Linke sucht Schulterschluss mit SPD und Grünen

Berlin (dpa) - Die Linke sucht zum Auftakt des Wahljahres den Schulterschluss mit SPD und Grünen. «Wir drei Parteien links der Union stehen in der Pflicht, eine fortschrittliche Regierungsalternative zu ermöglichen», sagte Parteichefin Katja Kipping beim politischen Jahresauftakt in Berlin.

«Das ist unsere Verantwortung gegenüber der Geschichte, gegenüber den Sorgen der Menschen in der Gegenwart und angesichts der großen Zukunftsfragen.» Kipping rief ihre eigene Partei zu mehr Offenheit für solche Bündnisse und Regierungsbeteiligungen auf.

Wenn die Linke wirklich etwas bewirken wolle, müsse sie «ran an die Knotenpunkte der Macht», sagte Kipping. Dafür müssten einige ihre automatische Ablehnung aufgeben und offener denken. Die Linke müssen Vertrauen zu SPD und Grünen aufbauen, ohne naiv zu sein und das zu ignorieren, was die Parteien voneinander trenne.

Die Linken-Vorsitzende kritisierte eine Konzentration von Macht, Geld und Wissen in den Händen weniger. «Deshalb brauchen wir eine andere Regierung, die diese Machtkonzentration beherzt angreift», forderte Kipping. Auch ihr Co-Vorsitzender Bernd Riexinger warb für ein linkes Bündnis. «Die Hoffnung für ein anderes, soziales und demokratisches Europa kommt von links», sagte er. Die Linke sei ein Partner für alle, die Deutschland gerechter machten und das Klima retten wollten.

Riexinger und Kipping hatten einen Aufruf «für einen sozialen Aufbruch und mutigen Klimaschutz» formuliert. Darin fordern sie unter anderem, die Linke müsse die soziale Demokratie mit dem Klimaschutz verbinden und solche Fragen nicht allein den Grünen überlassen.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
8Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 1
    4
    Blackadder
    14.01.2019

    @freigeist: Dann erklären Sie mir doch mal bitte warum #aufstehen letzte Woche eine Kritik des Rundfunkbeitrages bei twitter äußerte, die 100% bei der AfD abgeschrieben hätte sein können und ZUDEM eine Zeichnung dazu stellte, die genauso ein paar Tage zuvor von der AfD verwendet worden war?

  • 2
    2
    Freigeist14
    14.01.2019

    "Querfront" ist ein Kampfbegriff der bürgerlichen Rechten aus den 30er Jahren . Der diffamierende Bezug zur deutschen Linken kommt aus der Ecke der Salon-Liberalen und Freunden Eckhard Jesses,der auch ein Hufeisen der "radikalen Ränder" ersann . Wer Frau Wagenknecht Ansichten bewusst fehlinterpretieren will und zu gern "rechte Ansichten" herbei halluziniert , kann dann nur noch Gehör finden mit solchen Schmähungen .

  • 0
    2
    acals
    14.01.2019

    @blacky: rein rational betrachtet haben sie ja recht. Problem ist aber, das viele gekraenkte Personen sich in Eitelei um die eigene Achse drehen. Wenn die linke realisiert das a) entweder keine Mission des Abendlandes ansteht oder b) diese mission klar definiert definiert werden muss; kaeme sie schon weiter. Aktuell aber zerreissen sich die genossen daran.

  • 3
    8
    Blackadder
    14.01.2019

    @acals: Im Moment fände ich es für die Linkspartei am wichtigsten, die Querfrontler a la Wagenknecht rauszuwerfen und innerparteiliche Streitereien beizulegen, dann kann man sich auch wieder auf soziale Fragen besinnen.

  • 2
    1
    acals
    14.01.2019

    Ja, da ist Frau Kipping recht zu geben: " ... (aus) unserer Verantwortung vor der Geschichte ..." wollen SPD und auch Gruene nicht mit uns. Bei Parteien tun gut daran - und es ist zu begruessen das sich auch in der Linkspartei immer mehr realismus durchsetzt. Es muesste aber noch a weng mehr sein, nicht zuletzt weil die Linken mit soviel Schmutz in Richtung SPD/Gruene geworfen haben, das den Linken der Blick fuer eine nuechterne Rundumsicht fehlt.

    Lernts euch ordentlich zu verhalten - stimmt auch mal einer freiwilligen Stasiueberpruefung im BT zu - lests euch mal durch was euere eigentliche ideologische Basis ist, dann wirds in ein paar jahrzehnten auch was mit regierungsbeteiligung.

  • 4
    5
    Freigeist14
    13.01.2019

    Was richtige "Parteien" sind wird uns der "Experte" und Leistungsträger frankjac@ sicher noch mitteilen .

  • 10
    8
    frankjac
    12.01.2019

    Niemand braucht diese Partei von Träumern und Weltverbesserern. Wohlstand für alle will erarbeitet werden oder besser, von nichts kommt nichts! Da hilft auch keine Annäherung an SPD und Grüne weil diese "Parteien" genauso weltfremd sind.

  • 12
    6
    franzudo2013
    12.01.2019

    "die Konzentration von Wissen in den Händen weniger" - bei Kipping konzentriert sich da offensichtlich nichts. Der sogenannte Klimaschutz ist die größte Arbeitsplatzvernichtungskampagne in Deutschland. Da will sie also mitmachen und das soll dann sozial sein?



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...