Hunderte demonstrieren in Köln nach «Umweltsau»-Lied

Die Auseinandersetzung um die «Umweltsau»-Satire des WDR geht weiter. Am Samstag demonstrieren in Köln Hunderte Menschen für und gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Am Rande kommt es auch zu kleineren Rangeleien.

Köln (dpa) - Befürworter und Gegner des öffentlich-rechtlichen Rundfunks haben am Samstag vor dem Gebäude des WDR in der Kölner Innenstadt demonstriert. Grund dafür war das umstrittene «Umweltsau»-Lied des Senders, das vergangene Woche im Netz einen sogenannten Shitstorm ausgelöst hatte.

Am Rande der Demonstrationen kam es nach Polizeiangaben auch zu kleineren Tumulten und Rangeleien. So habe es insgesamt sieben Anzeigen gegeben, eine Person sei festgenommen worden, sagte ein Polizeisprecher. Außerdem habe die Polizei auch Pfefferspray eingesetzt.

Verschiedene rechte Gruppen hatten zu einer Demonstration aufgerufen. Unter dem Namen «Gegen GEZ und gegen Instrumentalisierung von Kindern gegen ältere Menschen» demonstrierten sie gegen den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Daran nahmen nach Polizeiangaben etwa 50 Menschen teil.

Bei einer Gegenkundgebung kamen nach Schätzungen der Polizei mehrere Hundert Menschen zusammen. Organisiert hatte sie das Bündnis «Köln gegen Rechts» unter dem Namen «Kein Einknicken vor Hass und Hetze - Klare kante gegen Rechts». Die Demonstration wurde auch von der Gewerkschaft Verdi und dem Deutschen Journalisten-Verband (DJV) unterstützt.

Deren Vorsitzender Frank Überall verteidigte die umstrittene Satire in einer Rede: «Ganz gleich, ob einem der Song von der «Umweltsau» gefällt oder nicht: Er verletzt keine Werte», sagte er. Man müsse deshalb so ein satirisches Lied aushalten. Das gelte auch für den Intendanten. «Gerade dann sollte man nicht öffentlich rumpoltern, es sei falsch gewesen, das überhaupt zu senden», sagte Überall.

In dem Lied hatte ein Kinderchor auf die Melodie von «Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad» unter anderem «Meine Oma ist 'ne alte Umweltsau» gesungen. Das entsprechende Video wurde bald darauf vom WDR gelöscht. Intendant Tom Buhrow entschuldigte sich für die Satire. Das wiederum stieß auch auf Kritik.

Die WDR-Redakteursvertretung kritisierte in einem internen Schreiben, dass Buhrow «einem offenbar von Rechtsextremen orchestrierten Shitstorm» so leicht nachgegeben habe. Das schade dem Ansehen des WDR. Am Dienstag soll es dazu eine außerordentliche Redakteursversammlung geben. Über das Schreiben, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, hatte zuerst das Online-Medienmagazin «Übermedien» berichtet.

Buhrow verteidigte sein Vorgehen im aktuellen «Spiegel». Die «Umweltsau»-Satire sei missglückt, sagte er in einem Interview des Magazins. «In diesem Fall hat in einem Familienprogramm ein nicht als Satire direkt erkennbares Video pauschal eine ganze Gruppe mit Umweltverschmutzung in den Zusammenhang gestellt. Und dadurch haben sich einfach viele Seniorinnen und Senioren verletzt gefühlt.»

44Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 0
    1
    Steuerzahler
    16.01.2020

    @Maresch: „.. Homo sapiens ist ein Artenbegriff, der aus logischen Gründen alle Geschlechter einschließen muss!“ Na dann haben Die das doch erkannt! Ihre weiteren Ausführungen allerdings klingen arg nach Oberlehrer. Wenn es alle Geschlechter einschließt, ist es eben keine Sau, sondern ein Schwein, weil das sowohl Eber als auch Sau einschließt. Also wie war das doch mal mit Biologie? Wer im Glashaus sitzt ....

  • 1
    2
    Maresch
    15.01.2020

    @Steuerzahler. Homo sapiens ist ein Artenbegriff, der aus logischen Gründen alle Geschlechter einschließen muss! Homo sapiens = der Mensch. Das lernt man in der Schule im Biologieunterricht.

  • 3
    0
    Nixnuzz
    13.01.2020

    @Steuerzahler: "..Der Homo Sapiens allerdings hatte bisher 2 Geschlechter. Bisher jedenfalls..." Na ja. Also was bei Ausgrabungen an Gebeinen zutage gefördert wurde, ergab wohl keine Zwischentöne. Was die existierende Menschheit hier angeht, geht man von 1 Abweichung auf 100.000 geborenen Standartmodellen aus - oder mindestens 80.000 Menschen, bei denen alles möglich ist. Kostenintensive Nachbesserung ebenso. Also gönnen wir denen auch §1 Grundgesetz - mit allen Rechten und Pflichten daraus. Auch was deren sprachliche Zitierung betrifft. Ob es mittlerweile Zwitterschweine dank vermehrter Züchtungseinwirkungen oder Genmanipulationen gibt, entzieht sich meinem Wissen. Vielleicht im Landwirtschaftsministerium nachfragen?...

  • 2
    5
    Steuerzahler
    10.01.2020

    @Maresch: Wenn alle Säue sind, wurden wohl nun die Geschlechter ganz abgeschafft? Hoch lebe das Neutrum! Bisher war eine Sau immer noch weiblich. Der Homo Sapiens allerdings hatte bisher 2 Geschlechter. Bisher jedenfalls.

  • 4
    4
    ralf66
    10.01.2020

    @Maresch, die Grünen Homo sapiens auch?

  • 5
    5
    Maresch
    10.01.2020

    Der Homo sapiens ist eine Umweltsau.

  • 4
    5
    ChWtr
    10.01.2020

    Du bist lustig, Ralf.

    Im Übrigen werden Rot / Grün zu viiiieeel Bedeutung beigemessen.
    Wenn du verstehst was ich meine.

    Damit es hier nicht zum Chat ausartet nur so viel noch zu deinem Text:

    - wir sind hier in einem Forum
    - wir sind hier nicht in der Wahlkabine, wirklich nicht

    Und, dass war keine Belehrung, Ralf.
    Das ist eine tatsächliche Tatsache. Kapietsche?

  • 5
    4
    ralf66
    10.01.2020

    @ChWtr, ja bei Wahlen sind die abgegebenen Wählerstimmen auch kein Gradmesser mehr! Vielen Dank für Ihre Belehrung, einen schönen Tag noch.

  • 5
    5
    ralf66
    10.01.2020

    @ChWtr, ja die National-Hymne mit ihrem zu nationalen Text ist in der rot-grün-linken Politik schon lange ein Dorn im Auge, jetzt bin ich aber froh, daß es die deutsche National-Hymne, Musik: Joseph Haydn, Text: Hoffmann von Fallersleben so noch gibt und Sie ChWtr daran nichts ändern können.

  • 2
    6
    ChWtr
    10.01.2020

    Ralf - Blödsinn. Roter Daumen ist kein Gradmesser!!! Sollte er???

  • 5
    5
    ralf66
    10.01.2020

    @Distelblüte, aus die Anzahl Ihrer roten Daumen die sie hier so sammeln, ist es fast immer ersichtlich, wer hier etwas nicht verstehen will.

  • 4
    2
    ChWtr
    10.01.2020

    Aber ich bin nicht beleidigt, @Distelblüte. ;-)

    Man sollte nicht immer alles so eng sehen.
    Wenn dem so wäre, müssten wir hier aufhören zu kommentieren, zu philosophieren, zu lamentieren, zu relativieren, komisches Zeuch zu schreiben etc.

  • 5
    1
    ChWtr
    10.01.2020

    Nicht schlecht, @Distelblüte - Oma, Oma über alles. Nur, wo bleibt dann der Opa? Wir wollen doch nicht ausgrenzen.

    Das Deutschlandlied ("Lied der Deutschen") sollte man im Kontext betrachten. Dazu gehört selbstverständlich auch die erste Strophe. Die Sehnsucht nach einem vereinten Nationalstaat kam mit den Zeilen von Hoffmann von Fallersleben in der damaligen Zeit zum Ausdruck. Komplettiert wurde das Ganze mit der Musik von Haydn - die Melodie der österr. Kaiserhymne. Ein Affront!

    "Salonfähig" wurde das Deutschlandlied erst in der Weimarer Republik und später im dritten Reich in nationalistischer Umdeutung. Und in Verbindung mit dem verbotenen Horst-Wessel-Lied.

    Heute dürfen wir zwar Oma, Oma über alles singen oder meinetwegen auch "(...) Alte Not gilt es zu zwingen (...)" - aber wir haben in den Wirren der vereinten Übernahme verpasst, eine neue Hymne zu kreieren. Das war ein Fehler. Deshalb finde ich die Textzeile: "Großeltern über alles (...)" gar nicht so unpassend!

    Besser wäre jedoch Brecht's Kinderhymne gewesen:

    Anmut sparet nicht noch Mühe,
    Leidenschaft nicht noch Verstand,
    daß ein gutes Deutschland blühe,
    wie ein andres gutes Land.

    Daß die Völker nicht erbleichen
    wie vor einer Räuberin,
    sondern ihre Hände reichen
    uns wie andern Völkern hin.

    Und nicht über und nicht unter
    andern Völkern wolln wir sein,
    von der See bis zu den Alpen,
    von der Oder bis zum Rhein.

    Und weil wir dies Land verbessern,
    lieben und beschirmen wir’s.
    Und das liebste mag’s uns scheinen
    so wie andern Völkern ihrs.

    Das wäre (ist) meine Nationalhymne seit 10/90.


    https://www.deutschelyrik.de/kinderhymne-1950.html
    https://www.welt.de/geschichte/article162022962/Ist-die-erste-Strophe-des-Deutschlandliedes-verboten.html

  • 4
    7
    Distelblüte
    10.01.2020

    @ralf: Sie wollen es nicht verstehen. Ich glaube, Sie wollen lieber beleidigt sein.

  • 6
    4
    ralf66
    10.01.2020

    @Distelblüte, das Spottlied, die Oma ist ne Umweltsau war gedacht zu Propagandazwecken, ein Beitrag in Zusammenhang mit der Klimadiskussion, Erderwärmung, CO2-Ausstoß, Umweltschutz und alles was damit zusammenhängt.
    Greta demonstriert energisch, Fridays for Future ist weltweit präsent, warum nicht mal ein Liedchen machen was provoziert, bis jetzt ist doch alles gut gelaufen, auch die ältere Generation blies teilweise in das Klimaretter-Horn mit rein, die Macher des Liedchen haben nicht mit der Wimper daran gedacht, daß dieses Ding nach hinten los geht, der Geschmack der Menschen überstrapaziert wurde.
    Warum wollen Sie denn in dem Liedchen statt der Oma die Freundin oder den Lehrer einsetzen, der Lehrer und die Freundin sind doch gar nicht das Thema warum man das Lied gemacht hat. Sie können auch nichts mehr abschwächen was raus ist ist raus.

  • 9
    6
    Einspruch
    09.01.2020

    Man ahnt den Aufschrei, wenn anstatt Umwelt etwas anderes vor der Sau eingesetzt würde. Omas müssen sich das als Satire gefallen lassen. Nun gibt es aber noch andere Menschen als Omas, die man im Gegensatz zu Omas vielleicht nicht unbedingt mag. Wäre das dann auch einfach Satire?
    Die Omas in unserer Familie haben jedenfalls nie viel gehabt oder sind durch die Welt gejettet. Elende Zeiten mussten sie miterleben. Deswegen ist das auch keine Satire, sondern einfach ein geistloser Versuch, inhaltloses Sendungen zu produzieren. Das scheint die einzige Stärke der ÖR.

  • 4
    8
    Distelblüte
    09.01.2020

    Man könnte auch die besungene Oma durch "unser Lehrer", " meine Freundin ", whoever ersetzen. Es geht nicht um eine konkrete Person, sondern um Handlungen.
    Auf der anderen Seite entblödeten sich etliche nicht, der deutschen Nationalhymne eine weitere Strophe anzuhängen in Form von " Oma, Oma über alles". Nunja.

  • 4
    7
    ralf66
    09.01.2020

    @Maresch, Sie winden sich wie ein Aal und kommen jetzt mit der deutschen Sprache, mit der Sie beweisen wollen, daß nur eine Oma besungen wird, schon mal ca. 30 Kinder singen das Lied, sie besingen damit schon mal ca. 30 eigene Omas. Maresch, viele Omas fühlten sich jedenfalls angesprochen schon wegen des Wortes Umweltsau, nun ist das Wort Sau auf das Tier bezogen kein Schimpfwort, aber wenn man zu einem Mensch Sau sagt, dann ist das schon ein Schimpfwort eine Beleidigung. Wer glaubt wie Sie, daß mit diesem Lied eine Einzelperson angesprochen wird, der glaubt falsch, denn das Lied hat viele zur Zeit aktuelle Themen zur Grundlage Umwelt, Klima, Fleischverzehr, Großraumlandwirtschaft, Massentierhaltung, Benzinautos was alles auf ein Thema mündet Klimawandel wegen Erderwärmung durch CO2 gemacht vom Mensch jetzt und früher, die Kinder- und Jugendlichen haben dieses Thema zur Zeit Dank der rot-grünen Politik, Greta und vielen anderen wie den Medien als Modeerscheinung erkannt und produzieren sich mit diesem neuen Liedtext ganz im Sinne dieser Politik, alles alte in Bezug auf Kerosin-Benzin- u. Dieselantrieb, Fleischverzehr und Energieverbrauch zu kritisieren, an den Pranger zu stellen. Der älteren Generation hingegen scheint das übertriebene ständige schwadronieren über die Klimapolitik und Energiewende langsam auf den Sack zu gehen, denn sie haben bedeutend enthaltsamer gelebt und leben es heute in der Mehrzahl auch noch, anders die heutige Jugend. Sich von Kindern in einem Spottlied besserwisserisch ermahnen zu lassen geht wahrscheinlichen vielen älteren Omas zu weit und das sollte man akzeptieren.

  • 5
    8
    Maresch
    09.01.2020

    Meine Oma fährt im Hühnerstall Motorrad, Motorrad, Motorrad. Das sind 1000 Liter Super jeden Monat. Meine Oma ist ne alte Umweltsau!

    Meine Oma sagt Motorradfahren ist voll cool, echt voll cool, echt voll cool. Sie benutzt das Ding im Altersheim als Rollstuhl, meine Oma ist ne alte Umweltsau.

    Meine Oma fährt im SUV beim Arzt vor, beim Arzt vor, beim Arzt vor. Sie überfährt dabei zwei Opis mit Rollator, meine Oma ist ne alte Umweltsau.

    Meine Oma brät sich jeden Tag ein Kotelett, ein Kotelett, ein Kotelett. Weil Discounterfleisch so gut wie gar nichts kostet, meine Oma ist ne alte Umweltsau.

    Meine Oma fliegt nicht mehr, sie ist geläutert, geläutert, geläutert. Stattdessen macht sie jetzt zehnmal im Jahr ne Kreuzfahrt, meine Oma ist doch keine Umweltsau.


    'meine Oma' (besitzanzeigendes Fürwort + Einzahl). Da steht nicht 'deine', 'dessen', 'deren' 'ihre', 'eure' 'alle' Oma/s! "Deutsche Sprache, schwere Sprache".

  • 6
    2
    Sterta
    09.01.2020

    Im Umweltsau-Skandal des WDR gab es erste Konsequenzen. Die Maus wurde verhaftet. Der Elefant weint bitterlich.

  • 7
    6
    ralf66
    09.01.2020

    @Maresch, wenn Millionen Frauen, Omas als Umweltsäue abstempelt werden, dann ist das keine Satire zumal das ja nicht alles war zu dem Thema, auf die Problematik des der freie Mitarbeiter des WDR Danny Hollek, der dann diese Omas auf Twitter noch als Nazisäue bezeichnet hat wird ja hier gar nicht eingegangen.

  • 5
    9
    Maresch
    09.01.2020

    Jeder hat das Recht auf satirische Kritik und niemand hat das Recht nicht Ziel von Satire zu werden.

  • 8
    7
    ralf66
    09.01.2020

    @Maresch, mit einer pauschalen Definition, die uns der Duden vorgibt, was Satire nun eigentlich ist, wird man das Problem mit dem Umeltsau-Lied nicht lösen können.
    Es war auch in diesem Zusammenhang einmal etwas ganz neues, so nicht alltägliches in dieser Form zu beobachten, daß sich zuerst nicht die ostdeutschen Omas angesprochen fühlten, dann hätte man nämlich wieder sagen können, na ja, der AfD-Osten, war ja klar, nein, dieses mal kamen die Proteste aus dem Westen des Landes, aus dem weiteren Umland des WDR, aus Köln u.s.w., daß gibt der Sache tatsächlich einen neuen anderen Stellenwert! Das liberal-rot-grüne Lager muß nun zwar ziemlich verblüfft einmal feststellen und akzeptieren, daß es irgendwo auch Grenzen gibt, das daß vorbringen falscher Tatsachen gegen alles was unsere Vorfahren getan haben in diesem Fall eben nicht kritiklos hingenommen wird, hier jetzt Gegenwind bläßt. Falschpropaganda ist doch keine Satire Maresch, Politik auch geschichtliches wird in der Bundesrepublik für meinen Geschmack eh zuviel satirisch dargestellt, man könnte denken, wir befinden uns in einem Zustand, wo über das ganze Jahr Karneval ist.

  • 4
    8
    Maresch
    09.01.2020

    Satire = Kunstgattung (Literatur, Karikatur, Film), die durch Übertreibung, Ironie und [beißenden] Spott an Personen, Ereignissen Kritik übt, sie der Lächerlichkeit preisgibt, Zustände anprangert, mit scharfem Witz geißelt (https://www.duden.de/node/125754/revision/125790)

  • 14
    6
    ralf66
    07.01.2020

    @Distelblüte, selbst die Omas die um die 1960 geboren wurden hatten den Lebensstandard der heutigen Generation nicht und haben erst später nur annähernd das alles wahr genommen was heute angeboten wird! Nun ist es aber falsch zu behaupten, es gehe allein um die Omas, die in den 60er Jahren geboren wurden, daß Lied grenzt ja nicht ab, wann die Omas geboren wurden, es werden nur Omas besungen und da muss man sagen, es gibt auch Uromas und die Omas die nicht mehr leben, die sind bedeutend älter und wurden im Lied einbezogen. Sehen Sie es wie Sie es wollen, für mich steht fest, auf diese Art über die Vorfahren her zu ziehen ist Blödsinn die Wortwahl Unsinnig und erniedrigend man braucht so eine Art der Kunst nicht, wir wären nichts ohne unsere Vorfahren!

  • 7
    5
    OlafF
    07.01.2020

    Wie viel Mut und vorbildlich korreekte Haltung die Befürworter der öffentlich rechtlichen zwangfinanzierten Medien im Kampf gegen Nazi-Omas an den Tag legen....um die Freiheit der Kunst zu retten. Die Realsatiere der mit ANTIFA verbündeten Kämpfer übertrifft sämtliche Fassetten der zeitgenössischen Kultur! (siehe Youtube)

  • 12
    5
    Lesemuffel
    07.01.2020

    Der Vorsitzende des DJV, F. Überall meint, der "Oma-Umweltsau-Song" verletze keine Werte. Bei solchen Journalisten darf man sich schon Sorgen machen. Haben die überhaupt noch Werte, und Welche? Jedenfalls haben sie weder Anstand noch Respekt. Auf einem Plakat der von der Gewerkschaft und dem Journalistenverband Gegendemonstration kann man lesen "Faschismus ist keine Meinung". Was hat das mit der Beleidigung unserer Oma's zu tun? Leiden Linksgrüne immer mehr unter einer Psychose?

  • 8
    13
    Distelblüte
    07.01.2020

    €@ralf66: Ich finds gut, dass Sie sich so viele Gedanken über ein Kinderlied machen.
    Allerdings: die fiktiven Omas der singenden Kinder sind wahrscheinlich ca 60 Jahre alt. Die Omas, die Sie beleidigt sehen, gehörten zu einer Generation, die aus Mangel an Möglichkeiten (vor allem in der DDR) weder großartig verreisten noch das lang ersparte Auto/Motorrad für Quatsch benutzten. Wozu also die Aufregung?
    Tatsächlich gehören eher wir zur besungenen Omageneration, denn wir hatten die letzten Jahre durchaus die Möglichkeit, ausgiebig zu konsumieren, uns große, PS-starke Autos zu kaufen, regelmäßig in Urlaub zu fahren usw.

  • 4
    4
    MuellerF
    07.01.2020

    @ralf66: Ich sprach nur (!) von der von mir zitierten Textstelle.
    Natürlich wäre es gaga, im Hühnerstall Motorrad zu fahren & sofern da noch Hühner drin sind, natürlich auch Tierquälerei, was denn sonst!?
    Mit dem Rest Ihrer Ausführungen haben Sie sogar teilweise Recht : wir sind alle mehr oder weniger Umweltsäue mit unserem Lebensstil- und das zu transportieren, war meiner Ansicht nach auch der Sinn des Liedes. Die Oma steht insofern nur stellvertretend für uns alle.

  • 9
    7
    ralf66
    07.01.2020

    @MuellerF, das Lied im Originaltext entstand in den 30er Jahren in Anlehnung oder Ableitung anderer Lieder und deren Liedtexte. Das Original ist ein Kinderlied was witzig ist und mit einigen kleinen Erfindungen gespickt ist, die es so nicht gibt, daß hat kein Erwachsener ernst genommen oder als Beleidigung aufgefasst, Ulk halt Blödsinn, wie z. B. sie hat einen Nachttopf mit Beleuchtung, oder im Backenzahn ein Radio, oder einen Kochtopf mit nem Lenkrad, daß gibt es in Wirklichkeit nicht und deswegen regte sich keiner drüber auf, Fantasie halt aus der damaligen Zeit. Jetzt behaupten Sie aber, daß dieser original Liedtext die Oma so darstellt, daß man denken könnte sie wäre ein wenig plemplem, die 5. Strophe des Original-Liedes sagt aus, daß die Oma ''Klosettpapier mit Blümchen'' verwendet und das gibt es in der heutigen Zeit tatsächlich zu kaufen, wollen Sie damit sagen, wer sich Klosettpapier mit Blümchen kauft der ist plemplem? Auch die Behauptung mit der Oma als Tierquälerin, was Sie hier bringen, weil sie im Hühnerstall Motorrad fährt, vergessen Sie's einfach ist völlig daneben.
    Jetzt zu der neuen Textfassung des Liedes, dort sind alle Textstellen so formuliert das man nicht sagen kann, ja das ist eine Erfindung, daß gibt es doch in Wirklichkeit gar nicht, nein dort ist der Text so formuliert, daß er die Wahrheit, die Tatsache vermitteln soll, meine Oma ist ne Umweltsau weil sie 1000l Benzin verfahren würde, was zwar übertrieben und überspitzt dargestellt ist, aber damit zum Ausdruck kommen soll, daß sie eben sinnlos Kraftstoff verbraucht, eine Umweltsünderin, sie nimmt ja das Motorrad auch noch als Rollstuhl, mit einem SUV darf die Oma auch nicht beim Arzt vorfahren, daß geht gar nicht, die Kinder die das singen, deren Eltern Auto möchte ich mal sehen, auch von dem feinen Dirigenten das Auto möchte ich mal sehen und auch von dem Intendant das Auto wäre interessant zu sehen, dabei überfährt die Oma noch mit ihrem großen Sprittfresser zwei Opis mit Rollator. Jetzt brät sich die Oma zu allem Unglück noch jeden Tag ein Kotelett aus Billigfleisch, pfui Teufel Fleisch essen, Tiere töten geht ja gar nicht und viel zu viel Energie verschwenden durch das braten des Koteletts ist eine totale Umweltsünde. Dann fliegt die Oma nicht mehr sie macht jetzt Kreuzfahrten und wäre keine Umweltsau mehr, ja nun ist das Satire jeder weiß wie das mit dem Kerosinverbrauch der Flugzeuge und dem Schwerölverbrauch der Kreuzfahrtschiffe gemeint ist, die Oma bleibt ne Umweltsau. Jetzt überlegen wir uns mal wie die Kinder die das Lied singen aufgewachsen sind und noch aufwachsen werden und wie die Umweltsäue die Omas aufgewachsen sind. Alles was den Omas in diesem Lied angelastet wird passiert in der heutigen Zeit und gab's zur Jugendzeit der Omas nicht, daß die Generation der Omas kein Handy hatte, keinen PC-hatte, die Klamotten doppelt und dreifach aufgetragen wurden, 20 bis 30 Mann sahen mit einen Fernsehgerät fern, gebaden wurde mit einer Füllung Wasser die ganze Familie, sie liefen zur Schule oder fuhren mit dem Rad, sie hatten als 18 jährige kein Auto oder Motorrad, sie haben kein Fast-Food gegessen, Fleisch gab es nur ein bis zweimal in der Woche, sie sind nicht geflogen, wenig in den Urlaub gefahren und machten auch keine Kreuzfahrten, sie haben bei Kerzenschein Bücher gelesen und vom Grammophon was zum aufziehen war Musik gehört. Viele Beispiele gäbe es noch, was die Omas früher nicht machten und heute machen könnten aber in dem Ausmaß nicht machen wie es die Generation heute macht und machen wird die dieses Spottlied hier gesungen hat, jetzt MuellerF vergleichen sie mal wie die heutige Generation aufwächst, man könnte denken sie haben sich selber besungen, um von sich abzulenken und die Omas vor's Loch geschoben, daß das Aufruhr gibt ist doch wohl völlig klar.

  • 11
    7
    Maresch
    07.01.2020

    Über was für Belanglosigkeiten sich Menschen in Deutschland (künstlich) aufregen können, ist immer wieder bemerkenswert.

  • 1
    8
    Interessierte
    07.01.2020

    Diese Menschen haben keine anderen Interessen mehr , als zu demonstrieren .
    Wie viele Ostdeutsche sind denn dorthin gefahren mit Zügen - Bussen -Autos ?

  • 9
    7
    Malleo
    07.01.2020

    Vielleicht sollte der sächsische Landtagspräsident Rößler mal mit Buhrow über
    "kultiviertes Miteinander" reden?
    Die Beleidigung einer ganzen Generation gehört sicher nicht dazu.
    Aber das ist nur meine bescheidene Meinung.

  • 9
    6
    Steuerzahler
    07.01.2020

    @MuellerF: 1. wurde in der Urfassung niemand als ...Sau beleidigt.
    2. wurde der Text nicht mit grüner Ideologie politisch instrumentalisiert.
    Das sind die wesentlichen Unterschiede. Moral und Anstand sind halt aber eben nicht jedem gegeben. Darüber sollten Sie nachdenken. Eine Gesellschaft, in der die ö.-r. Kanäle mit Begriffen wie Umweltsau und Ziegenf... ihre Botschaft transportieren wollen, braucht sich nicht wundern, wenn Entgleisungen hoffähig werden. Eben wie gesagt eine Frage von Moral und Anstand, was offensichtlich mehr und mehr verloren wird.

  • 9
    4
    Franziskamarcus
    07.01.2020

    Was ist jetzt wieder mit meinem ersten Kommentar? Alles offen einzusehende und Nachzulesende fakten!! Auch wenn es euch bei der FP nicht gefällt.

  • 11
    5
    Franziskamarcus
    07.01.2020

    MüllerF, ach sie finden das instrumentaliesieren von Kindern für ideologische Zwecke (nichts anderes ist das) in Ordnung? Ok, ich weiss, das war und ist in manchen kreisen Willkommen, aber das dürften sie ja wissen...

  • 5
    13
    MuellerF
    07.01.2020

    @Steuerzahler: Beim Originaltext des Liedes ("...Oma fährt im Hühnerstall Motorrad") könnte man auch auf die Idee kommen, dass Oma als plemplem oder Tierquälerin dargestellt wird-komischerweise war das nie solche Aufregung wert - weil niemand den Text mißverstehen WOLLTE - im Gegensatz zur jetzigen Debatte!

  • 8
    5
    Malleo
    06.01.2020

    distel
    Hatte ich das nicht klar genug vermittelt?

  • 16
    4
    Steuerzahler
    06.01.2020

    «Ganz gleich, ob einem der Song von der «Umweltsau» gefällt oder nicht: Er verletzt keine Werte», sagte er.“. Dann sage ich mal, dass man bei jemanden, der diese Werte wie Respekt und Anstand nicht hat, diese auch nicht verletzen kann. Alle anderen fühlen sich zumindest betroffen und glauben das vorgeschobene Märchen von Satire nicht.

  • 8
    14
    Distelblüte
    06.01.2020

    @Malleo: Es fiel mir schon öfter auf, sass etliche Leser/Zeitgenossen nicht den Unterschied zwischen einem Bericht und einem Kommentar kennen. Oder ist es Vergesslichkeit? Ich kann mich gut erinnern, diese Formen journalistischer Texte im Deutschunterricht gelernt zu haben.
    Während ein Bericht die bekannten Fakten vermittelt, kann (und sollte) ein Kommentar sine persönliche Meinung ausdrücken. Die muss Ihnen nicht gefallen, gehört aber zum journalistischen Spektrum von Textbeiträgen einer Zeitung.
    Wenn Sie in einem normalen Artikel Meinungsmache vermuten/herauslesen, dann ist das Ihr Problem.
    Vielleicht könnte das Freie Presse Team einmal über Grundlagen journalistischer Arbeit aufklären? Und auch über deren Anforderungen?

  • 13
    8
    Tauchsieder
    06.01.2020

    Richtig "Malleo", die Journalie hat keinen Bildungsauftrag.

  • 16
    7
    Malleo
    06.01.2020

    Distel..
    Ihren Beitrag habe ich gelesen. Toll.
    Offensichtlich haben Sie keine Ahnung, was die Aufgabe eines Journalisten ist.
    Berichten was ist, nicht was der Leser glauben, was sein sollte.
    Journalisten haben nicht die Aufgabe, den Leuten zu sagen, was sie denken sollen. Ihre Aufgabe ist es, sie auf Dinge aufmerksam zu machen, über die sie nachdenken sollen!!
    Aber da zudem der angelsächsischen Ansatz gern relativiert wird, werden Kommentare, Kolumnen, kommentierende Gastbeiträge gern unter Weglassen, dass das eine "Meinung" ist, veröffentlicht!

  • 9
    15
    Distelblüte
    06.01.2020

    @Tokru: Welches Problem haben Sie damit, wenn Menschen Haltung zeigen, seien es nun Juornalisten oder ein Nachbar/Kollege?
    Es interessiert mich wirklich.

  • 14
    10
    Tokru
    05.01.2020

    Der Haltungsjournalismus, in Verbindung mit der Kunst des Weglassens, treibt die Leute auf die Straße. Die "Umweltsau" war nur der Auslöser.



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