Rassistischer Anschlag in Hanau: Deutscher tötet 10 Menschen

Mehr als vier Monate nach dem Anschlag von Halle erschüttert Deutschland ein weiteres blutiges Attentat. Ein Deutscher tötet in Hanau neun Menschen. Anschließend erschießt er wohl seine Mutter und sich selbst. Merkel spricht von «Gift in unserer Gesellschaft».

Hanau/Berlin (dpa) - Bei einem mutmaßlich rechtsradikalen und rassistischen Anschlag hat ein Deutscher im hessischen Hanau neun Menschen mit ausländischen Wurzeln erschossen. Anschließend soll der 43-jährige Sportschütze seine 72 Jahre alte Mutter und sich selbst getötet haben.

Der Mann habe eine «zutiefst rassistische Gesinnung» gehabt, sagte Generalbundesanwalt Peter Frank am Donnerstag in Karlsruhe. Das habe die Auswertung von Videobotschaften und einer Art Manifest auf dessen Internetseite ergeben. Die Todesopfer seien zwischen 21 und 44 Jahre alt gewesen und hätten Migrationshintergrund gehabt. Der Täter habe sechs weitere Menschen verletzt, einen schwer. Am Abend versammelten sich in zahlreichen Städten Menschen zu Mahnwachen.

Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) sagte am Morgen in Wiesbaden, der Generalbundesanwalt ermittle wegen des Verdachts einer terroristischen Gewalttat - Frank selbst sprach am Nachmittag nicht davon. Nach einer Telefonschalte der Innenminister von Bund und Ländern sagte der bayerische Ressortchef Joachim Herrmann (CSU), man gehe davon aus, «dass es sich um einen rechtsradikalen, ausländerfeindlichen Hintergrund handelt». Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel verurteilten die Tat und Rassismus auf das Schärfste.

Der mutmaßliche Todesschütze Tobias R. kommt laut den Behörden aus Hanau. Gegen 22.00 Uhr am Mittwochabend eröffnete er in einer Shisha-Bar das Feuer. Danach schoss er in einer weiteren Bar und einem Kiosk um sich. Der türkische Botschafter in Berlin teilte mit, unter den Todesopfern sei mindestens ein türkische Staatsbürger. «Drei oder vier» Opfer könnten die doppelte Staatsbürgerschaft besitzen. Zuvor war von fünf türkischen Bürgern die Rede gewesen.

Nach der Tat habe der mutmaßliche Täter in der eigenen Wohnung erst seine Mutter und dann sich selbst erschossen, sagte Beuth. Der 43-Jährige habe die Waffen legal besessen. Nach Auskunft der zuständigen Kreisbehörde hatte er 2013 eine waffenrechtliche Besitzerlaubnis bekommen, in seiner Waffenbesitzkarte seien zuletzt zwei Waffen eingetragen gewesen. Er sei Mitglied im Schützenverein Diana Bergen-Enkheim gewesen, sagte Thilo von Hagen, Sprecher des Deutschen Schützenbundes (DSB).

Die Bundesanwaltschaft teilte mit: «Es liegen gravierende Indizien für einen rassistischen Hintergrund der Tat vor.» Der mutmaßliche Täter habe auf seiner Internetseite auch wirre Gedanken und abstruse Verschwörungstheorien geäußert. Man prüfe, ob der mutmaßliche Täter Mitwisser oder Unterstützer für seinen Anschlag hatte. Dazu würden das Umfeld und die Kontakte des Mannes im In- und Ausland abgeklärt.

Beuth hatte zuvor gesagt, der Mann habe wohl allein gehandelt. «Bislang liegen keine Hinweise auf weitere Täter vor.» Der mutmaßliche Täter sei zuvor nicht im Visier der Ermittler gewesen. Er sei weder als «fremdenfeindlich» bekannt gewesen noch polizeilich in Erscheinung getreten.

Der mutmaßliche Täter hat vor dem Verbrechen mehrere Videos veröffentlicht. Ein Hinweis auf eine bevorstehende Gewalttat in Deutschland ist darin nicht enthalten. Der Mann spricht in in einem der Videos in fließendem Englisch von einer «persönlichen Botschaft an alle Amerikaner». Der Clip wurde offensichtlich in einer Privatwohnung aufgenommen.

Darin sagt der Mann, in den USA existierten unterirdische Militäreinrichtungen, in denen Kinder misshandelt und getötet würden. Dort würde auch dem Teufel gehuldigt. Amerikanische Staatsbürger sollten aufwachen und gegen diese Zustände «jetzt kämpfen». Er behauptet auch, Deutschland werde von einem Geheimdienst gesteuert. Außerdem äußert er sich negativ über Migranten aus arabischen Ländern und der Türkei.

Bundespräsident Steinmeier sprach in Hanau von einer «Terrortat». «Heute ist die Stunde, in der wir zeigen müssen: Wir stehen als Gesellschaft zusammen, wir lassen uns nicht einschüchtern, wir laufen nicht auseinander», sagte er am Donnerstabend bei einer Trauerfeier. «Wir stehen zusammen, wir halten zusammen, wir wollen zusammen leben. Und wir zeigen es wieder und wieder. Das ist das stärkste Mittel gegen den Hass.» Nicht nur in Hanau selbst gab es Mahnwachen. Rund 500 Menschen, darunter etliche prominente Politiker, gedachten in Berlin am Brandenburger Tor der Opfer. Sie bildeten eine große Menschenkette rund um das Tor. Auch in anderen Städten versammelten sich Menschen.

Kanzlerin Merkel (CDU) sagte in Berlin: «Rassismus ist ein Gift, der Hass ist ein Gift. Und dieses Gift existiert in unserer Gesellschaft. Und es ist Schuld an schon viel zu vielen Verbrechen. Von den Untaten des NSU über den Mord an Walter Lübcke bis zu den Morden von Halle.» In Halle hatte im Oktober ein Antisemit vergeblich versucht, mit Waffen in eine Synagoge einzudringen, im Anschluss zwei Menschen getötet. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) ordnete für alle öffentlichen Gebäude in Deutschland Trauerbeflaggung an.

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer wertete die Tat als Beleg dafür, dass die CDU und andere Parteien nicht mit der AfD zusammenarbeiten dürfen. Sie fühle sich in ihrer Haltung bestärkt, dass es keine Zusammenarbeit geben dürfe mit der Partei, die «Rechtsextreme, ja, ich sage auch ganz bewusst Nazis, in ihren eigenen Reihen duldet und die eine Grundlage legt, auch in der politischen Diskussion, für genau dieses Gedankengut», sagte Kramp-Karrenbauer in Paris. Auch andere Politiker wiesen auf die AfD.

«Das sind geistige Brandstifter», sagte SPD-Vize Hubertus Heil. SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil bezeichnete die AfD als «politischen Arm der extremen Rechten». Der Bewerber um den CDU-Vorsitz, Norbert Röttgen, sagte der «Bild»-Zeitung: «Wir müssen das Gift bekämpfen, das von der AfD und anderen in unsere Gesellschaft getragen wird.»

AfD-Bundestagsfraktionschef Alexander Gauland wies die Vorwürfe einer indirekten Mitverantwortung zurück. «Ich halte es für schäbig, in der Phase so etwas zu instrumentalisieren», sagte Gauland. «Man kann nicht etwas instrumentalisieren, was so furchtbar ist und wo wir nicht wissen im Moment, was diesen offensichtlich völlig geistig verwirrten Täter bewogen hat, so zu handeln.»

In den närrischen Hochburgen gedachten die Jecken der Opfer. Die Mannschaften in den ersten drei Fußball-Ligen der Männer werden wie auch die Teams der Frauen-Bundesligen am Wochenende mit Trauerflor spielen. Zudem wird es vor den Partien eine Schweigeminute geben.

Die ersten Schüsse fielen den Ermittlern zufolge am Mittwochabend gegen 22.00 Uhr. Am Heumarkt in der Hanauer Innenstadt blickten Passanten später in der Nacht immer wieder fassungslos auf die Szenerie am abgesperrten Tatort. Nicht weit entfernt in einer Seitenstraße lagen Patronenhülsen auf dem Fußweg. Nur rund zwei Kilometer davon entfernt im Stadtteil Kesselstadt befindet sich ein weiterer Tatort. Dort wurden ebenfalls Schüsse abgefeuert.

Wer in Deutschland eine Waffe besitzen will, muss im internationalen Vergleich recht strenge Voraussetzungen erfüllen. Geregelt ist das deutsche Waffenrecht im Waffengesetz. Es unterscheidet zwischen Waffenbesitzkarte und dem Waffenschein, der dazu berechtigt, eine geladene Schusswaffe zugriffsbereit in der Öffentlichkeit zu führen - also außerhalb der eigenen Wohnung, des eigenen befriedeten Besitzes oder der Geschäftsräume.

Wer Waffen nur kaufen und besitzen oder auf einem Schießstand nutzen will, wie zum Beispiel Sammler oder Sportschützen, braucht dafür eine Waffenbesitzkarte. Volljährigkeit, Zuverlässigkeit, Sachkunde und ein nachzuweisendes Bedürfnis sind hier Voraussetzung. Sachkunde und Bedürfnis können auch durch eine Jägerprüfung und das Lösen eines Jagdscheins nachgewiesen werden. Auch Sportschützen erwerben ihre Waffen mit einer Waffenbesitzkarte. Sie dürfen erlaubnispflichtige Waffen aber nur entladen und in einem verschlossenen Behältnis transportieren.

In Deutschland waren Anfang 2019 nach Angaben der Bundesregierung mehr als 5,4 Millionen Privatpersonen im Besitz von meldepflichtigen Waffen oder Waffenteilen. Der Deutsche Schützenbund zum Beispiel verzeichnete im vorigen Jahr mehr als 1,3 Millionen Mitglieder. Ende 2019 gab es gut 388.000 Jäger und Jägerinnen.

Nur wenige Privatpersonen haben zum Selbstschutz - weil sie gefährdete Personen sind - den Waffenschein, auch als «großer Waffenschein» bezeichnet. Sie müssen gegenüber den Behörden glaubhaft machen, dass sie «wesentlich mehr als die Allgemeinheit durch Angriffe auf Leib oder Leben gefährdet» sind und «geeignet und erforderlich ist, diese Gefährdung zu mindern». Geht es um erlaubnisfrei zu erwerbende Schreckschuss-, Reizstoff- und Signalwaffen, reicht der kleine Waffenschein, um diese in der Öffentlichkeit zu führen.


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44Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.

  • 6
    3
    Haju
    22.02.2020

    Seit der im Hühnerstall Motorrad fahrenden Oma hilft es dem General-Schuldigen, dem alten Mann, aber auch nichts mehr, im hohen Alter noch das Geschlecht zu wechseln. Ob ihm da eine Frühsexualisierung ab Null Jahre in der Kita geholfen hätte? Aber schreiben Sie doch mal ein Manifest mit einer Auflistung von Ländern, wo der alte Mann besonders böse ist.
    Übrigens waren die Zeiten, in denen Vertreter einer so proklamierten „neuen Zeit“ herrschten, besonders brutal. Die Ossis mußten über ein halbes Jahrhundert lang in neuen Zeiten leben.

  • 9
    3
    ralf66
    21.02.2020

    @Distelblüte, immer wieder antworten Sie auf Kommentare mit der politischen Ansicht, wie ich sie hier über den politischen Zustand unserer beiden ehemals großen Volksparteien CDU und SPD geschrieben und vertreten habe, dass sei nur die Ansicht rückwärts gewandter alter Männer, dass würde politisch nichts aber rein gar nicht bringen, dass stimmt und geht so nicht.
    Leider ist das Ihre einzige Antwort, Sie wissen weder wie alt der Mensch ist, der das hier so geschrieben hat, den Sie hier als alten Mann betiteln, noch können Sie einen einzigen wirklichen Gegenbeweis bringen, warum das falsch ist was er da geschrieben hat und wie es anders gehen muss oder könnte. Sie können weder den Niedergang von CDU und SPD als Volksparteien und die Gründe für den rasanten Aufstieg der AfD erklären, Sie sehen nicht die Probleme, den massiven Wählerstimmenverlust von CDU und SPD und den Stimmenzuwachs der AfD, Sie haben nicht einmal mitbekommen, dass ich in meinem Kommentar gar nicht vordergründig über die AfD geschrieben habe, sondern über die Abwanderung von CDU- und SPD-Wählern auch zu anderen Parteien und nicht nur zur AfD. Alles was Sie sehen, ist das eine rückwärts gewandte Politik, wie Sie die Politik vor Angela Merkel zu nennen pflegen falsch ist, warum aber die vorwärts gewandte Politik mit oder ab Angela Merkel nicht zum Erfolg führt, warum es da starke sichtbare Probleme gibt, warum die CDU mit der SPD so massiv an Einfluss verloren hat, dass können Sie weder erklären noch können sie glaubhaft beweisen, dass diese Ihre Meinung von Politik richtig ist.

  • 8
    6
    Lesemuffel
    21.02.2020

    Chwtr", dass Sie es nicht (er) fassen, kann ich mir vorstellen. Das bedeutet jedoch nicht, dass meine Ausführungen falsch sind. Das Allerschlimmste für eine Gesellschaft ist erwiesenermaßen der Missbrauch der Ideologen solcher schrecklichen Verbrechen für ihre Ideologie. Und unverantwortlich handeln dabei die Medien, die die ganze Sache noch hochkochen. Dann bekommt man den Eindruck, dass sie enttäuscht sind, wenn es "nur" das Verbrechen eines Irren gewesen sei und nicht das der "Geächteten".

  • 3
    11
    Distelblüte
    21.02.2020

    Also, Ralf, wenn man Ihren langen Kommentar zusammenfasst, dann ist die afd ein Garant und Platz für rückwärts gewandte alte Männer, die glauben, rückwärts gewandte Politik für Deutschland machen zu können?
    Besser, wir lassen das nicht geschehen.

  • 4
    9
    ChWtr
    21.02.2020

    Hören Sie mir eigentlich zu, @Ralf?

  • 11
    5
    ralf66
    21.02.2020

    @ChWtr, ich denke das wäre kürzer gegangen, Sie sind doch einer der gerne Vergleiche mag, hoffe ich wenigstens. Es gibt einen Vergleich zu einem jährlich immer wiederkehrenden Gedenktag dem Bombenangriff auf Dresden dort wird immer wieder mit Nachdruck gesagt, ohne Hitler kein Bombenangriff auf Dresden.
    Wenn man an die Worte und die Politik von Franz Josef Strauß denkt, gesetzt dem Fall man hätte sich daran gehalten und hätte diesen Kurs spätestens seit Angela Merkel nicht völlig verlassen, wäre Gauland z. B. heute noch in der CDU, ob es zu einer AfD gekommen wäre glaube ich nicht, dass ist meine Ansicht zu dieser Thematik. Ähnliches gilt für die SPD, so links wie die SPD heute daherkommt war sie zu keiner Zeit, schon gar nicht in der Weimarer Republik. Man muss nämlich meiner Ansicht nach eins bedenken, wenn man eine Partei in der politischen Ausrichtung nach irgendeiner Richtung verändert, dann tut das der Vorstand, dass sind wenige Personen, die Mitglieder dieser Partei tragen das auch eventuell mit, dass sind zwar mehr Personen aber im Vergleich zu den Wählern und Sympathisanten der Partei immer noch sehr wenige Personen, genau gesehen, die eigentliche Masse der Menschen die für den Kurs einer Partei eintreten müssen wenn sich die Partei politisch verändert mitgenommen werden, die müssen das mit tragen, für gut heißen und genau das ist bei der CDU und der SPD in der breiten Masse nicht mehr der Fall, dort wenden sich die Wähler ab anderen Parteien wie unter anderen der AfD zu, weil sie sich dort besser vertreten sehen.

  • 4
    4
    ChWtr
    21.02.2020

    @Distelblüte: der Artikel von Christian Bangel / Zeit Online beschreibt sehr treffend den ostdeutschen Zustand, der die Republik (ver)ändern wird. Hier muss man Antworten finden und die hat meiner Meinung nach F. Merz nicht. Ob sie N. Röttgen hat, muss ebenfalls bezweifelt werden. NRW-Leute bzw. Bundesdeutsche Politik, obwohl nicht mehr in Bonn angesiedelt, haben nicht das erforderliche Gespür für ostdeutsche Befindlichkeiten. Berliner Politik, obwohl mittendrin im ehemaligen Hoheitsgebiet der "DDR" ist abgehoben und nicht nahe genug am gemeinen Bürger. Das ist die Krux. Aber egal, das ist nicht das Thema, gehört aber irgendwie dazu.

    Der letzte Satz im Bangel-Artikel hat nicht nur was mit Angst zu tun, sondern legt schonungslos offen, dass es die Altparteien offenbar nicht können. Scheinbar ist man nicht mehr in der Lage, die Umbrüche zu kanalisieren und die Menschen mitzunehmen. In erster Linie betrifft das die strukturschwachen Regionen, aber eben nicht nur dort. Wenn man dieses Dilemma nicht auflöst, werden wir leider sehenden Auges in eine dunkle Zeit schlittern, wo man dachte, das kann sich nicht wiederholen. Straßenkämpfe wie in der Weimarer Republik wären an der Tagesordnung. Leider wird dieser Umstand verdrängt. Man denkt oder wünscht sich, dass die Höcke-Partei es besser kann als die sogenannten etablierten Parteien. Kann sie es besser? Diese Wähler glauben das und beachten einen wichtigen Aspekt nicht. Nämlich, dass man mit der „AfD“ rechtsradikales Gedankengut duldet und nicht nur das. Für seine Anhänger macht man es über diese Partei wieder salonfähig. Noch ist der Höcke in meinen Augen nicht der Redner, der noch mehr Massen an sich ziehen kann. Bisher ist es nur der harte Kern. Das kann sich jedoch rasch ändern mit einer charismatischeren Gestalt am Horizont und mit noch mehr Demagogie.

    Dann ist es jedoch nicht mehr mit einem Zackbumm getan, wie es Christian Bangel in seinem Kommentar beschreibt. Schlimm, wirklich. Gibt es keine Aufrechten mehr? Mehrheitlich? Will ich nicht glauben. Ein hier bekannter User sagt dann ja immer das Gleiche: zum glauben geht man in die Kirche…

    Ich fall' vom Glauben ab!

  • 3
    8
    Distelblüte
    21.02.2020

    @ChWtr: Christian Bangel hat die Probleme der Konservativen, sich von rechtsextremen abzugrenzen, hier gut beschrieben:
    https://www.zeit.de/amp/politik/deutschland/2020-02/friedrich-merz-cdu-ostdeutschland-rechtsradikalismus-rhetorik?__twitter_impression=true

  • 7
    9
    Distelblüte
    21.02.2020

    @ChWtr: Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Der eigene Rassismus und der des eigenen Umfelds wird nie in Frage gestellt. Warum auch, denken doch alle so, wie es scheint.
    Die abstrusen Ideologien entfalten ihre Wirkung. Da ist mit Vernunft und Lesetipps nichts auszurichten, besonders wenn es um einen Lesemuffel geht.

  • 10
    4
    Haju
    21.02.2020

    @ChWtr
    Ich erkläre es Ihnen gern:
    Heute verurteilt man zurecht rechtsextremistische, psychopathische Mörder als Rechtsextremisten und Nazis, um noch am gleichen Tag alles mißliebige, konservative. liberale gleichfalls als Rechtsextremisten zu bezeichnen. Das kommt aber im ehemaligen Einzugsgebiet von Karl-Eduard von Schnitzler gar nicht gut an:
    Jetzt verstanden?

  • 3
    9
    ChWtr
    21.02.2020

    Überhitze Lage (...) - Irrer / wüster Verbrecher...

    (...) wird benutzt. (MannoMan!)

    Ich fasse es nicht und begreife nicht, wie man nicht begreifen kann bzw. will.

  • 13
    5
    Lesemuffel
    21.02.2020

    Die sich immer mehr überhitzende Lage in unserer Gesellschaft verschärft nur die Probleme ohne sie zu lösen. Wie nach Pawlowschen Reflex geht es vom Mord am Reg. Präsidenten über den Anschlag von Halle über zu Hanau. Da wird ein Irrer, ein wüster Verbrecher benutzt, um den aufgestauten Druck gegen Rechts, natürlich gegen die AfD, die Ursache allen übels(?) beschleunigt entweichen zu lassen. Wie auf Kommando. Das ist keine Politik der Deeskalation sondern des Gegenteils. Deshalb kann ich nicht nur dieses wahnsinnige Verbrechen verurteilen sondern auch den tendenziösen Umgang damit.

  • 7
    8
    Freigeist14
    21.02.2020

    Lesemuffel@ nach dem Manifest des Täters und der ausgesuchten Opfergruppe kann es nur rassistischer Terror sein . Und das kommt nur -rechtsextrem- in Frage .

  • 17
    12
    Lesemuffel
    21.02.2020

    Allein vier Beiträge zu Hanau. Eine Stellungnahme ist etwas beruhigend, auf S. 1:"Das ist weder rechter noch linker Terror, das ist die wahnhafte Tat eines Irren. Jede Form politischer Instrumentalisierung dieser schrecklichen Tat ist ein zynischer Fehlgriff." Leider unterlassen bestimmte Leute den Fehlgriff nicht und nutzen diese Tat für ihre Zwecke aus.

  • 8
    9
    Haju
    21.02.2020

    @Diestelblüte
    Ja dann war es ja ein gelungener Kommentar von mir (übrigens nur eine Zusammenstellung real existierender Vorgänge).

  • 8
    12
    Distelblüte
    21.02.2020

    @Haju: Was für eine schäbige Argumentation Ihrerseits.
    Sie wollen nicht verstehen.

  • 11
    10
    Haju
    20.02.2020

    @Diestelblüte
    Man sollte sich hinsichtlich eines Terrors an die eigene Propaganda erinnern: ein "wehret den Anfängen" ist also (in der sowieso aufgemischten Gesellschaft) völlig wirkungslos, weil dies der Normalzustand sein wird, an den wir uns eben gewöhnen müssen: Terror aus allen Richtungen von Psychopathen (siehe auch von Weizsäcker) als auch von Zurechnungsfähigen (unter "helfendem" bzw. vorher schleichend Persönlichkeit veränderndem Einfluß womöglich legalisierter Drogen?); bald auch wieder von links, z.B. gegen "Holocaust-Nazis" der "Klimaleugner"?
    Am Besten passend dazu dann noch die früheren ÖR-Fernsehgrafiken des „viel schlimmeren“ Terrors von ETA und IRA einblenden...

  • 13
    6
    ralf66
    20.02.2020

    @Distelblüte, ''der Täter hat sich bereits Wochen vor der Tat selbst erklärt'', dass schreiben Sie, ja wenn man das wusste kannte man doch diesen Kerl und wusste auch das er Waffen hatte, warum hat man dann nichts unternommen? Wissen Sie darauf eventuell eine präzise glaubhafte Antwort, wenn Sie schon bei den Gemeinsamkeiten mit anderen Tätern, die gleichermaßen rechtsextreme Gesinnung hatten nicht die Namen sagen können.

  • 16
    5
    1371270
    20.02.2020

    Ich möchte die Kommentierer mal bitten sich zu erinnern, wie seinerzeit mit dem Terroranschlag am Breitscheidplatz umgegangen wurde - also wie hat sich unsere Staatsführung damals verhalten, die Presse, die Politiker …
    Es waren etwa gleich viele Opfer.

  • 18
    2
    OlafF
    20.02.2020

    So bedauernswert abscheulich und hinterhältig die Täter' egal welcher Choleur auch handelten, ihnen bleibt eines gemeinsam: Sie waren niemals Teilnehmer einer freien Debatte, sondern Isolierte in ihrem Hass und Fanatismus gefangene Sonderlinge. Somit bleibt unsere Gesellschaft hilflos zurück und erschöpft sich in Schuldzuweisungen und gegenseitiger Ahnungslosigkeit .

  • 12
    13
    Distelblüte
    20.02.2020

    @vonVorn: Der Täter hat sich bereits Wochen vor der Tat selbst erklärt. Dazu gibt es Dokumente, forensische Beweise auf seinem PC, seinem jetzt gesperrten YouTube Kanal.
    Dazu kommen die Gemeinsamkeiten mit anderen Tätern, die gleicherweise rechtsextreme Gesinnung hatten, die Namen nenne ich bewusst nicht. Die meisten von ihnen waren ausgeprägte Einzelgänger, erschienen den Nachbarn unauffällig, sozusagen der stille Mann von nebenan. Den Täter jetzt als unkontrollierten Irren hinzustellen ist falsch und entspricht nicht der Wahrheit. Sie wussten alle genau, was sie taten.
    Es gibt seit langem Forschungen zu sogenannten Lonely wolves, aber deren Ergebnisse wurden zu lange nicht ernst genug genommen.
    Der Terrorismus-Begriff in Deutschland speist sich immer noch aus den Erfahrungen der 70er, als man es mit Terroristischen Gruppen wie der RAF oder Wehrsportgruppe Hoffmann zu tun hatte. Deshalb wird auch immer nur von Einzeltätern geredet, was m.E. sehr verharmlosend wirkt.
    Wie in der ZDF-Sendung "Die Anstalt" gesagt wurde: würden wir unsere Definition von Terrorismus der Realität anpassen - die neuen Zahlen wären beängstigend. Und Verfassungsschutz, Polizei und Regierung müssten sich ernsthaft fragen lassen, warum nicht durchgegriffen wird.

  • 10
    9
    vonVorn
    20.02.2020

    @Distelblüte, hat doch nichts mit Nebenschauplätzen zu tun. Das jeder in einer Demokratie unterschiedliche Meinungen haben kann ist völlig normal.
    Aber was sagen Sie denn dazu das die eine paar Stunden nach der Tat die Gedankenwelt des Täters kennen, ich frage mich eigentlich woher denn?

  • 14
    17
    Distelblüte
    20.02.2020

    @vonVorn: Das ist nicht merkwürdig. Belltower nutzt öfdentlich gemachte Quellen.
    Übrigens: die von rechts gern geschmähte Amadeus Antonio Stiftung wurde von Karl Konrad von der Gräben 1998 gegründet und nach Amadeus Antonio benannt, einem der ersten Todesopfer rechtsextremer Gewalt nach der Wiedervereinigung. Die Stiftung setzt sich zur Stärkung der Demokratie ein.
    Soweit ein kleiner Exkurs. Ansonsten gilt: keine Nebenschauplätze eröffnen.

  • 18
    14
    vonVorn
    20.02.2020

    @Distelblüte, ich finde es irgendwie merkwürdig, wenn eine Internetseite am Tage des Geschehens schon die Gedankenwelt des Täters kennt, Sie nicht?
    Habe dann ein bisschen gegoogelt und bemerkt das hinter Ihrer Quelle, die Amadeu Antonio Stiftung steckt, das erkärt natürlich warum man schon "vorher" weis was los war.

  • 9
    16
    Distelblüte
    20.02.2020

    Eine sehr ausführliche Analyse zur Gedankenwelt des Täters, seine Rassentheorien und Vernichtungsphantasien kann hier nachgelesen werden:
    https://www.belltower.news/rechtsterroristische-anschlaege-mit-10-opfern-zur-ideologie-des-rechtsextremen-attentaeters-von-hanau-96085/

  • 17
    6
    KTreppil
    20.02.2020

    Eine schreckliche Tat. Reiht sich schon wieder ein in die leider immer länger werdende Liste von Anschlägen, Amokläufen und anderen Taten politisch, psychisch oder sonstige verirrter Typen in unserem Land in den letzten Jahren, wo Menschen zu Tode kamen.
    Ob nun ein Amoklauf in einer Schule oder ein Anschlag aus politischen oder religiösen Gründen, es macht immer wieder fassungslos und legt uns unsere Hilflosigkeit an den Tag. Auch in diesem Fall, sollte die Tat von keiner Seite instrumentalisiert werden. Ich verweise auf den Abschnitt dieses Artikels, in dem Herr Bouffier zitiert wird.

  • 8
    12
    Echo1
    20.02.2020

    Unsere Bevölkerung sollte nach diesen Ereignissen aufgerüttelt werden. Aber in den Medien geht alles lustig weiter. Warum
    nicht dort liebe Redakteure ein Gedenken an die Opfer. 18:00 "Wer weiss denn so was?" Weglassen!

  • 16
    15
    SimpleMan
    20.02.2020

    @ralf66 Ich finde auch das gewisse Begriffe inflationär verwendet werden, wie zum Beispiel Nazi, Faschist, rechtsextrem, linksextrem usw. Aber um was es doch eigentlich geht ist doch Rassismus. Niemand ist wegen seiner Herkunft oder Hautfarbe einem anderen überlegen. Und hier ist man schnell wieder bei der AfD und ihrer Wortwahl zum Bsp. "Messermänner", "Asylbetrüger" usw. wird von der AfD und ihren Anhängern genauso inflationär verwendet. Damit werden ganze Bevölkerungsgruppen stigmatisiert und diese Wortwahl ist einfach rassistisch.

  • 14
    6
    Kastenfrosch
    20.02.2020

    "[..] mir gefällt die Wortwahl vieler AfD-Politiker auch nicht, weil ich der Ansicht bin die AfD schädigt sich damit selber."

    Nicht dass es mich wundert; dennoch: Inhaltlich haben Sie mit den Aussagen kein Problem?

  • 14
    13
    Echo1
    20.02.2020

    @Hinterfragt und Ralf gut das Sie auch
    nach der schrecklichen rechtsextremen
    Tat nicht stumm bleiben.
    Aber die AfD sollte man in diesem Zusammenhang nicht in Schutz nehmen.
    Sie lässt sehr viele echte Rassisten in
    ihrer Partei zu. Hat einen Faschisten, der von Ednien (Rassen) spricht als Chef in
    ihren Reihen. Der hetzt und ist damit geistiger Vorbereiter von solchen Taten.
    Das bedeutet doch überhaupt nicht über nicht integrierte Kurden, Türken, Iraker.. zu
    reden. Aber nicht so. Gehen Sie in sich und
    trauern um unschuldige Opfer und ihre Angehörigen.

  • 15
    12
    ralf66
    20.02.2020

    @SimpleMan, die Wortwahl von diesem AfD-Kreisverband ist nicht in Ordnung und ich finde es geht so auch nicht, was ich hier zu Thema geschrieben habe ist in erster Linie meine Meinung und ich versuche neutral zu bleiben, mir gefällt die Wortwahl vieler AfD-Politiker auch nicht, weil ich der Ansicht bin die AfD schädigt sich damit selber. Ich muss aber auch sagen, dass die Art der Wortwahl aller Altparteien-Politiker gegenüber der AfD auch nicht in Ordnung ist, auch hier wird Gift und Galle verspritzt. Der Umgang in der deutschen Politik droht zu verrohen und da gibt es unter den Parteien keine großen Unterschiede mehr. Der Grund für diesen Zustand ist meiner Meinung nach, die totalen unterschiedlichen Ansichten in gewissen Grundsatzfragen, die in den verschiedenen Parteien einzig und allein einer ideologischer Ausrichtung unterliegen, aber leider nicht mehr einer realistischen, objektiven, wirtschaftlichen, finanziellen und humanen Betrachtungsweise.

  • 12
    9
    SimpleMan
    20.02.2020

    @Hinterfragt "Allerdings @SimpleMan: warum immer nur AfD?" Was halten denn
    Sie von den von mir zitierten Statements?

  • 8
    18
    Hinterfragt
    20.02.2020

    Das diese Tat schrecklich und zu verurteilen ist steht außer Frage!

    Allerdings qSimpleMan: warum immer nur AfD?
    Lesen Sie mal hier :

    https://www.fr.de/politik/angela-merkel-multikulti-absolut-gescheitert-11464978.html

  • 13
    13
    ralf66
    20.02.2020

    @Hankman, Kritik Hass und Hetze sollen aber bitteschön nicht in einen Topf geworfen werden, denn genau das passiert immer wieder einmal. Wenn heute jemand die Asylpolitik der Bundesrepublik kritisiert, dass ist nicht nur in der Bevölkerung der Fall sondern auch führende deutsche Ökonomen kritisieren z. B. die Asylpolitik der Regierung, dann sind doch das keine Hasser und Hetzer. Sie können auch keinem, wenn er auf dem Boden einer vernünftigen Wortwahl bleibt die Meinung verbieten, wo kommen wir denn da hin. Kritiklos totschweigen von Missständen zu erreichen, weil man jede Kritik etwa unter dem Deckmantel von Hass und Hetze zu hängen versucht ist falsch und solche schlimmen Taten wie diese hier in Hanau sollen doch dafür bitteschön nicht der Anlass sein..

  • 18
    13
    SimpleMan
    20.02.2020

    @ralf66 "... dass ist eine schrecklich Tat, dass muss verurteilt werden und so etwas darf es auch nicht wieder geben, sich nicht wiederholen, schlimm für die Angehörigen der Opfer, es ist schwierig, solche Einzeltäter zu erkennen um so etwas verhindern zu können. ..."

    Das sehen zu mindestens Teile der AfD anders.

    "„Deutschland auf dem Weg zum Multikulti-Drecksloch“, schrieb der AfD-Kreisverband Augsburg-Stadt am Donnerstag auf Facebook zu einem Bericht über Hanau. „Nein! Keine Flüchtlinge mehr! Alle zurück! Deportieren! Lade nicht ein!“, kommentierte ein User den Post. "
    https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/attentat-in-hanau-afd-bestreitet-rechtsextremistisches-motiv-16643448.html

    Ich persönlich halte diese Kommentare für a-sozial. Aber selbst ein Herr Meuthen hat so seine Schwierigkeiten, sich gegen Rechtsextreme und Rassisten abzugrenzen. Denn ein Statement gegen Terror klingt nicht so: "Das ist weder rechter noch linker Terror ..." Ist im selben Artikel der FAZ nachzulesen. Und wie er hier auf die Idee kommt, "linken" Terror zu erwähnen, ist einfach nur billige Polemik, die er sich noch nicht einmal im Angesicht von 11 Toten verkneifen kann.

  • 12
    14
    Distelblüte
    20.02.2020

    @ralf66: Ich habe aus einem Beitrag der Tagesschau zitiert - deshalb auch die Anführungszeichen. Das, was Sie dort lesen können, stammt aus dem Bekennerschreiben des Täters. Es beleuchtet sein Denken und seine Einstellung.
    Das Bekennerschreiben war heute vormittag für kurze Zeit bei Twitter zu lesen - es war noch sehr viel konkreter als hier veröffentlicht.
    Ich habe diesen Text unkommentiert mit Quellenangabe hier gepostet.

  • 23
    7
    Hankman
    20.02.2020

    Ein psychisch gestörter Mensch mit rechtsextremer Einstellung, der sich im stillen Kämmerlein radikalisiert, ganz legal Waffen besitzt - und dann zur furchtbaren Tat schreitet. Eine Mischung aus Amoklauf und Terroranschlag. Es ist schwer, so eine Tat im Vorfeld zu erkennen und zu verhindern. Was man aber tun kann: den Hass und die Verschwörungstheorien und das dämliche Rumgenöle im Internet und im sozialen Umfeld bekämpfen, den geistigen Brandstiftern energisch entgegentreten - auch denen, die in unseren Parlamenten sitzen -, und einfach generell mehr zusammenhalten. Denn das Klima in dieser Gesellschaft hat ziemlich gelitten. Hass und Hetze sind keine Meinung!

  • 23
    16
    ralf66
    20.02.2020

    @Distelblüte, dass ist eine schrecklich Tat, dass muss verurteilt werden und so etwas darf es auch nicht wieder geben, sich nicht wiederholen, schlimm für die Angehörigen der Opfer, es ist schwierig, solche Einzeltäter zu erkennen um so etwas verhindern zu können.
    Trotzdem ist Ihr Denk-Ansatz in Verbindung zur Tat meiner Meinung nach nicht richtig. Nach Ihrer Meinung, so liest es sich jedenfalls für mich, sind schon einfache Kritiker der deutschen Asylpolitik potenzielle Gefährder solche Taten wie in Hanau zu begehen. Es muss doch bei aller Trauer um die Tat in diesem Land noch möglich sein, auch das Fehlverhalten von Asylanten zu kritisieren und wenn darüber jedem immer alle bekannt sein würde, gäbe es dazu auch genügend berechtigten Anlass zur dieser Kritik. Es ist eben nicht alle in Butter wie Sie meinen, auch sollte man aus dieser Tat nicht wieder Dauerfutter machen, um zu entschuldigen und differenzieren.

  • 16
    13
    Distelblüte
    20.02.2020

    "«Erste Auswerteergebnisse der Homepage des vermeintlichen Täters deuten auf ein fremdenfeindliches Motiv hin», sagte der Innenminister."
    Das ist so ausgedrückt falsch. Mit der Begründung 'Fremdenfeindlichkeit' macht nan sich den Blick des Täters zu eigen, der aus seinem rechtsextremen Weltbild heraus entschied, wer hier nach Deutschland gehören darf und wer nicht.
    Die Tat war rassistisch motiviert, und es traf keine Fremden, sondern Nachbarn, Freunde, Bekannte, das Geschäft von nebenan.

  • 28
    8
    Ha24Lu01
    20.02.2020

    Es ist unerträglich, was in Hanau passiert ist. Ich bin zutiefst betroffen, man kann nur noch weinen. Ich wünsche mir ein friedliches Miteinander. Und hoffentlich kommt die CDU in Thüringen endlich zur Vernunft, denn diese politischen Zänkereien will der Wähler sicher nicht.

  • 17
    20
    Distelblüte
    20.02.2020

    "Außerdem lässt sich R. über "das schlechte Verhalten bestimmter Volksgruppen" aus. Er habe sich die "grundsätzliche Frage" gestellt, warum "solche Volksgruppen überhaupt in meinem Land sind?" Diese Menschen seien "äußerlich instinktiv abzulehnen und haben sich zudem in ihrer Historie nicht als leistungsfähig erwiesen". R. schreibt sogar von "destruktiven Rassen" in Deutschland. Gleichzeitig sei das deutsche Volk als das Beste und Schönste. Aus diesem Gegensatz schlussfolgerte er, dass ganze Völker vernichtet werden müssten, er nennt dabei verschiedene arabische Länder und auch Israel."
    Nachzulesen in Gänze hier:
    https://www.tagesschau.de/investigativ/hanau-video-101.html

  • 30
    3
    SimpleMan
    20.02.2020

    Es ist schrecklich, wenn Menschen wegen so einer sinnlosen Tat, das Leben genommen wird.

  • 29
    21
    Echo1
    20.02.2020

    Also - siehe Liveticker - eine rechtsextreme
    Tat. Wer ist für friedliches Miteinander?
    Wer schürt politisch Unfrieden? Höcke und
    Co. Solche Leute machen Stimmung gegen
    das System, gegen unsere Gesellschaft.
    Und dann fühlt sich solch ein Mensch bestärkt, so einen Scheiss zu machen, wie hier in Hanau oder kürzlich in Halle.
    Und wenn ich noch das Gezier der CDU in
    Thüringen sehe, nicht auf die Linken einzugehen, die nur Normalität im Land
    herstellen wollen, dann freut sich auch hier nur die AfD. Die Folgen sind katastrophal.
    AfD-Wähler denkt nach und wacht auf!

  • 11
    18
    Distelblüte
    20.02.2020

    "Außerdem äußert er sich negativ über Migranten aus arabischen Ländern und der Türkei."
    Bitte keine Euphemismen, liebes FP-Team.