Berlin: 20.000 Menschen demonstrieren gegen Corona-Auflagen

Sie selbst sehen sich als mündige Bürger und halten Corona für Propaganda. Gegner sprechen von «Covidioten». Der Protest gegen die staatlichen Auflagen lockt Tausende in Berlins Mitte. Bis die Polizei einschreitet.

Berlin (dpa) - Trotz steigender Infektionszahlen haben heute Tausende Menschen in Berlin gegen die staatlichen Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie protestiert.

Nach Schätzungen der Polizei schlossen sich bis zu 17.000 Menschen einem Demonstrationszug an, rund 20.000 beteiligten sich anschließend an einer Kundgebung. Die Demonstranten forderten ein Ende aller Auflagen.

Da bereits während der Demonstration die Hygiene-Regeln nicht eingehalten wurden, stellte die Polizei Strafanzeige gegen den Leiter der Versammlung. Der erklärte den Demonstrationszug am Nachmittag für beendet. Weil auch auf der anschließenden Kundgebung viele Demonstranten weder die Abstandsregeln einhielten noch Masken trugen, begann die Polizei am frühen Abend, die Versammlung aufzulösen. Die Veranstalter seien nicht in der Lage, die Hygienemaßnahmen einzuhalten, sagte ein Polizeisprecher.

Zu der Demonstration unter dem Motto «Das Ende der Pandemie - Tag der Freiheit» hatte die Initiative «Querdenken 711» aufgerufen. In Stuttgart hat diese Initiative bereits wiederholt demonstriert. Kritiker dieser Proteste befürchten eine Vereinnahmung durch Verschwörungstheoretiker und Rechtspopulisten. Den Titel «Tag der Freiheit» trägt auch ein Propagandafilm der Nazi-Ikone Leni Riefenstahl über den Parteitag der NSDAP 1935.

Michael Ballweg, Gründer der Initiative, sagte zum Auftakt der Kundgebung unter dem Jubel der Teilnehmer: «Das Freiheitsvirus hat Berlin erreicht.» Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) schrieb dagegen auf Twitter: «Ja, Demonstrationen müssen auch in Corona-Zeiten möglich sein. Aber nicht so.» Abstand, Hygieneregeln und Alltagsmasken dienten dem Schutz aller.

Die SPD-Vorsitzende Saskia Esken schrieb auf Twitter: «Tausende Covidioten feiern sich in Berlin als "die zweite Welle", ohne Abstand, ohne Maske.» Gefährdet würden damit auch Erfolge im Kampf gegen die Pandemie wie die Belebung von Wirtschaft, Bildung und Gesellschaft. Der italienische EU-Kommissar Paolo Gentiloni twitterte, eine solche Idee von Freiheit sei nicht zum Lachen. «Das ist beängstigend.»

Am Abend war die Lage in Berlin noch unübersichtlich. Die Polizei erklärte die Kundgebung für beendet, von der Bühne aus rief ein Polizist die Teilnehmer mehrfach dazu auf, nach Hause zu gehen. Dabei wurde er immer wieder von lautem Buh-Geschrei unterbrochen. Später wurden die Teilnehmer darauf hingewiesen, dass sie eine Ordnungswidrigkeit begingen.

Viele Demonstranten wanderten ab oder verteilten sich auf den Wiesen des angrenzenden Tiergartens. Etwa 3000 versammelten sich zwischenzeitlich vor dem nahen Reichstag und am Bundeskanzleramt. Vor der Bühne der Kundgebung hielt sich zunächst noch ein harter Kern der Teilnehmer, gegen den die Polizei in kleinen Gruppen von beiden Seiten vorging. Demonstranten wurden angesprochen, aber auch abgeführt oder weggetragen. Am Abend rechnete die Polizei mit einem baldigen Ende des Einsatzes.

Während der mehrstündigen Demonstration waren Einsatzkräfte zunächst mit Lautsprecherdurchsagen oder Einzelansprachen vorgegangen. «Darüber hinaus werden Verstöße dokumentiert, so dass auch im Nachgang die Ahndung von Verstößen möglich ist», kündigte die Polizei an. Als die Demonstration für beendet erklärt wurde, hatte der Zug sein Ziel nahe des Brandenburger Tores bereits erreicht.

Die Polizei ging «in der Spitze» von etwa 17.000 Teilnehmern bei dem Protestzug aus. «Eine exorbitant höhere Zahl, die laut verschiedener Tweets durch uns genannt worden sein soll, können wir nicht bestätigen», erklärte sie. Veranstalter hatten zunächst 500.000 Teilnehmer angekündigt und für die Demonstration 10.000 angemeldet. Am Nachmittag wurde auf der Kundgebungsbühne erst von 800.000, dann von 1,3 Millionen Menschen gesprochen.

In dem Protestzug durch weite Teile von Berlin-Mitte waren trotz Hinweisen von Polizei und Veranstaltern kaum Menschen mit Mund-Nasen-Schutz zu sehen. Passanten mit entsprechendem Schutz wurde von den Demonstranten «Masken weg» entgegengerufen.

Zu größeren Zwischenfällen kam es zunächst nicht. An mehreren Stellen wurden Protestzug und Gegendemonstranten von Polizeieinheiten abgeschirmt, an einer Stelle demonstrierten mehrere hundert Menschen gegen den Protestmarsch. Gegendemonstranten unter dem Motto «Omas gegen rechts» riefen dem Zug «Nazis raus» entgegen, der Spruch schallte als Echo zurück.

Bei den Demonstranten waren Ortsschilder und Fahnen verschiedener Bundesländer zu sehen. Ihrem Unmut über die Schutzmaßnahmen machten die Menschen mit Trillerpfeifen und Rufen nach «Freiheit» oder «Widerstand» Luft. Auch Parolen wie «Die größte Verschwörungstheorie ist die Corona-Pandemie» waren zu hören.

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42Kommentare
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  • 1
    2
    tbaukhage
    vor 38 Minuten

    @Dorpat: Der Fehler könnte in der Annahme einer Gleichverteilung des Platzangebots liegen. Schließlich war der Dorfteich im Durchschnitt auch nur 50cm tief und trotzdem ist die Kuh drin ersoffen.

  • 8
    4
    Dorpat
    vor 6 Stunden

    Die Straße des 17. Juni ist 3,5 Kilometer lang und 85 m breit (Quelle: deutschland. de. Somit hatte bei 20.000 Demonstranten (Angaben der Presse) jeder Demonstrant nach dieser Rechnung 14 qm für sich.

    Wo liegt also das Problem mit den Abstandsregeln?

    Oder liegt der Fehler woanders?

  • 6
    3
    klapa
    vor 6 Stunden

    Und in diesem Sinne gibt es gute und schlechte Demos.

  • 11
    3
    klapa
    vor 7 Stunden

    ‚Wir haben es mit einer neuen Form des Politjournalismus zu tun. An die Stelle der Neugier ist das Urteil getreten, an die Stelle der Frage die Verdächtigung. Abkehr vom "Neutralitätswahn" – schrieb Fleischhauer gestern im Focus.

    https://www.focus.de/politik/deutschland/schwarzer-kanal/die-focus-kolumne-von-jan-fleischhauer-ein-falscher-kontakt-und-man-ist-erledigt-ard-magazin-blaest-zur-gesinnungsjagd_id_12271430.html

    Könnte das damit zu tun haben, censor?

  • 12
    4
    censor
    vor 7 Stunden

    Ich habe mich richtig aufgeregt - aber nicht über die Demonstration selbst, sondern über die Berichterstattung darüber.

    Zum einen ähneln die Medien-Texte einander auf so auffällige Weise , dass ich Grund zu der Annahme habe, der Inhalt wurde von irgendwo (dpa?) abgeschrieben. Zum anderen war ich via Livestream am Samstag den ganzen Tag dabei und kann nur sagen: Da geht die breite Mitte der Gesellschaft auf die Straße, und die Leitmedien sehen nur Verschwörungstheoretiker, Esotheriker, Spinner und natürlich die obligatorischen Rechtsextremen.

    Das absolut Neue an dieser Demo war, dass alle, die für das Gleiche sind, mitgehen durften und niemand wegen seiner polit. Ausrichtung oder Weltanschauung ausgegrenzt wurde.
    Sollte es in einer FDGO nicht generell so sein?

    Man kann persönlich darüber geteilter Meinung sein, wie man die Corona-Maßnahmen einordnet, aber wenn so viele Menschen das Gleiche denken und fühlen, darf man es nicht einfach so abtun und schlechtreden, sondern sollte sich als Leitmedium in möglichst neutraler Berichterstattung üben. Dazu hätte es bspw. auch gehört, nicht nur einen Kontra-Kommentar zu verfassen, sondern auch einen Pro-Kommentar nach dem Prinzip: These - Antithese - Synthese.

    Wir haben es mit einer ernstzunehmenden, wachstumsfähigen Bewegung zu tun, vergleichbar mit der Wendebewegung 1989. Ich habe noch FP-Exemplare aus der Wendezeit und weiß daher, wie anfangs darüber berichtet wurde - und wie die Berichte ein paar Wochen später lauteten, als der Wind of change in der Luft lag.

    Wie war es denn Mitte Juni, als 20.000 junge Leute auf dem Alex dicht an dicht gegen Rassismus demonstrierten und ebenfalls keinerlei Hygieneregeln befolgten? - Da waren Medien und Politik fast unisono begeistert, und weder Maskenpflichtverletzung noch nicht gehaltener Abstand waren ein Thema.

    Hier aber bricht die Polizei eine Kundgebung ab, weil eben diese Regeln nicht eingehalten wurden (gegen die ja schließlich demonstriert wurde). Und es waren - wenn man den Medienberichten glauben kann, mit 17.000 Teilnehmern zwischen Brandenburger Tor und Siegessäule auch noch 3000 Menschen weniger als im Juni auf dem vergleichsweise kleineren Alexanderplatz. Wo blieb denn da die Verhältnismäßigkeit?

  • 5
    10
    RingsOfSaturn
    vor 17 Stunden

    Zum Thema: live und ungeschnitten - mitschnitt von der Demo von Dunja Hayali. Erhellend, um sich ein Bild zu machen.
    https://www.instagram.com/p/CDWiV-oqlDG/

  • 3
    3
    tbaukhage
    vor 17 Stunden

    @Malleo: ... gleich neben dem von vorgestern.

  • 3
    3
    tbaukhage
    vor 17 Stunden

    @Malleo: Ich hab' eben das zweite Kreuzchen im Kalender gemacht. Gleich nebe

  • 10
    3
    OlafF
    vor 18 Stunden

    @Malleo: Auch wenn die Demonstranten Unrecht haben und auch wenn sie eine Minderheit sind so sind sie aus allen Teilen der Gesellschaft und auch aus der Wissenschaft stammend ein Teil von uns und haben auch das Recht auf Gehör. Dies unterscheidet eine Scheindemokratie von einer wahrhaften Demokratie. Nur in dieser kann auch derjenige sich äußern, welcher die vermeintlich falsche Meinung vertritt.

  • 10
    11
    Malleo
    vor 19 Stunden

    Wenngleich der mediale Fokus auf die Demonstranten gerichtet ist, heißt das noch nicht, dass sie für die große Mehrheit dieses Landes sprechen.
    Die Gründe mögen divers und durchaus nachvollziehbar sein, was existentielle Sorgen oder soziale Einschränkungen anbelangt.
    Das allein rechtfertigt nicht, wissenschaftliche Erkenntnisse zu leugnen, dass es eine Pandemie und mithin ein Problem gibt.
    Wenn man aber aus genannten Gründen nicht zugeben will, dass es ein Problem gibt, kann auch niemand helfen!
    Ein Vergleich mag das beschreiben.
    Wenn man einen Frosch in ein mit heißen Wasser gefülltes Glas setzt, springt er heraus, setzt man ihn in kaltes und erwärmt es, verpasst er die Flucht und wird gekocht!
    In welche Verhaltenskategorie wird man wohl die Demonstranten einordnen?
    Fakt ist, dass trotz des zögerlichen Beginns von Gegenmaßnahmen dieses Land im Vergleich die Krise recht gut meistert.
    Könnte auch das ein Grund für den Demonstrationsanlass sein?
    Ein Präventionsparadoxon?
    Die Maßnahmen haben vorzeigbar geholfen, also alles halb so schlimm?
    Dennoch, je nach aktueller oder erwartbarer „Betroffenheit“ des Einzelnen, verstärkt sich Widerspruch.
    Diese vorrangig existentiellen Belange werden wiederum nur durch gesamtgesellschaftliche Unterstützungsmaßnahmen abzufangen sein.
    Eine Aufgabe, die durchaus Jahre dauern kann.
    Die Kritiker müssen sich aber auch die Frage gefallen lassen: „Was wäre denn der richtige Weg gewesen, der von Entscheidungsträgern vorzugeben gewesen wäre“?
    Kommt es nicht einer Quadratur des Kreises gleich, es allen Mitgliedern dieser Gesellschaft bei den Gegenmaßnahmen recht zu machen?
    Zumal die Empfehlungen von seriösen Wissenschaftlern vorbereitet wurden, deren Erkenntnisprozess auch geprägt war von Unsicherheiten, was wohl am besten geeignet ist, dieses Virus und die Pandemie zu beschreiben.
    Es ist das Dilemma dieser gesundheitlich bedingten Krise: Erst wenn man an den konkreten Menschen denkt, abseits von Statistiken, werden auch die Herausforderungen begreifbar.

  • 10
    6
    klapa
    vor 20 Stunden

    Diese Art von Demonstration werden durch die intranparente Kommunikation von Medien und Politik regelrecht provoziert.

    Die Bürger sind keine kleinen Kinder, fühlen sich aber so behandelt

  • 12
    4
    OlafF
    vor 21 Stunden

    Die Demo verlief nach Chatverlauf Telegramm friedlich. Immer wieder wurde zu Gewaltlosigkeit aufgerufen.

    Einzig der Spiegel, welcher sich mit Saskia Esken gegenseitig an Schimpfkannonaden übertrifft berichtet von Gewalt und muss sich dann selbst korrigieren...

    ....Anmerkung der Redaktion[Spiegel) in einer früheren Version des Artikels hieß es, 18 Polizisten seien bei der Auflösung der Demo verletzt worden. Die Nachrichtenagentur dpa und die Polizei haben die Zahl inzwischen korrigiert: Es seien in Berlin bei diversen Demonstrationen sogar 45 Beamte verletzt worden. Doch die genaue Zuordnung, bei welcher Demo sich die Polizisten ihre Blessuren zuzogen, sei derzeit noch nicht möglich.

    oka/AFP/dpa

  • 11
    6
    KTreppil
    vor 23 Stunden

    Wer die (mindestens am Rande) Randalen in Hamburg zum G20 mit der gestrigen Demo in Berlin vergleicht, der vergleicht wirklich Äpfel mit Birnen. Ich war bei beiden Ereignissen zwar nicht dabei, glaube aber dennoch nicht, dass es da irgendwo Parallelen gibt. Oder wurden die Polizisten gestern in Berlin mit Pflastersteinen beworfen? Man kann sich alles solange zurecht reden, bis es in die persönliche Ideologie passt, läuft aber Gefahr, sich selbst zu widersprechen oder Dinge an den Haaren herbei zu ziehen. Das ist auch mir durchaus bewusst, Manchen in diesem Forum leider nicht.

  • 12
    6
    Echo1
    02.08.2020

    @Twe bei den Protesten geht es nicht um PEGIDA und rechten Strömungen. Deren Ansichten ich nicht habe.
    Wenn die hier mit gelaufen sind, dann ist das so. Das dürfen die. Kann man mal anderswo diskutieren.
    Die hier demonstriert haben, sind gegen die Coronamassnahmen unseres Staates und der Wiederherstellung der Verfassungsgrundsätze. Sie wollen nicht, dass die Angstmache vor Krankheiten

  • 9
    11
    TWe
    02.08.2020

    @OlaF: Ich glaube, da liegen Sie falsch. Viel zu viele Leute kapieren überhaupt nicht, welchen Blödsinn sie nachplappern.

    An der gestrigen Demo sollen ja auch Fans der "Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes", kurz Pegida, teilgenommen haben. Diese Figuren haben jahrelang in unserer schönen Landeshauptstadt an der falschen Stelle demonstriert. Richtig wäre es gewesen, unmittelbar vor Ort die Schließung der an der A4 befindlichen Globalfoundries-Chipfabrik zu fordern. Diese befindet sich nämlich seit vielen Jahren im Staatseigentum des Emirats Abu Dhabi. Das liegt auf der arabischen Halbinsel und dort ist der Islam Staatsreligion...

    Viel zu viele Leute rennen eben lieber irgendwelchen dahersülzenden Populisten hinterher, anstatt das eigene Gehirn zu benutzen und die aktuelle Situation mit dem eigenen Verstand zu reflektieren. Ergo, sich vera... lassen ist geil.

  • 13
    7
    mops0106
    02.08.2020

    Wenn Leute gegen die "Schutzmaßnahmen" protestieren, weil sie diese für falsch halten und als Einschränkung der Grundrechte sehen, ist es für mich verständlich, dass dann das offizielle Symbol der Beschränkung, der "Maulkorb" nicht getragen wird.
    Ansonsten ist bekanntermaßen nichts weiter vorgefallen. Die Menschen haben friedlich demonstriert. Bei andersartigen Demos wie BLM und linken/ linksextremen Demos hat die Polizei nicht eingegriffen/ eingreifen müssen, da sie ja "deeskalierend" wirken wollten...Schon die ständige Erwähnung dieses diffamierenden Wortes "Covidioten" zeigt die Angst der Herrschenden vor dem wachsenden Protest im Land.
    @TWe: Friedliche Demonstranten mit den Autonomen/ Straftätern in Portland in Verbindung zu bringen.....????

  • 12
    7
    OlafF
    02.08.2020

    Wer wird den gleich nervös? ...,dass die Masse der Bevölkerung herausfindet, wer wirklich hinter den Demonstrierenden steck. Darüber hole man sich, wem die Berichterstattung der Leitmedien gestern zu einseitig erschien eine 2. Meinung im Internet. Unabhängige Plattformen außerhalb des Einflusses der Leitmedien gibt es genug.
    Trotz aller Propagandaversuche, in den Leitmedium und aller möglichen Schelte in der Spiegel- Presse, lassen sich die meisten nicht mehr verar...en.

  • 8
    9
    Ich1966
    02.08.2020

    das der Normalbürger der sich nichts zu schulden kommen läst diesen und anderweitigen Affenzirkus in jeder Et age mit bezahlen muß ist keine Demo kratie sondern ein Saustall

    kurzum ich möchte nicht mehr in Deutschland geboren werden hier
    ist die Sau der König

  • 7
    14
    TWe
    02.08.2020

    @KTreppil: Sie sind wirklich überrascht von der Reaktion der Polizei? Die Auflösung zu provozieren, ist genau das Kalkül, was es immer wieder sowohl in unserem Land als auch auf der anderen Seite des Globus bei solchen Aktionen zu beobachten gibt. Es wird so lange provoziert, bis die Sicherheitskräfte eingreifen. Die Mittel sind hier sehr flexibel - offene Gewalt (siehe G20 in Hamburg) oder demonstrative Missachtung der Hygiene-Regeln (gestern in Berlin). Gleich ist allerdings, dass die Provozierenden blitzschnell in den Opfermodus wechseln, sobald sich ein Polizist auf sie zubewegt und eine Kamera auf sie gerichtet ist. Auch beim Blick über den großen Teich gibt's das gleiche Schema zu beobachten. In Portland wird ein Bundesgericht angegriffen und dann auf den bösen Onkel Trump geschimpft (= Opfermodus), wenn er Sicherheitskräfte schickt, um dieses Gebäude zu schützen (was im übrigen direkt in seine Zuständigkeit fällt). Ich verstehe es einfach nicht, wieviele Menschen es immer wieder gibt, die scheinbar vollkommen unreflektiert solchen Idioten hinterherlaufen und damit meinen, Ihrem Anliegen Nachdruck zu verleihen.

  • 13
    6
    KTreppil
    02.08.2020

    DS91, ich habe in meinen Kommentaren nicht die Notwendigkeit von Schutzmaßnahmen in Frage gestellt. Wo lesen Sie das heraus? Über Inhalte habe ich mich bewusst nicht geäußert und da suche ich auch keine Diskussion. Was ich kritisierte war die Reaktion der Polizei bzw. die Tatsache, wie schnell man hier handelte und die Demo abbrach. Bei vielen anderen Demos, egal ob rechts, links, schwarz oder weiß, grün oder blau, selten wurde so schnell gehandelt. Von BLM Demos in Deutschland, gegen Polizeigewalt(???!!!) ging wenn, dann ebenso eine Infektionsgefahr aus, sowohl aufgrund des Verhaltens einiger, als auch der Sache an sich, dass zu viele Menschen ohne Abstände versammelt waren. Über Sinn bzw. Notwendigkeit einer solchen Demo zu diesem Zeitpunkt ließ sich ebenso streiten.Die Reaktion der Politiker und der Polizei blieb da aber deutlich zurückhaltender. Das sieht für mich einfach nach zweierlei Maß aus. Unsere Wirtschaft war schon vor dieser Demo am Boden und ob es aufwärts geht, wird eher wenig von dieser Demo abhängen. Sucht man etwa einen Sündenbock? Im Übrigen, nicht nur in Deutschland gibt es Proteste in Zusammenhang mit den jeweiligen Corona Schutzmaßnahmen, länderspezifisch, aber alles nur Rechte, Verschwörungstheoretiker oder wie man auch gerne sagt Aluhüte...? Wer kann das sicher beurteilen,? Ich nicht, aber auch sonst weiß niemand allumfassend alles.

  • 13
    9
    paral
    02.08.2020

    Guten Tag. Es werden in dieser Frage extrem gegensätzliche Positionen eingenommen. Hier zeigt sich beispielhaft, wer die Gesellschaft spalten will, hetzt und nicht wirklich einen Dialog will. Besonders amüsant fand ich die Gegendemo "Omas gegen rechts", die einfacherhalber alle zu "Nazis" macht, die nicht die regierungsamtliche Melodie spielen. Das kann man auch im Diskussionsforum beobachten, wenn keine Argumente kommen, wird die persönliche Diffamierungskeule rausgeholt. Zur Sache wurde unten schon alles gesagt, von den Mitdenkern. Ich wage die Prognose, nach der Urlaubszeit werden die Daumenschrauben wieder angezogen, das Gerede von der zweiten Welle ist das Vorspiel.D.F. 1011

  • 10
    3
    Echo1
    02.08.2020

    Es sind immer wieder die gleichen, die in den Dialog kommen wollen. Gesprächsbereit sind, sich inhaltlich offen legen, ihre Meinung
    sagen. Mein letzter Beitrag deutete nur die
    gegensätzlichen Meinungen an. Warum ist das nur Anlass den roten Daumen zu geben?
    Eine Meinung dazu wäre dienlicher.

  • 15
    9
    OmaundOpa
    02.08.2020

    Was sind das für Kommentare!
    Das in Berlin nichts mehr NORMAL ist sieht man doch schon lange!
    Denke, keiner weiß was diese Krise wirklich bedeutet und wir sollten alle tunlichst drauf achten sie einigermaßen zu überstehen!

  • 10
    15
    DS91
    02.08.2020

    @KTreppil

    "ich vergleiche nicht die Demo 's, sondern die Reaktionen und Umgang damit."
    Ok das ist ein interessanter Punkt.

    Aber was haben Sie denn für Reaktionen erwartet... dort versammelten sich TEILWEISE extrem Rechte, Verschwörungstheoretiker und Menschen die gegen Schutzmaßnahmen demonstrieren. Obwohl diese Schutzmaßnahmen absolut notwendig waren. Hören sie sich doch mal in den Krankenhäusern um...

  • 10
    11
    Nixnuzz
    02.08.2020

    Also wenn ich eine Coro-Virus wäre und heimlich im Hals eines Mitläufers stecken würde - was besseres als mir und meinen Mitbewohner könnte mir auf so einer Veranstaltung nicht passieren! Frei durch- und ausatmen, schweben, neue Empfänger kennenlernen... Eigentlich schade das ich mehr als 100 Stunden brauche, um genügend Auswanderer herzustellen. Aber hier gehts mir gut und meine Kollegen und ich werden uns jetzt mal den Rest dieses Körpers intensiv ansehen und besiedeln. Mit der Hirnschranke haben wir noch Probleme aber alle anderen Organe werden wir uns zu Gemüte führen. Also Kollegen, ab durch die Adern....

  • 9
    12
    TWe
    01.08.2020

    Die Borniertheit so vieler Menschen in Berlin ist für mich nicht nachvollziehbar. In der heutigen Situation ist es sehr wichtig, die Entscheidungen der Politik jeden Tag aufs neue in Frage zu stellen. Es gibt ja für die aktuelle Situation weder ein Patentrezept noch Erfahrungswerte. Die Auflösung einer solchen an sich berechtigten Demonstration zu provozieren, ist alleredings einfach nur unfassbar dumm. Auch wenn wir in Covid-19 keine Gefahr sehen, der Rest der Welt tut's. Und mit solchen Aktion (provozierte Auflösung) wird dem Rest der Welt auch ein für uns fatales Signal gesendet. Unser Wohlstand gründet sich wie in kaum einem anderen Land darauf, dass uns der Rest der Welt unsere Autos und Maschinen abkauft. Die aufziehende Wirtschaftskrise ist noch nicht mal ansatzweise erkennbar. Kurzarbeit und Aussetzung Insolvenzpflicht verdecken das tatsächliche Ausmaß ganz massiv. Wenn die Berliner Covidioten so weiter machen, dann dürfen die Einwohner des Exportweltmeisters Deutschland zwar bald wieder ohne Maske in den Supermarkt, es wird dann aber am Geld für die Bezahlung an der Kasse ganz massiv mangeln...

  • 19
    26
    mops0106
    01.08.2020

    @An klapa und Sterntaler und die Daumen: Danke für die Unterstützung.

    @ DS: In Chemnitz waren zur BLM Demo lt. FP-Artikel 1500 Leute; also mehr, als erlaubt waren. Die Sicherheitsabstände wurden nicht eingehalten, war auf dem Foto erkennbar. Und dass Sie alle Teilnehmer im Blick hatten, um feststellen zu können, dass alle eine Maske trugen, das ist schlicht unmöglich. Aber geschenkt: Friedlich sollte jeder für seine Meinung eintreten dürfen, was den Teilnehmern heute verwehrt wurde.
    @KTreppil: Volle Zustimmung. Kleine Einschränkung meinerseits: Verschanzen in Baumhäusern, Auslegen von Fallen, an denen sich z.B. Polizisten verletzen können, Werfen mit Kot aus den Bäumen auf Polizisten und Ka..en in Polizeiautos ist kein friedlicher Protest.

  • 20
    17
    KTreppil
    01.08.2020

    DS91...ich vergleiche nicht die Demo 's, sondern die Reaktionen und Umgang damit. In jedem Fall angemeldet und auf demokratischer Grundlage, in beiden Fällen gab es definitiv Verstöße gegen Corona Vorschriften (im TV zu sehen gewesen, ob nun in Chemnitz auch oder nicht, ist irrelevant), im Falle von BLM waren auch mehr Teilnehmer als zu dem Zeitpunkt erlaubt war. Damals erhob man nur den Zeigefinger und machte vorsichtshalber Dudu, hier und heute empört man sich, tendiert zu Beleidigungen "Covidioten" und verunglimpft alle zu "Corona-Leugner", die Polizei versucht einzuschreiten und die Demo abzubrechen. Das wäre bei BLM undenkbar gewesen und wären noch so viele gekommen, die noch so offen gegen Corona Vorschriften verstoßen hätten. Den Aufschrei dann hätte kein Veranwortlicher riskiert. Demokratie muss verschiedene Meinungen aushalten und zu lassen, ohne Unterschiede, solange alles auf dem Boden demokratischer Grundlage statt findet. Ob man sich nun in Baumhäusern verschanzt, gegen Polizeigewalt in Deutschland demonstriert oder gegen Corona Auflagen demonstriert, die Manchem zu weit gehen. Und bitte, auch hier nicht pauschalisieren, es gibt sicher Viele mit kruden Theorien, die da demonstriert haben, aber es sind nicht alle Covidioten, genau so wenig, wie bei allen anderen Protesten nicht nur Krawallmacher dabei sind. Man pickt sich nur gerne (Ideologie übergreifend) solche raus, um alles zu verunglimpfen, das passt immer gut und hat sich überall bewährt. 17000 nach offiziellen Angaben sind eine starke und beachtliche Zahl (soviel Leugner und Covidioten...?)!

  • 14
    26
    klapa
    01.08.2020

    Hoffentlich versteht er das, mops, wenn er sich an seine Kinderstube erinnern sollte.

    Meiner und anderer User Unterstüzung können Sie gegen Fläzigkeiten solcher Art ímmer gewiss sein.

  • 26
    41
    Echo1
    01.08.2020

    Die Meinungen gehen auseinander. Viele glauben der Partei und Regierung, glauben an deren Unfehlbarkeit, an deren Interesse,
    dass die Gesundheit ihres Volkes am Herzen liegt und es keine andere Gründe gibt, diese Coronamassnahmen durchzuziehen.
    Und ein Teil der Bevölkerung hinterfragt staatliche Massnahmen und
    nimmt der Frau Merkes, Wieler, Drosten, Spahn, Altmeier usw. nicht alles ab.

  • 27
    32
    mops0106
    01.08.2020

    @steph58: Bleiben wir bitte beim Sie, der Höflichkeit und des Anstands halber. Danke.

    Wie kommen Sie zu der Unterstellung, ich würde "einfach alles leugnen"?

    - Das Virus existiert, so wie viele andere Viren, die in unserem Körper existieren. Es ist laut Aussagen vieler Experten ansteckend, aber für die Masse der Leute nicht gefährlich. So wie das für die meisten Covid-Viren außer SARS und MERS zutrifft. Hierbei handelt es sich um Äußerungen von Epidemiologen, Ärzten..., die bis zur Corona-Pandemie anerkannte Wissenschaftler, Fachleute waren, jetzt aber nicht in das politische Bild passen.
    - Es gibt keine Übersterblichkeit im ersten halben Jahr. Die leicht erhöhte Sterblichkeit vom 31.03. bis 19.04.20 wird relativiert durch die Untersterblichkeit vom 01.01. bis 31.03.20. Die Sterblichkeit war auch "nur" bei Menschen ab 80 Jahren höher. Die Sterbefallstatistik kann jeder einsehen. Das Durchschnittsalter kennt jeder.
    - Die Definition, was eine Pandemie ist, wurde nachträglich geändert.
    - Es wird ständig die immer höher steigende Infektionskurve (was logisch ist) gezeigt.
    - Es wurden nur wenige Obduktionen durchgeführt. Die Verstorbenen waren fast alle multimorbide und/ oder älter. Also die Sterbewahrscheinlichkeit ist hier immer höher. Und die Menschen sind leider an ihren Krankheiten verstorben. Das Virus gab sozusagen den letzten Anstoß.
    - Ich bin selber mehrfach chronisch krank und trage die Maske (obwohl ich es als Schwerbehinderter nicht müsste und keine Angst habe vor diesem Virus), weil ich keine Kraft habe, wenn ich unterwegs bin, mich ständig von irgendwelchen sich als Blockwarte aufspielenden Menschen angehen zu lassen.

    Ich bin also ein Mensch, der in der Realität lebt, hinterfragt und sich nicht nur in den MSM informiert.

    @steph58: Wie Sie das handhaben und wie Sie über alles denken zum Thema, ist Ihre Sache. Aber wenn Sie nichts Wesentliches beizutragen haben, bitte ich, Ihre plumpen Äußerungen zu unterlassen. Danke.

  • 16
    14
    klapa
    01.08.2020

    Was mancher unter Argumentation versteht, kann einen schon irritieren, aber nicht beirren.

  • 29
    26
    DS91
    01.08.2020

    @KTreppil

    Bei BLM in Chemnitz zb. trugen alle Mund-Nasen-Schutz....

    Und man ging generell anders mit der Situation um.. (Kein Händedruck uns co.)
    Also versuchen Sie bitte nicht Äpfel mit Birnen zu vergleichen.

  • 19
    21
    klapa
    01.08.2020

    steph58, ganz starkes Argument, Gratulation!

  • 15
    36
    Sterntaler
    01.08.2020

    Armer @steph58, wenn man nicht mehr weiter weiß und keine Argumente hat einfach persönlich werden, nicht wahr?

  • 31
    13
    NeuErzgebirger
    01.08.2020

    Berlin, noch immer so, wie wir es Gott sei Dank vor einem Jahr verlassen haben : Selbstherrlich, arrogant und ohne Rücksicht auf Andere.

  • 57
    23
    DS91
    01.08.2020

    Mit aufwachen hat das nix zutun.
    Eher verantwortungslos... aber naja.

    Ich bin Froh das die Mehrheit verantwortungsvoll mit der Sache umgeht.

    Man kann sich ja mal anschauen wer da auf dieser Kundgebung so mitgelaufen ist...

  • 46
    27
    steph58
    01.08.2020

    Du armer Mops, einfach alles leugnen. In welcher Welt lebst du?

  • 29
    25
    KTreppil
    01.08.2020

    Wurden eigentlich bei den BLM Demos im Juni in Leipzig, Berlin u.a. deutschen Städten auch Anzeigen erstattet? MNS trugen da auch nicht viele, ganz zu schweigen vom Mindestabstand. Frau Esken sah das damals auch nicht so verbissen und dass die Polizei auch nur im Ansatz versucht hätte, diese Demos aufzulösen wäre undenkbar gewesen. Misst man etwa mit zweierlei Maß?

  • 24
    33
    Sterntaler
    01.08.2020

    Guter Vorwand zum Auflösen einer politisch unliebsamen Demo, nicht wahr? Was war bei BLM?

  • 27
    25
    Sterntaler
    01.08.2020

    Kritik an Frau Esken Beleidigungen ist wohl unerwuenscht. Mal sehen ob die Frage durchkommt, warum man die BLM- Demos nicht aufgelöst hat, wo niemand die Hygieneregeln eingehalten hat. Es gibt halt solche und solche Demos, nicht wahr?

  • 29
    71
    mops0106
    01.08.2020

    Ich hoffe, es werden immer mehr, die aufwachen!