Letztes Kohlekraftwerk in Brandenburg könnte 2032 schließen

Potsdam (dpa) - Nach einer Studie der Linkspartei-nahen Rosa-Luxemburg-Stiftung könnte das letzte Braunkohlekraftwerk in Brandenburg bereits im Jahr 2032 schließen. Dies habe die Stiftung anhand des Alters der Anlagen und den Vorgaben der Kohlekommission errechnet, sagte der Projektleiter, Wirtschaftsexperte und Linken-Bundesvize Axel Troost am Donnerstag bei der Vorstellung der Studie im Landtag. Danach könnten bis 2029 alle Blöcke des Kraftwerks Jänschwalde nach und nach vom Netz gehen. In den Jahren 2031 und 2032 würden die Blöcke A und B des Kraftwerks Schwarze Pumpe folgen. Das letzte sächsische Kraftwerk der Lausitz, Boxberg, würde demnach 2035 schließen.

Die Kohlekommission hatte einen Ausstieg aus der klimaschädlichen Braunkohleverstromung bis 2038 empfohlen. Die Brandenburger Linke hatte auf einem Landesparteitag Mitte Juni beschlossen, dass der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung bis spätestens 2030 erfolgen solle.

Der energiepolitische Sprecher der Linke-Fraktion im Landtag, Thomas Domres, erneuerte die Forderung nach einem Staatsvertrag zwischen dem Bund und den Kohleländern Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen. Darin müssten die von der Bundesregierung in Aussicht gestellten 40 Milliarden Euro für den Strukturwandel in den Ländern verbindlich festgeschrieben werden.

Domres plädierte auch für ein Kohleausstiegsgesetz, das bis Ende 2019 verabschiedet werden müsse. «Nur so gibt es langfristige Planungssicherheit für die Finanzierung des Strukturwandels», sagte er. Für die parlamentarische Begleitung des Strukturwandels in der Lausitz schlug Domres einen gemeinsamen Ausschuss mit dem sächsischen Landtag vor.

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8Kommentare
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  • 12
    2
    Malleo
    13.07.2019

    cn3 ...und mitdenkende Menschen sterben langsam aus...

  • 4
    10
    cn3boj00
    13.07.2019

    Lieber franz, und im Chemnitzer Rathaus regierte ein Tyrannosaurus, und auf der Straße protestierten die Dinosaurier gegen die Zuwanderung von Archaeopteryx, der einfach über die Grenze geflogen kam.

  • 10
    4
    ralf66
    13.07.2019

    @Malleo, nee das steht nicht in der FP, da steht auch nicht, dass durch die ungleichmäßige Belastung des Stromnetzes, durch die starken Schwankungen hervorgerufen durch die wieder erneuerbaren Energieträger das Stromnetz instabil ist, täglich eine riesige Summe Geld flöten geht, um die Stromversorgung ordentlich zu gewährleisten.

  • 8
    6
    Malleo
    13.07.2019

    ralf..
    Ich weiß, dass sich schon heute Energieversorger um die Netzstabilität echt sorgen und sich um entsprechende Verträge mit Nachbarn bemühen.
    Schon mal in der FP was gelesen?

  • 8
    5
    ralf66
    13.07.2019

    @Malleo, stimmt, ändern tut sich sehr wenig, es dampft dann halt nicht mehr, es spargelt aber gewaltig, der Blick in die Landschaft mit ihrer Schönheit bleibt versaut.
    Einen Unterschied gibt es natürlich, wenn es bei uns gar nicht mehr dampft und nur noch spargelt, wird öfter mal das Licht flackern, der Strom bleibt weg, oder man macht einen supergenialen Schachzug, nimmt den super sauberen Dampf ausländischer Kraftwerke in Kauf, dass man wenn bei Windstille nicht gespargelt werden kann, nicht im dunklen sitzt.

    @Deluxe, stimmt und ist leider schade, dass viele nicht wissen, dass dicker weißer Wasserdampf, der aus dem fetten kürzeren ''Schornstein'' kommt und eigentlich Kühlturm genannt wird, bei diesem extremen Gegenlicht immer schwarz und dunkel aussieht.

    @franzudo2013, stimmt auch alles, aber wie sind alle zusammen Klimaleugner und Verschwörungstheoretiker.

  • 13
    5
    Malleo
    12.07.2019

    Deluxe
    Ein Bild wirkt mehr als tausend Worte.
    Das Prinzip funktioniert seit es Fotografie gibt!
    Auch Ökopopulisten können eine Kamera halten.

  • 16
    6
    Deluxe
    12.07.2019

    Auch hier wieder:
    Ein bißchen Gegenlicht und schon wird dem unbedarften Leser der Dampf als teerschwarzer Monster-Umweltvernichtungsqualm vermittelt.

    Unseriös!

  • 15
    9
    franzudo2013
    12.07.2019

    Das letzte Kohlekraftwerk könnte auch 2132 schließen. Voraussetzung wäre, das den Ideologen die Macht entzogen wird. Selbstverständlich demokratisch und gewaltfrei. Kohlendioxid macht den Globus grün. Es wirkt wie Dünger für die Vegetation. Klimawandel gibt es seit Entstehung der Erde. In Chemnitz gab es riesige Schachtelhalmwälder bei ziemlich warmen Temperaturen. Wer war denn damals der böse Klimaveränderer ?



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