Pferdeverstand: Warum es helfen kann, dass SPD-Chefin Nahles sich nebenbei um Ross und Reiter sorgt

Wie es mit den Sozialdemokraten weitergeht, weiß gerade keiner so genau, aber eine andere Spezies, die uns Menschen ähnlich treu auf unserem Weg begleitet hat, für die ist in Zukunft gesorgt: das Pferd. Das Pferd ist in unseren Breiten, die ja eher Höhen sind, vor allem aus Funk und Fernsehen bekannt, aus "Wendy", "Ostwind" oder "Bibi und Tina". In den tiefergelegten Regionen unseres vielgestaltigen Vaterlandes ist das Pferd aber deutlich kulturrelevant. Fast vier Millionen Menschen reiten hierzulande. Mehr als 300.000 verdienen ihren Lebensunterhalt mit, auf oder an dem Pferd.

Um also die Rolle dieses für Wirtschaft, Freizeit und Kultur, Fortbewegung und Transport, Landwirtschaft und Militär seit 5000 Jahren so unerlässlichen Begleiters zu würdigen, gründet sich zum 20. November ein Parlamentarischer Arbeitskreis im Bundestag, zu dem ein CDU-Abgeordneter namens Stier die Initiative ergriffen hat. Beteiligt ist auch SPD-Chefin Andrea Nahles, die dazu einer Zeitung sagte, dass sie beim Ausritt in der Herbstlandschaft den Kopf freibekommt.

Jeder weiß, wofür Frau Nahles einen freien Kopf gebrauchen kann: Sonst gehen ihr selber gerne mal die Pferde durch. Ihre SPD reißt gerade jedes Hindernis, und Nahles-Kritiker scharren mit den Hufen. Auch im Gespann mit dem Koalitionspartner läuft es immer weniger rund - die ganze Groko ist zum Wiehern. Kein Wunder also, wenn es in der eigenen Fraktion nicht so gut ankam, dass Nahles ihre Aufmerksamkeit nun auch Rossen und Reitern widmen will. "Es gibt ja zumindest mehr Pferde als SPD-Wähler in Bayern", soll ein Genosse in der Fraktionssitzung gemault haben.

Nahles allzu hart für ihre Pferdeleidenschaft zu kritisieren, das greift allerdings auch viel zu kurz. Tierliebe lässt ja im Grundsatz oft auf Menschenliebe schließen. Und was ein Reiter beherrscht, hilft der Partei. Wenn zum Beispiel das Pferd, sprich die Partei, unter Verspannung leidet, empfiehlt sich leichter Trab, um das Pferd, sprich die Partei, etwas aufzulockern und in Genick und Körper auf die zu reitende Linie auszurichten. Vielleicht fängt Nahles mit dieser Übung einmal an.

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