommen, denn was wir in unserem Lebensalter dazu wahrnehmen ist nicht mal ein Fliegenschiß der Geschichte. Man könnte jetzt sagen: ich nehme wahr, dass das Wetter mehr Extreme aufweist als früher, mehr Sturmfluten, Starkregen, Orkkane, Hitzewellen. Aber da ist es ein leichtes zu sagen das gabs früher auch, denn ich hab sie nicht gezählt. Ist aber meine Wahrnehmung. Statistisch sieht man außerdem, dass in Deutschland die Jahresmitteltemperatur seit 130 Jahren um 1,5 Grad gestiegen ist, in den letzten 30 Jahren sogar um über 2 Grad. Da werden Sie sagen das gabs früher auch usw. Mit Wahrnehmungen kommt man da nicht weit, selbst wenn die Erwärmung offensichtlich ist und nach fast 100 Jahren nur mäßiger Änderung es in den letzten 30 signifikant wärmer geworden ist. Als Laie habe ich aber genug Vertrauen in die Wissenschaft, was Politkern leider abzugehen scheint.

  • 3
    2
    Nixnuzz
    11.04.2019

    @kartracer:"@Nixnuzz, ohne Ihnen zu nahe zu treten zu wollen, aber Ihre Westherkunft ist einfach unverkennbar." Doch - ich bin so fies. Wenn mir über Jahre vom Schülerzeitraum an bis heute klar gemacht wird, das meine Aussagen belegt sein müssen, ist (m)eine Meinung überflüssig. Eine Falschaussage meinerseits gegenüber jemandem hätte uns beiden beinahe den Schulabbruch bedeutet. Während meiner 35jährigen Dienstzeit war ich zuständig für die Bewertung der Gefährlichkeit von Chemikalien nach den damals bekannten Merkmalen. Die Gesundheit der Kunden als auch der Transporteure weltweit hing davon ab. Mich reizt es heute nur noch bei mir als falsch erscheinenden Behauptungen einzusprechen. Sie werden also mit mir in dieser "Wessie-Sprache" wohl weiter rechnen müssen.
    PS: 2 Ossi-Lehrer und 3 LA's Dresdener und Leipziger Herkunft haben ebenfalls an mir rumerzogen....

  • 5
    2
    Malleo
    11.04.2019

    ...mit dem kleinen Unterschied:
    China und Indien brauchen nicht und die USA wollen nicht.

  • 2
    6
    Blackadder
    11.04.2019

    @malleo: Und deshalb ist #fridaysforfuture ja auch eine internationale Bewegung, an der sich bislang Schülergruppen in 120 Ländern beteiligen.

  • 6
    2
    Malleo
    11.04.2019

    Bei einem Anteil Deutschlands am CO2 Gehalt der Luft von 0,0000471 % werden wir mit 50 Mrd. €/Jahr Maßnahmen ergreifen, um noch eine Null hinter dem Komma hinzuzufügen.
    (Co2 in Luft 0,038%, von Menschen "gemacht" ca. 4%, davon Anteil D 3,1% ,China 28,21%, USA 15,9% Indien 6,24%, jeder kann rechnen)

  • 1
    3
    kartracer
    11.04.2019

    @Nixnuzz, ohne Ihnen zu nahe zu treten zu wollen, aber Ihre Westherkunft ist einfach unverkennbar.
    Ich habe diesbezüglich reichlich Erfahrung sammeln dürfen, es war wohl das 13. Jahr Schulbildung, auch Schauspielunterricht,( bei den Ossis) genannt, das fehlt uns wahrhaftig.
    Im sprachlichen Umgang, gibt es die Weisheit, "Wer viel redet sagt nichts", das kann man auch auf die Schriftform übertragen.
    Mein damaliger GF, ein ausgesprochen toller Mensch, ganz ehrlich, der beste W...
    den ich je kennenlernen durfte, aber oben genanntes Problem.
    Es gab Vorträge von Stunden, wir haben uns dann gefragt, was wollte der uns eigentlich sagen, das hätte kurz und prägnant in 10 min gepasst.
    Genau DAS empfinde ich in Ihren Doktoranten Arbeiten, versuchen Sie es doch einfach mal kurz und präzise, verständlich für Normalverbraucher, in der Kürze liegt die Würze, und das mit rein persönlichen "WAHRNEMUNGEN".
    Gleiches halte ich auch von den "Büchern" des @cn3boj00, hier nicht anwesend,
    sorry.

  • 4
    5
    Nixnuzz
    11.04.2019

    Nein - ich weiche nicht aus. Was sich die Natur über die letzten Millionen Jahre erlaubt hat, ist mir - ehrlich gesagt schnuppe . "Als älteste Fossilien der Gattung "Homo" gelten heute ein 2,4 Millionen Jahre alter bezahnter Unterkiefer (UR 501) von Homo rudolfensis, den Friedemann Schrenk in Malawi fand.." Solange die Natur mit einem "Fliegenschiss" an Homos zurecht kam, fiel deren künstlich erzeugtes CO2 wohl nicht auf - bei allen CO2-Freisetzungen erdlichen Ursprungs. Ich glaube den Wissenschaftlern - ohne selber Eiskernbohrungen oder ansteigenden Meeresspiegel nachzumessen - die die CO2-Aufnahmefähigkeit von Meerwasser, Mineralien und Biomasse an ihrer Grenze sehen. Solange unsere Milch- und Schnitzelviecher mit Früchten aus dem ehemaligen Regenwald versorgt werden, fallen u.a. Regenerationsmedien weg. Die Korallenbleiche dürfte sicherlich nicht an der Ausatemluft der Hobbytaucher vor Ort liegen. Weil unsere Erde mit mehr CO2 aus unübersehbaren menschlichen und tierischen Quellen geflutet wird, als das der millionenjahre alte Globus dies adsorbieren kann, werden wir wohl das Opfer unseres zivilisierten Lebens.

  • 6
    3
    Einspruch
    10.04.2019

    Nixnuzz, Sie weichen aus. Die Natur hat öfter in der Erdgeschichte ein Vielfaches der heutigen Industrie an CO2 bereitgestellt und auch wieder aufgenommen.
    Ich halte mich da lieber an die Erkenntnisse der Wissenschaftler zum Klima in vergangenen Zeiten als an Panikmache der Umweltaktivisten. Ich streite den Einfluss der Menschheit nicht ab, aber niemand kann seriös sagen, was ist natürlich und was industriell verursacht. Ich bin auch nicht gegen Umweltschutz und möchte auch keine 50 Grad haben. Aber das Klima nur von den Paris Vorgaben abhängig zu machen, dafür halte ich die Einflüsse der Menschheit für zu klein.
    Wo heute Gletscher in den Alpen schmelzen, gab es auch schon mal Palmen.

  • 4
    5
    Nixnuzz
    10.04.2019

    @Blackadder: Hab erst heute die Anstalt nachgeholt. Gleiche Meinung. Wenn unser Politsystem nicht selbst eine Real-Satire darstellen würde..Also nach "Anstalt" erreichen wir hypothetisch die Paris-Vorgaben in 2038 ..oder so. In 20 Jahren. Wie alt sind die jetzigen Entscheidungsträger jetzt und in 20 Jahren. Irgendwie wirds biblisch: Nach uns die Sintflut...wenn vorher nicht Lebensmittel-Verteilungskämpfe und andere Resourcen etwas Unruhe auf dem Globus bringen..Vielleicht sollten wir uns im küstennahen Bereich mit dem Anbau von Reis in Meerwasser beschäftigen...Vielleicht hätte da das Konglomerat Bayer-Monsanto etwas in der Pipeline?..Aber ob sowas unter dem Wasserhaushalts-gesetz oder der Biostoff-Verordnung und dem Bauernverband machbar wäre??

  • 4
    5
    Nixnuzz
    10.04.2019

    "Was sind da ihre 400 ppm?" Ohne jetzt die Bücher oder Server nach Daten von vor der Menschheit zu wälzen: Soweit ich subjektiv und unwissenschaftlich die letzten Balkendiagramme in Erinnerung habe, sind die letzten Spitzen oberhalb der durch andere CO2-Trägersubstanzen belegten Messwerte nunmal im Bereich der heutigen Bevölkerung. Und ich bin so blauäugig und glaube - ja wirklich! - diesen aufgeschreckten Fachleuten. Und nach dem Absterben der jetzigen Tier- und Menschenwelt bei noch weiter gestiegenem CO2-Gehalt und damit verbundenem Meereshochstand und Erderwärmung kommen sicherlich wieder die Bakterien zum Tragen, die schon einmal dank Stoffwechsel den giftigen Sauerstoff erstoffwechselt haben. Nur bis dahin möchte ich einfach nicht warten...

  • 5
    12
    Blackadder
    10.04.2019

    Für alle, die es offenkundig immer noch nicht begriffen haben, empfehle ich Die Anstalt von gestern Abend - besser als jede Wissenschaftssendung, inklusive der Faktenseite dazu, müsste bald in der Mediathek auftauchen.

  • 9
    4
    Einspruch
    09.04.2019

    @Nixnuzz, Dann schauen Sie mal auf dem Bildungsserver nach.Vor 100 bis 250 Millionen Jahren gab es bis 1000 ppm CO2. Noch früher 3000 bis 4000.
    Der Regelkreis des CO2 sorgte ohne Industrie für Eis und Warmzeiten.Was sind da ihre 400 ppm? Es muss also zwangsläufig natürliche Einflussgrößen geben, die auch zu großen Schwankungen führen.

  • 6
    4
    Nixnuzz
    09.04.2019

    @kartracer: Worauf wollen Sie mit Ihrer Frage - Anmerkung hinaus? "Kann es nicht sein, das die Natur auf unserem Planeten seine eigenen Gesetze hat, gleich, was seine Lebewesen auch tun?"..Soweit es die analysierende Wissenschaft hinbekommen hat, lag der CO2-Gehalt der Atmosphäre über die letzten x-Millionen Jahre zwischen 150 - 300 ppm. Seit den letzten Jahren bewegen wir uns fröhlich auf die 400ppm zu. Selbst der Meteoriten-Einschlags-Dino-Röstvorgang inklusive Flächenentlaubung war ein vorübergehendes Ereignis, das wohl nur diesen "Lebewesen" Schaden zuführte. Danach stellte sich das "natürliche Gleichgewicht" wieder ein. Erst unser Luxusleben bei erhöhter Kopfzahl bringt dieses aus dem Gleichgewicht. Wir produzieren heute CO2 mehr als es die natürlichen Auffänger Umweltneutral ablegen können. Dank der miserablen Klimaeigenschafte heizen wir den Planeten damit auf. Folgewirkungen füllen etliche Meter wissenschaftliche Literatur. Alles andere dürfte in die Gruppierung: Trump'sche Fake-News fallen.

  • 9
    4
    kartracer
    09.04.2019

    Steht doch mal die Frage an die Freitagskinder, was haben die DINOS falsch gemacht, daß sie aussterben mußten???
    Sie sind sicherlich keinen Diesel gefahren, oder haben mit Kohle geheizt, was dann?
    Kann es nicht sein, das die Natur auf unserem Planeten seine eigenen Gesetze hat, gleich, was seine Lebewesen auch tun?
    Es gibt drei Naturgewalten, Wind, Wasser und Feuer, die der Mensch niemals zähmen wird, wer es glaubt ist ein bedauernswerter Träumer!

  • 4
    2
    Nixnuzz
    09.04.2019

    @Hinterfragt: Oooch da gibt es doch weitere Kommentatoren dieser Denkschule...

  • 5
    2
    Hinterfragt
    09.04.2019

    @Nixnuzz; "...stamme aus dem Westen..."
    Sehr gefährlich, lassen Sie das nicht @Interessierte mitbekommen ... ;-)

  • 2
    6
    Interessierte
    09.04.2019

    Eine entgegenkommende Reaktion würde vielleicht auch schon einmal was bringen neben der Bemerkung : "Ihr habt Recht - wir unterstützen das - wir sind stolz auf Euch - das macht Ihr aber schön !"
    Aber anscheinend scheint das gar niemanden so richtig zu interessieren und man läßt das laufen - und die Lehrer haben ihren Ärger ....…
    Das ist wie : "Wir schaffen das - und schaffen müssen das die anderen ….

  • 7
    1
    Nixnuzz
    09.04.2019

    @Hinterfragt: 'tschuldigung...stamme aus dem Westen..aber in meinem Dorf hier ist es noch genauso. 3-Leiter-Schwalbensitzstangen...

  • 8
    1
    Zeitungss
    09.04.2019

    Wir könnten mit der Wasser- und Abwasserversorgung beim Thema bleiben, ist heute noch teilweise im Mittelalter angesiedelt.

  • 8
    0
    Hinterfragt
    09.04.2019

    @Nixnuzz; "...Wieviel Jahre hat es gedauert, bis überall die 3-fach-Stromleitungen von Hauswand, Giebel oder sonstwo in den Keller gewandert sind?..."

    Wieso HAT gedauert, das ist vielerorts noch immer so.

  • 8
    2
    Nixnuzz
    09.04.2019

    Wir diskutieren über das "Wie" wir aus der Kohle etc. rauskommen. Vielleicht gibt es derzeit nur unzulängliche, in Zukunft ersetzbare Lösungen. Nur: jetzt haben wir wohl noch Energie genügend zur Wahl, um Alternativen unter Energieverbrauch aufbauen zu können. Wieviel Jahre hat es gedauert, bis überall die 3-fach-Stromleitungen von Hauswand, Giebel oder sonstwo in den Keller gewandert sind? Wieviel Um- und Einbau und - nicht zuvergessen! - Strassen- und Vorgarten-Wühlerei es gab! Aber jedesmal wurde dort Arbeit und Material = Investition eingesetzt. Und Deutschland hätte keine Probleme bzw. Herausforderungen? Wieviel EU-Argrar-Milliarden zur Großflächen-Gülle-Produktion liessen sich hier sinnvoller und Umweltschonender umleiten? Vielleicht sollten die Lobbyisten jeglicher Hutfarbe mal zukunftsträchtig denken und: Handeln!!

  • 9
    9
    DTRFC2005
    08.04.2019

    Die Jugend von heute ist immer noch nicht wütend genug und sie haben jedes Recht dazu wütend zu sein. Es wird seit Jahren oder besser Jahrzehnten geredet, geredet, geredete. Und diesen Reden folgten halbherzige Taten, die über 1000 verschwurbelten Ecken letztlich , vor allem den Lobbyisten, Unternehmer und Finanziere in die Taschen spielt. Wer seinen Kindern das richtige Rüstzeug an die Hand gegeben hat, regt sich seltsamerweise nicht darüber auf und wirkt eher noch unterstützend ( meine Erfahrung). Wer nicht sachlich diskutieren kann/ will und die Jugend versucht in Grund und Boden zu brüllen, der hat sich vermutlich nie Gedanken darüber gemacht, was er der nächsten Generation aufbürdet. Bei den meisten Politikern, scheint ohnehin Hopfen und Malz verloren gegangen zu sein. In der Gegenwart lebt es sich ja auch viel besser, als in der Zukunft, da die meisten diese ohnehin nicht mehr erleben.



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