Hört Wagenknecht schon im Juni als Fraktionschefin auf?

SPD und Grüne nannten die Linksfraktionschefin immer wieder als Grund, dass Rot-Rot-Grün keine Chance habe. Jetzt zieht sich Sahra Wagenknecht ein Stück zurück. Offenbar schon früher als bislang angenommen.

Berlin (dpa) - Sahra Wagenknecht könnte sich nach Parteiangaben früher als geplant von ihrem Amt als Co-Fraktionschefin der Linken im Bundestag zurückziehen.

Fraktionsgeschäftsführer Jan Korte sagte der «taz»: «Die beiden Vorsitzenden streben noch vor der Sommerpause an, den Fraktionsvorstand neu zu wählen.» Ursprünglich war die Neuwahl erst für den Herbst geplant. Wagenknecht hatte im März angekündigt, dass sie nicht wieder für die Linken-Fraktionsspitze kandidieren wolle. Die Zeitung schrieb, die neue Fraktionsspitze solle nun in der letzten Sitzungswoche des Bundestages vor der Sommerpause gewählt werden. Das wäre die Woche vom 24. bis zum 28. Juni.

Als Gründe für ihren Rückzug hatte Wagenknecht ihre Gesundheit und Stress angegeben. Ihr Mandat im Bundestag will sie aber behalten. Zurzeit führt sie die Fraktion noch gemeinsam in einer Doppelspitze mit Dietmar Bartsch. Der könnte nach Ansicht von Ex-Fraktionschef Gregor Gysi vorübergehend auch alleine die Führung übernehmen. Beim Parteitag im nächsten Jahr könnten dann sowohl die Partei- als auch die Fraktionsspitze neu besetzt werden, hatte Gysi ebenfalls in der «taz» gesagt. Die Partei wird seit 2012 von der Doppelspitze Katja Kipping und Bernd Riexinger geführt.

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5Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

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    Freigeist14
    27.05.2019

    Es ist natürlich Unsinn ,das RRG seit 30 Jahren in Karl-Marx-Stadt regiert. Allgemeines Wohlbefinden ,was ist der Stadt fehlt ,hat bekanntlich auch ganz andere Gründe . Aber ich kann mir als Auswärtiger kein Urteil erlauben . Das der "Sozialismus" wieder als Gespenst umher geht liegt an den Verwerfungen des Kapitalismus ,dessen Übel gern als Einzelerscheinungen oder Fehlerchen abgetan werden.

  • 1
    2
    acals
    27.05.2019

    Ich reib mir ein wenig die Augen bei dem was ich lese, Herr Freigeist. Die Kernkompetenz der Linken wurde doch im Wahlkampf explizit angesprochen: Der Sozialismus. Sprechen wir jetzt nicht drüber wie viele ehemalige Aktive sich noch in der Linken befinden - schaun wir uns an welche Demos es gegeben hat: Wohnungsnot, Klimaschutz etc - und der explizite Verweis linker Spitzenkräfte das diese Missstände durch den Sozialismus behoben werden.
    (Unabhängig davon: Chemnitz wurde 30 jahre von r2g durchregiert. Da müsste es ja jetzt allgemeines Wohlbefinden geben - so auch Vertreter der Linken nach der Stadtratsrahl: Ich versteh nicht warum die Leute uns nicht wählen, wir haben doch so tolle Projekte beschlossen.)

    Auch darüber hat der Wähler entschieden, und dies eindrucksvoll.

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    Freigeist14
    27.05.2019

    Blackadder@ mit Ihrem Holzhammer-Vokabular aus der linksliberalen Trickkiste können Sie nur Leute ansprechen ,die den Linken fern stehen . Die Kernkompetenzen nicht heraus gestellt ,die wirtschaftsliberale EU-Politik nicht angesprochen und die grüne FDP von Habeck und Baerbock geschont .....das ist das Ergebnis von Parteileuten ,die lieber auf andere hören ,welche sowieso was anderes angekreuzt haben .

  • 2
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    Blackadder
    27.05.2019

    @Freigeist: Aber mit Wagenknecht die Querfront ansprechen zu wollen, wird sich auch nicht auszahlen.

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    Freigeist14
    27.05.2019

    Hoffentlich dämmerte es nun der Partei ,das mit Kipping und Riexinger kein Blumentopf sondern höchstens der Beifall der Grünen zu erwarten ist ,wenn man Sahra W. demontiert und diffamiert . Die sozialeren Grünen sein zu wollen hat sich nicht bezahlt gemacht .



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