Grüne wollen CO2-Preis und 100 Euro «Energiegeld» für jeden

Im Kampf gegen die Erderwärmung muss Deutschland bald Nägel mit Köpfen machen, um die Ziele einzuhalten. Größere Veränderungen könnten da nötig werden - unumstritten sind die Vorschläge nicht.

15Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Nixnuzz
    30.06.2019

    @franzudo2013: " Die AKW- Standorte haben alles..nur keinen Zuspruch mehr. Nicht nur das die Regierung diese Entscheidung (Ausstieg) getroffen hat. Neben den weltweiten Unfällen und sonstigen diversen Fehlentscheidungen inklusive Castor-Transporte über Land gegen biologische Widerstände ist der A-Zug abgefahren. Eine "geordnete Plutonium-Wirtschaft" unter Transmutation-Vorlauf haben wir nicht. Keine Ahnung wie man hier eine andere Reaktor-Politik dem verehrten Publikum schmackhaft machen könnte. Und welcher Standort würde zur Alt-Brennstäbe-Vorab-Aufbereitung hierfür widerstandsfrei eröffnet werden können? Die Lügerei um Gorleben, Wackersdorf oder Endlagerstätten und anderes haben wohl mehr Giftwirkung hinterlassen als die "sichere" Handhabung Plutoniumhaltiger Brennstäbe..

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    franzudo2013
    30.06.2019

    Denken darf man immer. Die Gedanken sind frei. Prädestiniert sind alle vorhanden AKW-Standorte.
    Ich hab nie verstanden, warum die Endlagersuche so kompliziert war. Die AKW- Standorte haben alles, Infrastruktur, Zäune, etc.. Das wären perfekte Endlager gewesen. Wenn sie weiterlaufen, umso besser. In Sachen Recycling wird man um eine Kooperation mit Frankreich oder Russland nicht herumkommen. Japan ist ggf. auch ein potentieller Partner.

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    Nixnuzz
    30.06.2019

    @franzudo2013: Ich spinn mal ein bisschen: 2050 sollen wir komplett alternativ sein. Bin mir nicht sicher, wo die Wissenschaft den "CO2-point of no return" am präzisesten ansiedelt? Ich nagel mal 2035 als persönliche Schwelle hin. D.h. ca. 15 Jahre für einen Handlungs-Endpunkt. Das AK Greifswald / Meck.-Pom. liegt an der Ostsee. EWN Entsorgungswerk für Nuklearanlagen GmbH . Bei einer positiven Beschaffungsentscheidung ( ich weiß...) wäre neben den üblichen Genehmigungsverfahrens-Abläufen nicht mehr viel Zeit, um so ein Ding an der Landesgrenze in relativ! weniger besiedelter und strukturschwachen Region hinzubauen. Inklusive Veränderung/ Beschleunigung der Abrissarbeiten? Welche beschleunigenden Rechtsstrukturen inklusive Russlands liessen hier sowas ermöglichen?? (Hätte nie gedacht, als Akw-Skeptiker sowas mal zu denken..) Und wenn schon A-Sprengmaterial geliefert würde, wäre dies wohl Störungsfreier über die Ostsee wohl möglicher?..Ach so ja: Schwesig(SPD) müsste ganz schnell ins Boot geholt werden. Na gut - ist ja bald Wahl im nahen Brandenburg..Vielleicht müssten nur 2 Stimmgewaltige Landtagsparteien in Schwerin sich dafür ins Zeug legen?...Na ja..denken darf man ja noch...

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    franzudo2013
    29.06.2019

    Genau, da wird sogar aus Waffen- Plutonium der Brennstoff für Kraftwerke gemacht. Ein Friedensprojekt sozusagen. In Deutschland ist das schwierig. Aber die Stunde der Wahrheit kommt. Woher soll der Strom kommen, wenn Atom und Kohle abgeschaltet sind?
    Greta, Robert, Annalena und die ganzen verwöhnten FFF-Kinder werden keine Antwort haben.....

  • 3
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    Nixnuzz
    29.06.2019

    @franzudo2013: Man muss ja diesen Fachmann in seiner Art nicht unbedingt mögen. Zumindest hab ich noch was weiter gegraben. Letzten lesbaren Artikel fand ich hier: "Plutonium aus Atomwaffen -- Schneller Brüter in Russland läuft jetzt mit voller Leistung" 26.08.2016, 11:51 Uhr / https://www.ingenieur.de/technik/fachbereiche/energie/schneller-brueter-in-russland-laeuft-jetzt-voller-leistung/ (Wolfgang Kempkens) Vielleicht sollten wir so'n Ding in Russland anstelle von Gas kaufen?...und in der Lausitz aufstellen....Aber bei der miserablen A-Historie hier (Kalkar, Schmehausen, Jülich, Hanau etc..) dürfte ein emotionsneutrale Diskussion so schnell nicht möglich sein.

  • 4
    1
    franzudo2013
    29.06.2019

    Die Recyclingfrage ist mit dem Brutreaktor gelöst. Funktioniert seit den 60er/70erJahren.
    Ein interessanter Experte dazu ist Manfred Haferburg.

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    Nixnuzz
    29.06.2019

    @cn3boj00: Wenn das mit den 2 bay. Gaskraftwerken nur ein Planungswitz wäre, könnte man ja drüber lachen. Nur: bei solcher Verarschung der Bürger aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen könnte man zum Revolutionär werden. Wo ist nach der Steuerverschwendung auch ein Amtsmissbrauch da mit drin?? Deutlicher gehts wohl nicht? Wo ist jetzt dieser Verein, der jede Stadt gerichtlich dazu gebracht hat, Grenzwerte an Straßen einzuhalten? Kann er hier kein Geld verdienen??

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    cn3boj00
    29.06.2019

    Interessante Expertendiskussionen. Fast so gut als wenn Politiker diskutieren. Dass es ein Backup geben muss ist wohl unbestritten. Dass man von der Kohle weg muss wohl auch. Leider ist 2038 ein schlechtes Datum, es scheint willkürlich gewählt, aber es ist wohl von der Stromindustrie so diktiert, bis dahin sind die Kohlereaktoren abgeschrieben. Wenn man dann noch für den Ausstieg entschädigt wird macht man doch nen Reibach ohnegleichen!
    Ich würde Kernenergie auch nicht ganz als abwegig betrachten, aber nicht in der Form heutiger Reaktoren. Erst muss die Rcycling-Frage zu 100% gelöst sein. Wenn sie das wäre, lieber franzudo, wären wir schon weiter. Als backup bleiben aktuell vor allem Gaskraftwerke. Die CO2 Emissionen sind um ein vielfaches geringer. natürlich ist Gas keine Jahrtausendlösung. Und unser Landeshauptmann hat ja zu den FFF-Schülern gesagt, Gas sei für ihn keine Alternative, man müsse es "richtig" machen als komplett erneuerbare - da sieht man wie es um den Sachverstand bestellt ist. Weil Gas keine Alternative ist lassen wir es bei der Kohle.
    In Bayern stehen übrigens 2 supermoderne neue Gaskraftwerke die paar Millionen gekostet haben als backup - die sollen jetzt wieder abgerissen werden weil sie so selten gebraucht werden (und es keine Mechanismen gibt dass man diese statt Kohle oder Atomstrom nimmt). Da kann man nur noch müde lächeln.
    Im übrigen hat AKK wohl auch wenig von diesem, denn klar haben wir ne Menge Steuern, aber keine davon wirkt regulatorisch, was der Sin von Steuern ist. Beispiel EEG-Umlage: die muss jeder bezahlen, egal welchen Strom er kauft. Aber AKK redet einfach weiter daher statt was zu machen.

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    Nixnuzz
    29.06.2019

    @franzudo2013: Hat mich nicht ruhen lassen. Stichwort: Transmutation. Derartige Anlagen stecken noch in den Windeln. Mit der Halbherzigkeit der Weiterforschung hierzulande und den Anti-Emotionen dürfte das hierzulande nur "unter der Grasnarbe" weiter verfolgt werden. Es sind noch wenige Jahrzehnte an Entwicklung und dann Bau zu investieren, um das gewünschte "Entsorgungs- und Energienutzungsziel" zu erreichen. Aber bei der Abwanderung der Fachkräfte aus Karlsruhe und Dresden dürften Lösungen eher aus dem Brexit-Land kommen. Ob Mol/Belgien noch stark genug ist, weltbewegendes zu erfinden?? Ok - ein Dutzend Länder forscht heutzutage noch immer weiter. Nur: kommen direkt technisch umsetzbare Erkenntnisse vor der "großen Erderwärmung"?? Mit Wunderwaffen haben wir so unsere eigenen Erfahrungen - leider... Vielleicht braucht es die russische Bauweise: viele kleine Gleiche schaffen auch eine Menge! Aber vielleicht "demokratisieren" wir uns in dieser Frage selber kaputt?....

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    franzudo2013
    29.06.2019

    Bis jetzt habe ich noch keine Lösung gelesen, wie die Lücke geschlossen werden soll, wenn in Deutschland Atomstrom und Kohlestrom abgeschaltet wird.
    Stromrationierung? Blackout? Und das ganze bei steigendem Strombedarf für die Elektromobilitaet.
    Ich glaube, der Doppelausstieg Deutschlands ist ein Auslaufmodell. Wetten, dass wird kein Land der Welt nachmachen?

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    Nixnuzz
    29.06.2019

    @franzudo2013: Ok - Stimmt.Wird in Mischelementen wieder neu verbraten. Aber nicht in Deutschland. Eine dazu erforderliche Anlage müsste hierzulande neu aufgebaut werden. ..In Deutschland werden seit dem Jahr 2005 keine abgebrannten Brennelemente mehr in die Wiederaufbereitung geführt. Zudem kann das in den Wiederaufbereitungsanlagen gewonnene Plutonium für militärische Zwecke verwendet werden. Die militärischen Anlagen unterscheiden sich bei der Verfahrensweise von den zivilen Anlagen. Bei der militärischen Anlage liegt der Fokus im Gegensatz zu dem zivilen Einsatz in der Abspaltung des waffenfähigen Plutoniums. Neben der Neubau-Investitiuon dürfte bei dem weltweiten Uranbedarf bei abnehmender Gewinnbarkeit die Urankosten dann ebenfalls eine Rolle spielen. Wir würden uns neben den zukünftigen Betonruinen noch immer energiezehrende Abbrucharbeiten mit niedrig bis mittelradioaktive Reste für unsere nächsten Generationen einhandeln. Mich würde eher ein Energie-Nutzungs- und Erzeugungsplan aus dem Bundeswirtschafts- oder sich sonst dafür zuständigen Ministerium interessieren. Ich bleibe dabei, das das vorhandene, genutzt und weitere Erkenntnisse umgesetzt, gebaut werden. Einzelleuchttürme zum Glanze eines Landesfürsten sollten schnellstens der Vergangenheit angehören. Und Kalkulations- und Genehmigungsverfahren in "Generationslänge" und entsprechende Bauzeiten für Superkohlekraftwerke oder A-Anlagen können wir uns bei dem Erd-Verfallsdatum wohl nicht mehr erlauben.

  • 1
    3
    ChWtr
    29.06.2019

    Aus dem Land, wo die Umweltaktivistin Greta herkommt, wird heute knapp 40% Atomstrom produziert.

    Das Land produziere so viel Überschuss, dass man bis 2022 die Hälfte der Reaktoren runterfahren und trotzdem Strom exportieren könne, auch "wenn es mal nicht bläst", sagen Jonny Hylander & Göran Sidén, Professoren für Energietechnik.

    In den 60-ziger Jahren galt Atomstrom in Skandinavien (Schweden) bei Naturschützern als Chance, große Natureingriffe zu stoppen - u.a. den Wasserkraftausbau in Lappland.

    Aber die Euphorie verflog recht schnell.

    Und Schwedens parlamentarische Rechtsopposition kommt nun mit einer ähnlichen Argumentation. Sie glaubt nämlich, in der Atomkraft eine Lösung für das Klimaproblem gefunden zu haben.

    Dabei haben sie offenbar die Rechnung ohne den Reaktorbetreiber Vattenfall gemacht.

    Ihr Chef, Markus Hall erklärt umgehend, dass sich die Klimafrage nicht mit Atomkraft lösen lasse. In einem Interview lobte er Greta Thunberg als „fantastische Person“.

    Er machte klar, dass sich für Vattenfall weder ein Weiterbetrieb noch eventuelle Neubauten rechnen: „Das ist zu teuer.“

    Auch Marc Hoffmann, Chef von EON-Schweden, macht den Atomkraftfans keine Hoffnung.

    "Atomkraft sei ein Auslaufmodell".

    Ich denke, auch wenn es sehr verlockend ist, der Atomindustrie eine weitere Chance für "sauberen Strom" einzuräumen, ist am Beispiel SE zutreffend alles gesagt und das gilt uneingeschränkt auch für DE.

    Weshalb die Atommüllentsorgung (Brennstäbe etc.) in der Gesamtbetrachtung teilweise in endlosen Diskussionen zu kurz kommt, erschließt sich mir überhaupt nicht.

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    franzudo2013
    28.06.2019

    Schnelle Brueter bereiten schon jetzt die alten Brennstaebe zu neuem Rohstoff auf. Die Sicherheit wird besser durch drucklose Kühlung.
    Dadurch gibt es kein Endlagerproblem mehr, weil recycelt wird. Havariegefahr wird sehr viel kleiner bis unwahrscheinlich. Sie können also zurück zum Thema kommen, Wie sieht der Energiemix der Zukunft aus?
    Mittelalterlich-gruen oder fortschrittlich?

  • 5
    11
    Nixnuzz
    28.06.2019

    @franzudo2013: Hört sich gut an. Wenn Sie jetzt auch noch den Standort für die Langfrist-Restwertstoff-Lagerstätte wg.der Strahlung und Giftigkeit der hochradioaktiven Plutoniummengen dazuliefern, kann man damit ins Geschäft kommen. Die explosiven Nebenwirkungen bei unkalkuliertem Kühlmittelausfall kann man ja per Feuerwehreinsatz der Werks- oder Freiwilligenfeuerwehr korrigieren. Im Erzgebirge gibt es ja alte nutzlose Stollen, die ja schon natürlich verstrahlt sind, die man ja als Restlagerstätte nutzen könnte. Wieweit von Ihrem Wohnort entfernt wäre das bei üblicher Vorab-Bürgerbefragung möglich??

  • 13
    7
    franzudo2013
    28.06.2019

    Die einzige effektive Maßnahme wäre der Wiedereinstieg in die Kernenergie. Dann wäre ein Backup für die erneuerbaren Energie vorhanden und der Kohleausstieg könnte schnell vollzogen werden.
    Die Atomtechnologie hat sich entwickelt, Sicherheit und Wiederaufbereitung sind lösbar.
    Scheint aber für die Grünen zu schwer zu verstehen zu sein. Die kaufen lieber den Atomstrom aus den Nachbarländern, oder den Kohlestrom aus den Nachbarländern, wenn es bei uns dunkel und windstill ist.



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