Giffey für Kita-Öffnung für Vorschulkinder

Noch ist unklar, wann die Kitas in der Corona-Krise ihre Pforten wieder öffnen. Bundesfamilienministerin Franziska Giffey fordert, dass Kinder von Alleinerziehenden und Vorschulkinder Vorrang genießen sollten.

Berlin (dpa) - Bei der Wiedereröffnung von Kitas sollte nach Ansicht von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) erwogen werden, Kinder von Alleinerziehenden und Vorschulkinder zuerst wieder in die Betreuung aufzunehmen.

Sie halte es für wichtig, dass weiter die systemrelevanten Berufe dazugehörten, sagte sie im ARD-«Morgenmagazin». Es müsse aber auch Überlegungen geben mit Blick auf Kinder von erwerbstätigen Alleinerziehenden, zudem müssten die Vorschulkinder berücksichtigt werden. Darüber habe sie sich mit ihren Länderkollegen ausgetauscht. «Das ist ein ganz wichtiger Punkt, dass die in den letzten Monaten vor der Grundschule vorbereitet werden, aus pädagogischen Gründen, und einem Vorschulkind kann man auch erklären, wie Händewaschen geht.»

Giffey sprach sich gegen eine weitere Komplettschließung von Kitas aus. «Ich finde nicht, dass wir den Eltern jetzt einfach sagen können: Bis zum Sommer sind alle Kitas dicht», sagte sie dem ARD-«Hauptstadtstudio». Viele Eltern kämen an ihre Grenzen. Homeoffice mit Kleinkindern, funktioniere in der Realität doch nicht so gut. «Jede Maßnahme, die wir jetzt überlegen, muss alltagstauglich sein und das Thema Vereinbarkeit und gerade auch die Frauen dürfen an dieser Stelle nicht herunterfallen.»

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5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    AliceAndreas
    29.04.2020

    Sie will also Vorschulkindern beibringen wie man sich Hände wäscht ... also in Sachsen können das die Kinder mit 2 / 3 schon !!

  • 0
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    Interessierte
    21.04.2020

    Der Herr Gabriel macht weißgott Homeoffice und versorgt sein Kind , und er war Lehrer , kam in 3nach9 am Freitag ….

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    Bader
    17.04.2020

    Mit 2 Kindern kann kein Mensch im Home-Office qualitativ hochwertig arbeiten. Das geht mal temporär, aber nicht über Monate. Das kann auch bei dem einen oder Arbeitsgeber der Home-Office Eltern Unmut erzeugen. Man bezahlt ja volles Gehalt. Und das will ja niemand, dass die Eltern dadurch Schwierigkeiten bekommen. Deshalb Kitas zuerst für berufstätige Eltern öffnen, dann für Eltern, die nicht berufstätig sind...

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    martindamm
    16.04.2020

    absolut! auf mit den kindergärten! für alle gruppen! ...

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    Interessierte
    16.04.2020

    Wie machen das denn die Politiker ´innen mit ihren Kindern , sind die auch in Kurzarbeit oder wer kümmert sich denn da ?
    Wie hier die Frau Giffey , oder die Frau Barbock oder der Herr Gabriel ???