«Lifeline»-Kapitän mit neuem Schiff wieder unterwegs

Rom/Dresden (dpa) - Der deutsche Kapitän der Hilfsorganisation Mission Lifeline, Claus-Peter Reisch, ist wieder im zentralen Mittelmeer vor der libyschen Küste unterwegs. Mission-Lifeline-Sprecher Axel Steier sagte der Deutschen Presse-Agentur am Samstag, es handele sich um eine Beobachtungsmission im zentralen Mittelmeer von Reisch und seinen Freunden, die der Dresdner Verein Mission Lifeline unterstütze. Es sei nicht das Ziel, Migranten zu retten - als Kapitän sei Reisch dazu im Ernstfall aber verpflichtet, erklärte Steier. Über die Rückkehr ins Mittelmeer hatte zuvor unter anderem der MDR berichtet.

Bei der «Eleonore» handelt es sich um ein Sportboot, das unter deutscher Flagge fährt. Kurzfristig könne es um die 100 Menschen aufnehmen, sei aber nicht für lange Transportwege geeignet. Seit Samstag befindet sich das Boot in der Such- und Rettungszone vor der libyschen Küste, wo Hilfsorganisationen immer wieder Migranten von seeuntauglichen Booten retten und nach Europa bringen.

Der Kapitän aus dem bayerischen Landsberg am Lech hatte im Juni 2018 im Mittelmeer vor der libyschen Küste mehr als 230 Migranten an Bord des Schiffs «Lifeline» genommen. Danach wurde das Schiff, das unter niederländischer Flagge fuhr, tagelang auf hoher See blockiert. Im Mai wurde Reisch auf Malta wegen fehlerhafter Registrierung des Schiffs zu einer Geldstrafe verurteilt. Die «Lifeline» liegt dort noch immer an der Kette. Gegen das Urteil war Reisch in Berufung gegangen.

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6Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 19
    5
    Lesemuffel
    25.08.2019

    Ein indirekt staatlich und von NGOs geförderte Schlepper, weiter nichts. In Australien, Kanada, USA würde so einem Förderer der Massenflucht aus Afrika die Konzession entzogen, vielleicht noch mehr...

  • 19
    5
    Einspruch
    25.08.2019

    Das funktioniert nur, weil er seine aufgelesenen abgenommen bekommt. Meine Meinung ist , das ist ein Schlepper, was sonst.

  • 20
    5
    gelöschter Nutzer
    25.08.2019

    Einfach nur nervig der Mensch

  • 20
    4
    Lesemuffel
    25.08.2019

    Werden nun wieder im Inneren Afrikas Menschen, die es sich finanziell leisten können, auf den Weg vor die Küste Libyens machen, um von seeuntüchtige Booten "gerettet" zu werden?

  • 6
    14
    Distelblüte
    25.08.2019

    Im neuen "Spiegel" findet sich ein Interview mit MP Kretschmer. Sein letzter Satz lautet: "[Claus Peter] Reisch ist kein Schlepper. Das weise ich zurück."
    Ich bin gespannt auf das geplante Gespräch der beiden.

  • 20
    4
    Urlaub2020
    25.08.2019

    Er will keine Migranten auf offener See retten er holt sie vor der Küste ab ....noch besser



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