Lehrergewerkschaft GEW: Länder sollen Mathe-Abi überprüfen

Berlin (dpa) - Angesichts der Proteste gegen das jüngste Mathematik-Abitur fordert die Lehrergewerkschaft GEW eine Überprüfung in den Ländern, in denen sich viele Schüler von den Aufgaben überfordert gefühlt haben - und gegebenenfalls eine Heraufsetzung der Noten.

Die betreffenden Kultusministerien müssten sich mit den Schülern zusammensetzen, sagte Ilka Hoffmann, die im Vorstand der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft für das Thema Schule zuständig ist, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (Dienstag). «Lag es an der Konstruktion der Aufgaben, waren vielleicht bestimmte Aufgaben nicht mehr lösbar, wenn man an den vorherigen gescheitert ist?», fragte sie. «Falls es Fehler bei der Aufgabenstellung gab, muss das Ziel sein, für die Zukunft zu lernen.»

Sie betonte: «Im Fall zahlreicher Beschwerden muss sich eine Fachkommission noch einmal mit den Aufgaben befassen. Kommt diese zum Ergebnis, dass sie zu schwer waren, gibt es nur eine faire Lösung: Die Bewertung muss großzügiger ausfallen.» In Bayern, Niedersachsen und Bremen haben die Kultusministerien angekündigt, die Prüfungen zu überprüfen. In Thüringen will das Bildungsministerium zunächst den Notendurchschnitt und Rückmeldungen von den Fachlehrern abwarten.

Am Wochenende hatten sich zunächst Zehntausende Schüler in Bayern, Niedersachsen, Bremen, Hamburg und dem Saarland, in Mecklenburg-Vorpommern, Berlin, Thüringen und Sachsen-Anhalt über den Schwierigkeitsgrad der Aufgaben beschwert und mit Online-Petitionen an ihre Kultusministerien gewandt. Am Montag kamen Schüler aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Schleswig-Holstein hinzu, so dass die Zahl am Nachmittag bis auf rund 70.000 stieg, davon alleine rund 60.000 in Bayern.

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1Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 2
    0
    vomdorf
    08.05.2019

    Vielleicht sollten einige Länder eher einmal die Zugangsbedingen für die Gymnasien überprüfen. So lange es möglich ist, dass jeder aufs Gymnasium kann/ darf/ geklagt werden kann, der nicht dafür geeignet ist, muss man sich doch nicht wundern, dass es irgendwann „zu schwer“ wird.
    Und statt es sich einzugestehen, dass dass man nicht unbedingt Abitur braucht um durchs Leben zu kommen, werden solche Aktionen gestartet. Gibts das in anderen Ländern auch?



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