Linken-Politiker schmuggelte Flüchtling nach Deutschland

Hannover (dpa) - Der Bundestagsabgeordnete Diether Dehm (Linke) hat Ende August einen jungen afrikanischen Flüchtling von Italien nach Deutschland geschmuggelt.

Das bestätigte er am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. Weitere Angaben wolle er dazu nicht machen, um den jungen Mann nicht zu gefährden. Zuvor hatte die «Bild am Sonntag» darüber berichtet.

Dem Bericht zufolge nahm Dehm den Halbwaisen zunächst ein paar Tage in seinem Ferienhaus am Lago Maggiore auf, brachte ihn dann im Auto über die Schweiz nach Deutschland, wo er ihn an Flüchtlingshelfer übergab. Der junge Mann, der zu seinem Vater gewollt habe, sei von Grenzbeamten nicht registriert worden, sagte Dehm der Zeitung. Obwohl Beihilfe zur illegalen Einreise verboten ist, zeigte Dehm kein Schuldbewusstsein: «Ich bin mit mir im Reinen.»

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
4Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.

  • 5
    1
    DerWundePunkt
    12.09.2016

    So, und wo ist jetzt der Rechtsstaat. Wo sind sie, die sesselfurzenden Juristen, die bei jedem "rechten" Wort einen Schluckauf bekommen, weil sie genau wissen: Wenn es in Deutschland rechts wird, dann gehts ihnen an den verlogenen Kragen!

  • 5
    0
    gelöschter Nutzer
    12.09.2016

    "Wäre das ganze 1987 auf einer Fahrt von Ost-nach Westberlin passiert,wäre der"Schleuser"der große Held."

    ...und er könnte heute im Gruselkabinett des Hubertus K. in Hohenschönhausen dafür sorgen, dass er als Legende in die Analen der Menschheit eingeht.

    Tja, es liegt immer im Sinne des Betrachters, ob man Menschenhändler glorifiziert oder verurteilt.

    Wer aber billigend das Leben von Menschen aufs Spiel setzt, den müsste die Gewalt der Rechtssprechung mit voller Härte treffen.

    Nur, die Schleuser von einst scheinen dem Rechtsstaat bis heute egal zu sein.

    Die dürfen weiter von ihren "Heldentaten" berichten, für die sie nicht nur vom Westen ihre "Kohle" bekommen haben und , wurden sie erwischt, eben auch im Osten dafür einsitzen durften und das zu Recht!

    Letztlich entscheidet aber nicht das Recht, sondern die politische Auffassung mit ihrer moralischen Dekadenz, wer als Täter und wer als Opfer später in die Geschichtsbücher eingeht.

    Rein rechtlich bleibt ein Schleuser ein Schleuser und wenn er billigend das Leben anderer in Kauf nimmt und gegen geltendes Recht verstößt, dann ist er wahrlich kein Held!

  • 5
    1
    maxmeiner
    12.09.2016

    Hätte er das anno '87 mit einem Deutschen gemacht, wäre das eine innerdeutsche Angelegenheit gewesen, so ist er ein Schleuser und hat sich des Menschenschmuggels strafbar gemacht, in der Schweiz und hier, und das ist ein Verbrechen. Da hilft es auch nicht, daß er als Abgeordneter seine Immunität vorschiebt, die gehört ihn sofort entzogen und strafrechtliche Konsequenzen gezogen. Verlust der Pensionsansprüche inclusive, wegen Vorsatz. Damit käme der linke Weltverbesserer vielleicht auf den Boden der Verfassung und der Gesetze dieses Landes herunter. Mal sehen, wie die Strafe für ihn in dieser Bananenrepublik ausfällt. Leute mit einem derartigen Unrechtsbewußtsein haben als Volksvertreter komplett versagt und treten den Rest des guten Rufes dieser Demokratie gänzlich in den Dreck - aus dem sie hervorgekrochen kamen.

  • 3
    6
    Freigeist14
    12.09.2016

    Dieter Dehm handelte auf Bitten einer Flüchtlingshelferin,den Halbwaisen die Möglichkeit geben zu seinem Vater wiederzusehen.
    Das das illegal war und dennoch human,beschämt eher das Gesetz.
    Wäre das ganze 1987 auf einer Fahrt von Ost-nach Westberlin passiert,wäre der"Schleuser"der große Held.



Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
Mehr erfahren Sie hier...