Kopf-an-Kopf-Rennen bei Wahl in Sachsen-Anhalt erwartet

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Die Landtagswahl in dem Ost-Bundesland gilt als letzter Stimmungstest vor der Bundestagswahl. Die Wahlbeteiligung ist bisher geringer als im Jahr 2016. Allerdings gibt es mehr Briefwähler.

Magdeburg (dpa) - In Sachsen-Anhalt zeichnet sich ein unterschiedliches Bild bei der Wahlbeteiligung ab.

Bis 16.00 Uhr gingen 41,0 Prozent der Wahlberechtigten an die Urnen. Bis 14.00 Uhr waren es noch 27,1 Prozent, wie die Landeswahlleitung mitteilte. Zudem sei mit einem erhöhten Briefwahlanteil zu rechnen, was noch in die Wahlbeteiligung einfließen werde. Laut Umfragen wird im Land mit einem Kopf-an-Kopf-Rennen von CDU und AfD gerechnet.

Die Landtagswahl gilt als der letzte Stimmungstest vor der Bundestagswahl. 2016 lag die Wahlbeteiligung bei der Stimmabgabe in den Wahllokalen bis 16.00 Uhr bei 47,1 Prozent, am Ende des Tages bei 61,1 Prozent.

Haseloff: Alles getan, was notwendig und machbar war

Die vorläufige Zahl der diesjährigen Wahlberechtigten zur Landtagswahl gab die Landeswahlleitung mit 1,78 Millionen an. Das seien rund 88.990 weniger als vor fünf Jahren (1,87 Millionen Wahlberechtigte). In den landesweit mehr als 2240 Wahllokalen galten die Corona-Regeln mit Abstands- und Hygieneregeln sowie Maskenpflicht. Mancherorts bildeten sich Schlangen.

Ministerpräsident Reiner Haseloff trat in Wittenberg an die Wahlurne. Der CDU-Politiker und Spitzenkandidat der Union im Land wurde in seiner Heimatstadt von seiner Frau Gabriele begleitet. Er habe alles getan, was notwendig und machbar gewesen sei, um die Menschen zu überzeugen, sagte der Christdemokrat. Dieser Sonntag sei der Tag der Wähler. Die Stimmabgabe des Ministerpräsidenten und auch anderer Spitzenkandidaten von Parteien wie der AfD wurden begleitet von einem großen Medieninteresse.

In Sachsen-Anhalt regieren seit 2016 die CDU, die SPD und die Grünen zusammen als Deutschlands erste sogenannte Kenia-Koalition. Der CDU-Ministerpräsident Haseloff hat laut Umfragen gute Chancen auf eine dritte Amtszeit. Der Christdemokrat hatte im Wahlkampf eine Zusammenarbeit mit der AfD nach der Landtagswahl ausgeschlossen.

AfD hofft darauf, stärkste Kraft zu werden

Der Spitzenkandidat der AfD in Sachsen-Anhalt, Oliver Kirchner, sagte bei seiner Stimmabgabe in Magdeburg, er hoffe, dass die Partei am Sonntag stärkste Kraft werde. Er sei aber auch mit einem Ergebnis zufrieden, das sich zwischen 22 und 26 Prozent bewege, sagte Kirchner. «Ich würde mir wünschen, dass das hier auch ein richtungsweisendes Ergebnis für die Bundestagswahl wird.»

Die CDU hatte vor fünf Jahren 29,8 Prozent der Wählerstimmen in Sachsen-Anhalt bekommen. Die AfD kam 2016 auf 24,3 Prozent. Die Linke bekam 16,3 Prozent der Wählerstimmen, die SPD 10,6 Prozent und die Grünen 5,2 Prozent. Die FDP scheiterte mit 4,9 Prozent an der 5-Prozent-Hürde. Der Liberalen haben laut Umfragen Chancen auf den Wiedereinzug in das Magdeburger Parlament. Die 2240 Wahllokale haben bis 18.00 Uhr geöffnet.

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