Die ersten Einsatzkräfte sind bereits wieder abgezuogen.
Die ersten Einsatzkräfte sind bereits wieder abgezuogen. Bild: Fabian Nitschmann/dpa
Deutschland
Großeinsatz wegen Putzmittel? Feuerwehr im Reichstagsgebäude

Ein Gasmelder löst im Reichstagsgebäude Alarm und einen größeren Feuerwehreinsatz aus. Der Auslöser war allem Anschein nach recht banal.

Berlin.

Großeinsatz der Feuerwehr am Reichstagsgebäude in Berlin - und das alles wegen eines scharfen Putzmittels? Ein Gasmelder in dem bekannten Gebäude zwischen Brandenburger Tor und Spree hat in den frühen Morgenstunden Alarm geschlagen, die Feuerwehr eilte gleich mit Dutzenden Kräften hin. Vor Ort wurde ein sogenannter Dekontaminationsplatz aufgebaut, um die Sicherheit der Kräfte zu gewährleisten - je nachdem, auf welchen Gefahrstoff sie stoßen. 

Dann wurde der betroffene Raum inspiziert. Wie ein Feuerwehrsprecher der Deutschen Presse-Agentur mitteilte, geriet schnell ein zu hoch dosiertes Reinigungsmittel in den Fokus. Ob dies nun tatsächlich der Auslöser des Einsatzes war, konnte aber nicht ganz sicher geklärt werden, sagte der Sprecher am Einsatzort. Die Möglichkeit besteht, beendet wurde der Einsatz aber mit der Ergebnis "Ursache unklar".

Gasmelder schlug gegen 5.15 Uhr Alarm

Das Reichstagsgebäude wurde während des Einsatzes zeitweise gesperrt - in den frühen Morgenstunden dürften die Auswirkungen davon aber gering gewesen sein. Am Einsatzort waren angesichts der Uhrzeit und der Eiseskälte in der Hauptstadt kaum Menschen zu sehen. Die Sperrung wurde gegen 7.30 Uhr aufgehoben, wie ein Bundestagssprecher mitteilte. 

Rund 80 Kräfte waren laut Feuerwehr im Einsatz. Dem Sprecher zufolge ging die automatische Meldung am Morgen gegen 5.15 Uhr ein.

Buslinien umgeleitet 

Der Einsatz führte auch zu Verkehrseinschränkungen und Umleitungen von Buslinien, die am Reichstagsgebäude entlangfahren. Das Gebäude mit der markanten Kuppel von Architekt Norman Foster ist seit 1999 Sitz des Bundestages. Es ist auch eine Touristenattraktion und eines der Wahrzeichen der Hauptstadt.

Das Gebäude war in den vergangenen Jahren immer wieder mal Einsatzort der Feuerwehr. So gab es auch im April 2014 eine Gaswarnung. Besondere Absperrungen oder Evakuierungen waren aber auch damals nicht nötig. (dpa)

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