Hallo D-Mark, tschüss Heimat!

Der 3. Oktober 1990 ist der Tag der Deutschen Einheit. Der 1. Juli aber markierte noch größere Einschnitte: Vor der Währungsunion hatte die Zeit stillgestanden - mit dem Westgeld kam der Wandel wie eine Lawine über Ostdeutschland.

Mit wenigen Klicks weiterlesen

Premium

Unsere Empfehlung

  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 19,49 €/Monat)
  • Monatlich kündbar
  • Inklusive E-Paper

Standard


  • Unbegrenzt Artikel lesen
    (inkl. FP+ Artikel)
  • Erster Monat 1,00 €
    (danach 7,99 €/Monat)
  • Monatlich kündbar

Sie sind bereits registriert? 

4Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 2
    1
    klapa
    02.07.2020

    Ich hätte nie gelaubt, dass sich die im Parteilehrjahr gepredigten und gehörten marktwirtschaftlichen Kernsätze über den als Propagandabegriff empfundenen Raubtierkapitalismus in einer derartigen Weise im Osten verwirklichen würden, wir wir es erlebt haben.

    Sie sind über den Osten unter dem Tarnnamen 'Treuhand' hergefallen wie die Heuschrecken und haben kaum etwas übrig gelassen.

    Das ist sehr persönlcihes Erleben.

  • 5
    0
    klapa
    01.07.2020

    Von der sich anschließenden praktischen Auslöschung der ostdeutscen Intelligenz, von der E. Bahr sagte, sie sei eine Schande gewesen, und ihren Ersatz durch zweit- und drittklassige westdeutsche 'Experten', die im Westen unsrer Heimat keinen Fuß auf den Boden gebracht haben, war da bisher überhaupt nicht die Rede.

  • 11
    1
    Freigeist14
    01.07.2020

    Treffende Überschrift : "Tschüß Heimat ! " Über Nacht war kein Produkt aus der DDR mehr gefragt : Der Eulenspiegel zeigte dazu eine treffende Karikatur : " 40 Jahre Ost-Eier sind genug ! " . Mit Kurzarbeit Null ab August 1990 kam dann das böse Erwachen .

  • 10
    0
    klapa
    01.07.2020

    Es dauert mich, auch von meinem Leben her bestätigen zu müssen, dass wir Ostdeutsche auf Grund unserer Sucht, oder soll man schon sagen, Gier nach der D-Mark – und wenn sie nicht zu uns kommt, dann gehen wir zu ihr - aktiv an der Feilbietung und dem Verkauf unserer individuellen Existenzen und unserer Heimat zu einem Ramschpreis beteiligt waren.

    Das Wort ‚verantwortlich’ wird hier ausdrücklich und mit Absicht vermieden.

    Wer bis dahin die Gesetze des kapitalistischen Marktes nicht gekannt hatte, der lernte sie nach der Einführung der D-Mark unmittelbar, an sich persönlich und in einem nicht erahnten Tempo in ihrer ganzen Brutalität und Rücksichtslosigkeit kennen. Und das so sehr, das uns dabei nicht nur einmal die Tränen in die Augen traten.

    Können wir heute wirklich sagen, wir haben nicht gewusst, was auf uns zukommen würde? Hatten wir keine Zeit nachzudenken oder wollten wir nicht?